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Stadtfest in Stolpen greift reformatorisches Geschehen auf

Luthers Tischreden wurden auf dem Marktplatz von Stolpen debattiert

Bild: Superintendent Lauterbach (l. Pf. T. Popp) und Frau Käthe und Luther selbst (Foto: Rainer Oettel)

Die Stadt Stolpen östlich von Dresden feiert in diesem Jahr das Reformationsjubiläum früher, weil die Einführung der Reformation später als im übrigen Sachsen 1539 kam. Das Geheimnis des scheinbaren Widerspruchs liegt in der 20 Jahre späteren Einführung der Reformation im damaligen bischöflichen Amt Stolpen vor jetzt 450 Jahren. Trotz dieser zeitlichen Verschiebung stammt der erste evangelische Pfarrer und Superintendent in Pirna, Anton(ius) Lauterbach, aus dieser Stadt, wo er 1502 geboren wurde. Der spätere Luther-Schüler und Melanchthon-Freund erschien denn auch eindrucksvoll nachgestellt durch den jetzigen Stolpener Pfarrer Tilmann Popp auf dem diesjährigen Stadtfest, das auf das Jubiläum Bezug nahm.

Bild: Frithjow Weber und Frau Erika (Foto: Rainer Oettel)

Das 7. Historische Stadtfest fand am 13. und 14. Juni unter dem Motto "Zu Gast bei Martin und Käthe" statt. Mit dem Motto wurde der Reformation in Stolpen gedacht und zahlreiche Einwohner und Gäste kamen bei bestem Wetter, um beim abwechslungsreichen Programm dabei zu sein.
Dr. Martin Luther und seine Ehefrau „Käthe“ (Katharina), dargestellt von Pfarrer i.R. Frithjow Weber und Frau Erika, luden an diesem Wochenende nach Stolpen ein und führten zusammen mit Antonius Lauterbach den historischen Umzug zum Stadtfest an. Mitten auf dem Marktplatz waren Tische aufgestellt und luden die Besucher ein, mit Luther zu speisen.

Bild: Gespräch auf dem Marktplatz (Foto: Rainer Oettel)

Neben dem buntem Markttreiben, anderen Veranstaltungen und Konzerten des regionalen kirchlichen Posaunenchores waren dort Käthes „Ungehaltenen Reden einer ungehaltenen Frau“ zu hören. Sie erzählte über das Leben in ihrem Wittenberger Hausstand. Bei Luthers Tischreden auf dem Marktplatz debattierte Luther mit Philipp Melanchthon (Pfarrer Tobias Hanitzsch) und Lauterbach über den Ablasshändler Johann Tetzel. Das Fest und die am 12. Juni im Stadtmuseum eröffnete Ausstellung „450 Jahre Reformation in Stolpen“ war eine gelungene Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kirchgemeinde und damit ein nachahmenswerter Beitrag in der derzeitigen Luther-Dekade.(17.6.09)

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