Navigation überspringen

Aktuelles

18. Tage der jüdischen Kultur in Chemnitz vom 14.-28. März

Ev. Forum mit Beiträgen zum Christlich-Jüdischen Dialog in Chemnitz

Bild: Plakat des Kultur-Festivals in Chemnitz

Vom 14. bis 28. März finden in Chemnitz die diesjährigen „Tage der jüdischen Kultur“ statt. Die rund 40 Veranstaltungen des Festivals drehen sich um die Themenkreise Jüdische Erziehung und das Purimfest. Die Gründung der privaten jüdischen Volkshochschule vor 70 Jahren in Chemnitz war Anlass für die Themenwahl, sowie Purim (10. März), das gerade in der Zeit des Festivals von jüdischen Gemeinden gefeiert wird.

Veranstalter der Kulturtage ist der Verein Tage der jüdischen Kultur in Chemnitz. Das Evangelische Forum als Regionalstelle für die Evangelische Erwachsenenbildung tritt hierbei als Mitveranstalter auf und ist maßgeblich an der Programmgestaltung beteiligt. Am Sonntag, 15. März wird um 19:00 Uhr im Evangelischen Forum, Theaterstr. 25, eine christlich-jüdische Bibliologwerkstatt stattfinden. Iris Weiss von der Jüdischen Gemeinde Berlin wird dabei gemeinsam mit den jüdischen und christlichen Teilnehmern die Purim-Geschichte untersuchen, wo insbesondere die beiden starken Frauen Esther und Waschti vorgestellt werden.

Bild: Buch-Cover

Die Teilnehmer sollen einen Eindruck von modernen und erfahrungsbezogenen Auslegungsmethoden der Bibel bekommen sowie die Bibel als verbindend zwischen Christen und Juden wahrnehmen.
Ebenfalls am Sonntag bietet um 14:00 Uhr das Evangelische Forum gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde Chemnitz Führungen für Eltern und Kinder durch die Synagoge an. Spielerisch soll bereits Kindern ermöglicht werden, ihr Wissen über das Judentum zu erweitern und die Jüdische Gemeinde ihrer Stadt kennen zu lernen.

Am 17. März um 19:30 Uhr gibt es im Evangelischen Forum einen Abend zu Erziehungsmethoden in der NS-Zeit. Siegrid Chamberlain aus Frankfurt/M. liest aus ihrem Buch zu dem NS-Erziehungsratgeber „Adolf Hitler, die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“. Dort versucht sie darzulegen, dass dies eine Anleitung zur Kaltherzigkeit und Beziehungsarmut sei, und dieser Ratgeber subtile Folgen für den Umgang mit Kleinkindern bis heute in Deutschland hätte.

Bild: Professor Krochmalnik vor einem Bücherregal
Prof. Dr. Daniel Krochmalnik

Von Sonnabend (21. März) bis Sonntag findet im Jüdischen Gemeindezentrum, Stollberger Straße, ein Seminar zu „Jüdischer Pädagogik“ statt. Neben der grundsätzlichen Behandlung des Themas sollen besonders Aufgaben und Probleme der jüdischen Erziehung innerhalb der jüdischen Gemeinden in den neuen Ländern angesprochen werden. Referieren werden Prof. Dr. Daniel Krochmalnik von der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg sowie jüdische Religionslehrer aus Westfalen und Sachsen. Dieses Seminar steht auch christlichen Teilnehmern offen und lädt dazu ein, Parallelen zu Fragen christlicher Erziehung zu ziehen.

Mit diesen Veranstaltungen möchte das Evangelische Forum einen Beitrag zum Christlich-Jüdischen Dialog in Chemnitz leisten und insbesondere Themen zur Religion in das Festival einbringen. Zudem soll aus evangelischer Sicht auch zu anderen Lebensfragen, beispielsweise nach der Erziehung, Stellung bezogen werden. Die Leiterin des Evangelischen Forum in Chemnitz ist Pfarrerin Dorothee Lücke.

Evangelisches Forum Chemnitz

Gesamtprogramm des Festivals

Schriftgrösse
[A]
[A]
[A]
Link-Tipps