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Aktuelles

ProChrist in Sachsen 2009 - „Zweifeln und Staunen“

2.000 zusätzliche Plätze und prominenter Besuch am Wochenende

Bild: Während der Abendveranstaltung

Das hat es bei ProChrist noch nicht gegeben: Trotz des Spiels der Fußball-Nationalmannschaft gegen Wales und obwohl es mitten in der Woche war, verfolgten 6.300 Besucher die Zentralveranstaltung des größten Gottesdienstes in Europa. Das Ergebnis: eine voll belegte Halle, ein ausgelastetes Foyer und ein bis auf den letzten Platz besetztes Zelt. Da erfahrungsgemäß am zweiten ProChrist-Wochenende noch mehr Besucher als am ersten zu den Gottesdiensten kommen, die europaweit per Satellit übertragen werden, sorgen die Veranstalter nun kurzfristig für Abhilfe: Mit einem Zelt, das neben den bereits vor der Halle stehenden Zelten aufgebaut werden soll, wird zusätzlicher Raum geschaffen.

„Wir wollen auf keinen Fall einen Menschen nach Hause schicken, deshalb betreiben wir diesen Aufwand. Wir werden circa 2.000 zusätzliche Plätze schaffen“, sagt Michael Klitzke, Geschäftsführer von ProChrist. Prominenter Besuch Verstärkter Andrang wird auch deshalb erwartet, weil an den kommenden ProChrist-Abenden in der Chemnitz Arena prominente Besucher auf der Bühne stehen: Am Freitag, 3. April, wenn es um das Thema „Überrascht: Wie kann das Leben neu beginnen?“ geht, kommt Landesbischof Jochen Bohl nach Chemnitz.

Und wenn am Samstag, 4. April, die Frage „Umgekehrt: Wieviel Veränderung darf sein?“ auf dem Programm steht, stellt sich Ministerpräsident Stanislaw Tillich den Fragen des Moderators Jürgen Werth.
Auch im übrigen Deutschland und in Europa trifft das Event auf große Resonanz: „Waren es nach dem dritten Veranstaltungstag knapp 400.000 Besucher in Deutschland und den Veranstaltungsorten in Europa, ist die Grenze zur halben Millionen nach dem vierten Abend deutlich überschritten“, freut sich Michael Klitzke.(2.4.)

Fast 400.000 Gäste bei größtem Gottesdienst Europas

Bild: ProChrist live auf Sendung aus Chemnitz

Gut 390.000 Besucher nach drei ProChrist-Abenden sind eine erfreuliche Zwischenbilanz des größten Gottesdienstes in Europa. „Mindestens ebenso berühren mich aber die persönlichen Glaubenserfahrungen unserer Besucher, von denen wir aus den über 1.300 Veranstaltungsorten in Deutschland und 17 Ländern Europas hören“, sagte ProChrist-Leiter und Pfarrer Ulrich Parzany am Mittwoch in Chemnitz. Dort findet in der Chemnitz Arena der größte Gottesdienst Europas statt, an dem sich rund 4.000 christliche Gemeinden beteiligen. Die Abendveranstaltung wird in 17 Sprachen übersetzt und per Satellit in Kirchen, Autohäuser, Museen, Gefängnisse und zahlreiche andere Treffpunkte zwischen Frankreich und der Ukraine übertragen.

Unter dem Motto Zweifeln und Staunen lädt ProChrist dazu ein, sich mit dem christlichen Glauben auseinanderzusetzen. Dazu standen bisher die Themen Vertrauen in Gott und Menschen, Sinnsuche und Sehnsüchte sowie die Frage nach Gottesbeweisen auf dem Programm. An den kommenden Tagen geht es unter anderem um den Umgang mit Leid, um Möglichkeiten, sein Leben zu verändern, und um tragfähige Beziehungen.

Am Montagabend wurden während der Veranstaltung Spenden gesammelt, um Hilfsprojekte für Kinder und Jugendliche in Europa zu unterstützen. Dabei kamen an den knapp 1.000 Veranstaltungsorten im deutschsprachigen Raum rund 220.000 Euro zusammen. Sie gehen an Vereine in Chemnitz, Berlin, Sri Lanka, der Slowakischen Republik, Rumänien und der Ukraine. Mit den Spenden werden der laufende Betrieb der Einrichtungen gesichert oder Sonderprojekte finanziert. Alle unterstützten Häuser kombinieren soziale Hilfen mit seelsorglichen Angeboten für junge Menschen in Not.(1.4.)

Bild: Publikum in der Arena (Foto: Rainer Oettel)
Der Auftakt mit großer Begeisterung

Vor dem eigentlichen Beginn am Sonnabendnachmittag wurde es eng in der Chemnitz Arena bei ProChrist für Kids, dem Kindergottesdienst des europaweit größten Gottesdienstes, der per Satellit in 340 Orte im deutschsprachigen Raum übertragen wurde: Über 6.200 Kinder und deren Eltern drängten sich auf den Tribünen, um gemeinsam eine biblische Geschichte auf unterhaltsame und zeitgemäße Art und Weise zu hören und zu sehen.

„Wir hatten ursprünglich mit 3.000 Besuchern gerechnet, jetzt ist die doppelte Anzahl gekommen und das, obwohl Chemnitz der bislang kleinste ProChrist-Austragungsort ist. Selbst in München hatten wir nicht so viele Besucher bei ProChrist für Kids“, sagte der sichtlich bewegte ProChrist-Leiter Pfarrer Ulrich Parzany, der an den kommenden ProChrist-Abenden die Predigten halten wird. Sein Fazit aus der Veranstaltung: „Viele Eltern möchten, dass ihren Kindern Werte vermittelt werden, die in unserer Gesellschaft tragen. Ich bin überwältigt, dass sie diese Gelegenheit so ausgiebig genutzt haben – und das ausgerechnet in einer Region, der extreme Gottesferne nachgesagt wird.“

Bild: TEK7 hilft bei der Suche (Foto: Rainer Oettel)
Mit der Zeitmaschine den Thomas gefunden

Biblischen Thomas mit Zeitmaschine nach Chemnitz geholt Die Kinder mussten am Nachmittag eine Aufgabe lösen: Mit ohrenbetäubendem Lärm aus ihren selbstgefertigten Instrumenten, mit Getrampel und Geschrei aktivierten sie, unterstützt von Roboter TEK7, eine Zeitmaschine und holten so den biblischen Thomas auf die Bühne. Der konnte nicht glauben, dass Jesus nach seinem Tod am Kreuz tatsächlich auferstanden sein soll. Die Kinder erklärten ihm den Verlauf der biblischen Geschichte und schickten ihn danach zurück in die Vergangenheit.

Einhellige Meinung von Kindern und erwachsenen Begleitern: Die Zeitmaschine war der Hit. Besonders toll sei es auch gewesen, als TEK7 aufgrund eines Kurzschlusses sein Gedächtnis verlor und Justin, 10 aus Ansprung: „Der Roboter war cool gemacht.“ Jonas, 9: „Das war voll lustig, als dem Roboter die Sicherung durchgebrannt ist.“ Und seine Mutter Stefanie Unverferth aus Meerane ergänzt: „Jonas und der 5jährige Josua haben noch nie so lange still gesessen.“ Silvia Fiedler aus Chemnitz, deren Sohn beim 300köpfigen Kids-Chor mitgesungen hatte, sagte: „Jetzt habe ich endlich gesehen, was alles hinter den langen Proben und Treffen steckte. Die ganze Veranstaltung war sehr gut gemacht.“

Bild: Während des ersten Abends in der Chemnitz Arena

Vertrauen - das zentrale Thema des ersten Abends unter dem Titel "Gewagt - Wem kann man noch vertrauen?" - ist höchst aktuell und fällt gerade in der heutigen Zeit besonders schwer: Die Deutsche Bahn löscht E-Mails von Mitarbeitern, Finanzberater verkaufen faule Kredite, Menschen verlieren in diesen Tagen zu Tausenden ihren Arbeitsplatz. Parzany sprach aber auch von ganz persönlichen Vertrauenskrisen, die Menschen in den vergangenen Monaten ProChrist-Mitarbeitern anvertraut hatten: Ein Kind vermisste seinen Vater. Ein anderes Kind wollte nicht mehr geschlagen werden. Ein Erwachsener sorgte sich um den Alkoholismus des Partners. - "Vertrauen in Gott kann Menschen tragen", so Parzany, "Es kann aber nur entstehen, wenn man tiefer gräbt und nicht bei einem oberflächlichen Glauben stehenbleibt." Zu dieser intensiveren Beschäftigung mit dem Glauben lädt ProChrist ein. "Wir wollen nicht Leute versammeln, die mit dem Kopf nicken, sondern denen weiterhelfen, die echte Fragen an das Leben haben", sagte Parzany.

Bevor die Übertragung in 1.300 Orte zwischen Frankreich und der Ukraine begann, staunte der CDU-Fraktionsvorsitzende Steffen Flath über die vollbesetzte Chemnitz-Halle. Er hatte vor einem Jahr noch Zweifel, ob die Sachsen es schaffen würden, so viele Menschen für ProChrist zu mobilisieren. Doch schon kurz nach Öffnung der Arena war die Halle bis auf den letzten Platz gefüllt. Auch an den anderen Übertragungsorten waren Kinos, Autohäuser, Museen und andere außergewöhnliche Veranstaltungsorte gut besucht.ProChrist setzt neben der großen Hauptveranstaltung in der Chemnitz Arena auf die bewährte dezentrale Veranstaltungsstruktur per Satellitenübertragung.

Bild: Stand der Kirchen in Chemnitz
Kirche in Chemnitz präsentiert sich in der Arena

Für den Vorsitzenden von ProChrist in Chemnitz, Klaus Rudolph, sei es gut, dass ProChrist nach 1995 in Leipzig jetzt zum zweiten Mal nach Sachsen komme. „Vielleicht trägt das Event dazu bei, in dieser unsicheren Zeit neue Sicherheit zu geben, weil die Menschen hören und sehen, dass es neben den ‚irdischen‘ Werten andere Dinge gibt, die im Leben noch mehr zählen.“
Neben vielen anderen Veranstaltungsorten und freikirchlichen Gemeinden finden  60 Übertragungen unter Beteiligung von Kirchgemeinden der sächsischen Landeskirche statt bzw. Gemeinden der benachbarten Landeskirchen auf dem Gebiet des Freistaates statt. Über 30 Kirchgemeinden erhalten einen Zuschuss seitens der Landeskirche für ihre Veranstaltungen mit der Übertragungstechnik. Insgesamt steuert die Landeskirche über 80.000 Euro für Beitrag, ProChrist für Kids und Zuschüsse für Gemeinden bei.
Bei Beginn der Vorbereitungen und dem Start der Container der Hoffnung auf ihrer Deutschlandtour war auch Landesbischof Jochen Bohl Anfang Juli 2008 vor Ort in Chemnitz. Der Landesbischof wird am Freitag an der Abendveranstaltung teilnehmen.

„Container der Hoffnung“ Start in Chemnitz

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