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Jubelkonfirmationen erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit

Treffpunkt Kirche - Menschen aus Nah und Fern kommen hier zusammen

Bild: Einzug der Jubilare in die Kirche (Foto: KG)

„Es war sehr schön. Ich freue mich schon auf in fünf Jahren, da komme ich wieder – so Gott will“, sagte ein Hamburger, der sich am Trinitatis-Sonntag am 7. Juni in der St. Martinskirche in Oberlungwitz einsegnen ließ. Er feierte mit 123 anderen Jubilaren seine Diamantene Konfirmation, das 60. Konfirmationsjubiläum.
Die Jubelkonfirmationen erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit, wo die Kirchgemeinden und häufig mit Unterstützung der Kommune die Termine bekannt geben. „Viele fragen bereits zwei oder drei Jahre vorher an“, weiß der Oberlungwitzer Pfarrer Ragnar Quaas aus Erfahrung.

Bild: Vollbesetzte Kirche in Oberlungwitz (Foto: KG)
Jubilare füllen vielerorts die Kirchen

Dass die Kirchgemeinden ihre Gemeindeglieder direkt anschreiben, wenn ein 25-jähriges, 50-jähriges oder ein höhere Jubiläum ansteht, ist die eine Seite. Andererseits beginnt das große Suchen nach den weggezogenen Mitkonfirmanden, um möglichst vielen Jubilaren die Gelegenheit zu geben, die anderen zu treffen. Dem Festgottesdienst schließen sich häufig Klassentreffen an, die Menschen aus weiter Ferne zusammenführen. „Da hatten wir in den vergangenen Jahren schon Jubilare, die in Amerika oder Schweden wohnen“, sagt der Ortspfarrer.

Im Gottesdienst selbst werden die Jubilare Jahrgangsweise aufgerufen, wo sie vor dem Altar den Konfirmationsspruch zugesprochen bekommen. Wie bei der Konfirmation erfolgt dann mit dem Handauflegen die Einsegnung durch den Pfarrer oder die Pfarrerin. In Oberlungwitz standen zwei 94-jährige als die ältesten Jubilare vor dem Altar und erinnerten sich an ihre Konfirmation vor 80 Jahren.

Bild: Frauen vor dem Pfarrer am Altar (Foto: KG)
Der Konfirmationsspruch wird erneut verlesen

Häufig ist ein solcher Festtag ein regelrechtes Ereignis, wenn wie ebenfalls am Dreieinigkeitssonntag in diesem Jahr in Großenhain 100 Frauen und Männer in einer langen Schlange vor der Marienkirche stehen und dann gemeinsam einziehen. In der Leipziger Thomaskirche kamen 30 Jubilare zusammen, die in der Thomas-, Luther- oder Matthäikirche zu bestimmten Jahrgängen konfirmiert wurden.

Der Termin für die Jubelkonfirmation wird örtlich unterschiedlich festgesetzt. In der Regel ist es der Sonntag Trinitatis, der ausdrücklich den dreieinigen Gott bezeugt. Dann ist mit dem zurückliegenden Pfingstfest auch die Zeit der Konfirmationen von Jugendlichen beendet. So wie die Neukonfirmierten ihren Glauben an den dreieinigen Gott "bekräftigt" haben, "bestätigen" ihn die Jubelkonfirmanden ebenfalls von neuem. Anlässlich ihrer Teilnahme an der Jubelkonfirmation erhalten die Jubelkonfirmanden eine Urkunde.

Bild: Gruppenbild mit Pfarrer in Riesa (Foto: Johann Stein)

Häufig sind die Gottesdienste mit Heiligem Abendmahl und musikalisch besonders ausgestaltet. So kommen am 21. Juni in einem Abendmahlsgottesdienst in der Dresdner Kreuzkirche Motetten von Felix Mendelssohn Bartholdy durch ein Vokalsextett zur Aufführung. Weitere Jubelkonfirmationen stehen am kommenden Sonntag (14. Juni) u.a. in Leipzig-Marienbrunn, in Höckendorf bei Freiberg und im erzgebirgischen Steinbach an.(11.6.09)

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