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Einführung von OLKR Dietrich Bauer in der Frauenkirche

Ein Amt mit Anteil an der Leitung der Kirche, das der Einheit der Kirche dient

Bild: Während der Einführung in der Frauenkirche (OLKR Bauer (2.l.)

Mit einem Gottesdienst in der Unterkirche der Dresdner Frauenkirche wurde am 19. Juni Oberlandeskirchenrat Dietrich Bauer als neuer theologischer Dezernent im Landeskirchenamt für Gemeindeaufbau in sein Amt eingeführt.
„Selig ist, der Schmerz empfinden kann für andere“, sagte Bauer in seiner Predigt. Hintergrund seiner Auslegung war die Geschichte im Lukas-Evangelium vom armen Lazarus, der sich schließlich im Himmel, und dem Reichen, der sich in der Hölle wieder fand. „Reiche in die Hölle!?“, stellte er zu Beginn in den Raum und nahm Bezug auf die heutige säkularisierte Welt, wo vor politischen Wahlen mit der so genannten Reichensteuer gedroht und geworben würde. Wer gilt ab wann und unter welchen Umständen als reich, das fragte Bauer weiter. Sein Fazit bemaß sich weniger am Gehalt und Geld, sondern vielmehr, wie die sich daraus ergebenen Möglichkeiten dazu führten, sich vor den Nöten anderer abzuschließen. Wenn Schmerz und Mitleid dann nicht mehr mitempfunden werden könne, führe Reichtum in die Hölle, sagte der Oberlandeskirchenrat.

Bild: Einführung OLKR Bauer

Landesbischof Jochen Bohl, der zusammen mit Präsident Hans-Dieter Hofmann, Oberlandeskirchenrätin Almut Klabunde, der Leipziger Pfarrerin Angelika Biskupski und dem Leiter des Pastoralkollegs, Pfarrer Thomas Schönfuß, zuvor den Oberlandeskirchenrat einführte, sprach ihm in der Anrede Mut zu: Er werde in seinem Amt nicht alleine sein. Bauer habe Anteil an der Leitung der Kirche, dass der Einheit der Kirche diene. Deshalb brauche die Kirche dieses Amt „mit seinen nicht geringen Herausforderungen“, sagte Bohl. Es sei die Suche nach neuen Wegen, wo Gottes Geist lenken werde, um sich nicht zu verirren. Er dankte Bauer für die Bereitschaft, diesen Dienst zu übernehmen.
In das Ressort des neuen Mitglieds des Landeskirchenamtes fallen u.a. der Gemeindeaufbau, die Publizistik und Öffentlichkeitsarbeit, Sonderseelsorgebereiche und die Werke der Landeskirche. Als Gebietsdezernent ist Bauer für die Kirchgemeinden und Kirchenbezirke im Leipziger Bereich zuständig. Er begann seinen Dienst Anfang Juni und ist Nachfolger von Horst Slesazeck, der zum Ende des Vormonats in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Die sächsische Kirchenleitung berief Dietrich Bauer, der seit 2006 Pfarrer in der Kirchgemeinde Leipzig Knauthain mit Schwesterkirchgemeinde Leipzig-Großzschocher-Windorf war. Zuvor war er seit 1995 Studienleiter und seit 2000 Studiendirektor im Predigerkolleg St. Pauli in Leipzig.
Dietrich Bauer wurde am 21. Januar 1960 in Leipzig geboren und erlernte nach der Schulzeit in einem Petrolchemischen Werk in Böhlen den Beruf eines BMSR-Technikers. 1979 entschied er sich für ein Studium am Theologischen Seminar in Leipzig. Nach dem Zweiten Theologischen Examen und seiner Ordination im Dezember 1988 war er sieben Jahre Pfarrer im ostsächsischen Hochkirch bei Bautzen, bevor er zum Predigerkolleg wechselte und in dieser Zeit über 200 Vikare und Vikarinnen der sächsischen Landeskirche in ihrer Ausbildung zum Pfarrerberuf begleitete. Bauer ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne.(19.6.09)

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Bild: Gemeinde im Gottesdienst der Einführung

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