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Präsident Barack Obama besuchte die Dresdner Frauenkirche

Barack Obama zeigte Interesse an der Geschichte der Frauenkirche

Bild: Ministerpräsident Tillich, Landesbischof Bohl, Präsident Obama und Kanzlerin Merkel in der Frauenkirchen (Foto: Copyright RegierungONLINE/Bergmann)
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„Versöhnung fördert den Wiederaufbau“, beschrieb Frauenkirchpfarrer Sebastian Feydt den Zusammenhang zwischen dem Wiederaufbau der Frauenkirche in Dresden und den Spenden von Amerikanern des Freundeskreises „Friends of Dresden“. Der Beitrag unter der Überschrift „Versöhnung ist das Fundament des Friedens“ erschien in der Sächsischen Zeitung am 5. Juni, an dem Tag, als US-Präsident Barack Obama kurz nach 11:00 Uhr auf das Portal der Frauenkirche zuging und von Landesbischof Jochen Bohl begrüßt wurde.

(Foto: Copyright RegierungONLINE/Bergmann)
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Zusammen gingen Bohl und Obama von Orgelmusik begleitet in die Frauenkirche. Ebenfalls anwesend waren Bundeskanzlerin Angela Merkel, Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Oberbürgermeisterin Helma Orosz. Am leicht gekrümmten Turmkreuz der alten Frauenkirche entzündete Obama eine Kerze mit der Aufschrift „Friede sei mit euch“. An diesem Ort der Mahnung und des Gebets wird der Zerstörungen gedacht, die Kriege und Vergeltung anrichten. Danach trug sich der US-Präsident in das Gebetsbuch der Kirche mit folgenden Worten ein:  My best wishes to the congregation and the people of Dresden for symbolizing the possibilityof reconciliation,, reconstruction and hope. God Bless

An verschiedenen Stellen des 2005 wieder eingeweihten Gotteshauses erläuterte der Landesbischof die Geschichte von Zerstörung und Wiederaufbau der Kirche und sprach anschließend ein Gebet. „An diesem Ort kann jeder sehen, dass Aussöhnung zwischen früheren Feinden möglich ist“, sagte der Landesbischof im Gebet. Insbesondere bat er um Verständigung zwischen Israel und den Palästinensern und zwischen der muslimischen Welt und dem freien Westen.
Der Frauenkirchen-Besuch des amerikanischen Präsidenten, der unter dem Gesang des Kammerchores der Frauenkirche zu Ende ging, hatte somit eine tiefe Symbolkraft am Ort der Versöhnung.

Bild: Landesbischof Bohl erklärt die Geschichte der Frauenkirche (Foto: Copyright RegierungONLINE/Bergmann)

In seinem Zeitungsbeitrag hatte Frauenkirchpfarrer Feydt zudem auf die Friedensglocke der Frauenkirche hingewiesen, die in der Verzierung Christus zeige, wie er mit seiner linken, von Wundmalen gezeichneten Handfläche auf die einstürzenden Türme des World Trade Center in New York weist. In jener Zeit im September 2001 entstanden die Reliefarbeiten für die Glocken.

Präsident Barack Obama kam einen Tag zuvor aus Ägypten, wo er in einer versöhnlichen und respektierten Rede vor 3.000 Zuhörern in der Kairoer Universität einen Neuanfang in den Beziehungen zwischen Amerikanern und Muslimen in der Welt ankündigte. Schon am Mittag des 5. Juni flog er mit dem Hubschrauber mit der Bundeskanzlerin zur Gedenkstätte Buchenwald, wo er als erster amerikanischer Präsident ein ehemaliges Konzentrationslager auf deutschen Boden besucht.
Somit bestätigt der Besuch des US-Präsidenten symbolisch den Anspruch und die internationale Bedeutung der Dresdner Frauenkirche als ein Ort der Versöhnung und nicht der Vergeltung.

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