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Aktuelles

30. Ökumenische FriedensDekade

Friedendekade mit täglichen Andachten und besonderen Veranstaltungen

Bild: Plakat zur Ökumenischen FriedensDekade 2009

Die Ökumenische FriedensDekade findet seit Anfang der 80er Jahre im November jeden Jahres an den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag statt. In diesem Jahr steht die Friedensdekade unter dem Motto „Mauern überwinden“. Auch 20 Jahre nach dem Mauerfall gibt es noch immer viele Mauern zu überwinden: zwischen Staaten und Völkern, zwischen Religionen und Kulturen, zwischen Arm und Reich, Jung und Alt. Für zahlreiche Kirchen wird vom 8. bis 18. November das Friedensthema zu einem Schwerpunkt im Kirchenjahr. Sie laden täglich zu Friedensgebeten, Andachten und anderen Veranstaltungen ein, um aktuelle Themen zu Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung zu bedenken und zur Diskussion zu stellen.

In Dresden feiert die Gemeinde der St.-Markuskirche in Dresden-Pieschen am 8. November um 9:30 Uhr den Beginn der Friedensdekade mit einem Lobpreis-Gottesdienst. In der Dresdner Frauenkirche findet um 18:00 Uhr ein Gottesdienst zur Ökumenischen FriedensDekade mit Pfarrer Joachim Zirkler statt. Die Johanneskirchgemeinde Dresden-Johannstadt-Striesen veranstaltet im Gemeindehaus auf der Haydnstraße am Sonntag, 15. November (9.30 Uhr), einen Gästegottesdienst zum Thema „Mauern überwinden“. Auch in der Kreuzkirche Dresden, der Kirche Dresden-Weißig, der Schlosskirche Dresden-Lockwitz und der Versöhnungskirche Dresden-Striesen wird an diesem Sonntag zu Bittgottesdiensten zur Friedensdekade eingeladen.

Bild: Ausstellung zu Friedensbewegung in den 80er Jahren

Das Ökumenische Informationszentrum weist auf den Film „Aufbruch 89 – Dresden“ von Studenten der Filmhochschule Potsdam-Babelsberg aus dem Jahr 1989 hin, der im Programmkino Ost am 10. November (20:00 Uhr) zu sehen ist. Ebenfalls gezeigt wird an diesem Abend der Film „Wir filmen jetzt“ (2009), der die Entstehungsgeschichte des ersten Films darstellt. Anschließend besteht die Möglichkeit zum Gespräch mit dem Regisseur Thomas Eichberg und den Zeitzeugen Conny Nitsche und Michael Schaarschmidt.

Der Buß- und Bettag am Mittwoch, 18. November, ist der Schlusspunkt der Ökumenischen FriedensDekade. Deshalb feiern an diesem Tag in vielen Dresdner Kirchen evangelische und katholische Christen gemeinsam Gottesdienst. So laden die evangelischen Gemeinden in den Dresdner Stadtteilen Klotzsche, Leubnitz-Neuostra, Cotta, Leuben und in der Südvorstadt ihre katholischen Glaubensgeschwister ein. Umgekehrt feiern evangelische Christen mit ihren katholischen Mitchristen in der katholischen Pfarrei St. Antonius in Dresden-Löbtau. Ein weiterer ökumenischer Gottesdienst findet um 18:00 Uhr in der Evangelisch-reformierten Gemeinde (Brühlscher Garten 4) statt. Um 19:30 Uhr schließt sich im Gemeinderaum eine Podiumsdiskussion zum Thema „Eine packende Zeit – der Herbst 1989“ mit Zeitzeugen an.

Bild: Plakat Nacht für den Frieden 2009

In Leipzig feiert die Gemeinde der Trinitatiskirche Anger-Crottendorf einen von der Jungen Gemeinde gestalteten Gottesdienst zur Eröffnung der Friedensdekade (8. November, 10:00 Uhr). In der Thomaskirche wird im Abendgottesdienst um 18:00 Uhr ebenfalls das Thema „Mauern überwinden“ aufgegriffen.
Am 9. November wird mit einem Friedensgebet und anschließendem Kerzenweg von der Nikolaikirche (17:00 Uhr) zur Gedenkstätte in der Gottschedstraße an die Pogromnacht von 1938 erinnert. Um 19:00 Uhr beginnt in der Thomaskirche ein Gedenkgottesdienst, der musikalisch vom Synagogalchor gestaltet wird.
Am Freitag, dem 13. November, laden die evangelische, katholische und baptistische Jugend Leipzigs zur Nacht für den Frieden in die Nikolaikirche ein. Los geht es um 19:00 Uhr mit einem Jugendgottesdienst. Um 21:00 Uhr steht ein Konzert mit dem Dresdner Gospelchor „coloured rain“ auf dem Programm. Das Podiumsgespräch „Palästina heute“ und der Film „Sonnenallee“ beginnen um 22:30 Uhr. Mit einem Taizégebet gegen Mitternacht endet die Veranstaltung.

Die „Nacht der Lichter“ findet am Dienstag (17. November) ab 19:30 Uhr in der Friedenskirche Gohlis statt. Diese Nacht wird in Vorbereitung auf das Europäische Jugendtreffen in Poznan/Polen mit Taizégesängen und –gebeten gefeiert.
Zum Abschluss der Friedensdekade am Buß- und Bettag, 18. November, feiern auch in Leipzig viele Gemeinden noch einmal besondere Bittgottesdienste. So lädt die Gustav-Adolf-Kirche Lindenthal (10:00 Uhr) zu einem Regionalgottesdienst ein.
In der Kirche Miltitz beginnt um 17:00 Uhr ein Gottesdienst, der von der Jungen Gemeinde gestaltet wird. Zur gleichen Zeit beginnt in der Nikolaikirche der Gottesdienst.
Traditionell lädt die Kirchgemeinde St. Thomas nach dem Gottesdienst am Buß- und Bettag ab 11:30 Uhr in den Gemeindesaal, Dittrichring 12, ein. Bis 14:00 Uhr gibt es Workshops und Podiumsgespräche mit prominenten Gesprächsteilnehmern zum Thema „Eine Mark für Espenhain – Brisanz und Aktualität der DDR-Umweltbewegung im kritischen Rückblick nach 20 Jahren“.

In Chemnitz hält dieses Jahr Pfarrerin Dorothee Lücke unter dem Titel „Maria auf der Mondsichel“ im Schloßbergmuseum die traditionelle Museumspredigt. Seit Juni 2009 wird im Schloßbergmuseum die größte Sammlung mittelalterlicher Skulpturen in Sachsen präsentiert. Eine Fülle dieser Skulpturen hat religiöse Bedeutung mit entsprechenden theologischen Aussagen. Die Museumspredigt versucht eine erste Annäherung aus dieser Sicht.
Noch einen Tag darauf (19. November) gibt es im Rahmen von „Bonhoeffers Abendschoppen“ einen Gesprächsabend in der Chemnitzer Dietrich-Bonhoeffer-Kirchgemeinde um 19:30 Uhr ebenfalls zum Thema „Mauer überwinden“.

Auch an vielen anderen Orten wie in Aue, Colmnitz, Grimma, Meißen, Riesa, Waldheim, im erzgebirgischen Nassau und Frauenstein wird die Friedendekade mit z.T. täglichen Andachten und besonderen Veranstaltungen begangen.
Zur Unterstützung dieser, bis zum Buß- und Bettag durchgeführten Initiative von Friedensgruppen und Gemeindekreisen, stand Begleitmaterial als Arbeitshilfe zur Verfügung.
Der Beginn der Maueröffnung vor 20 Jahren am 9. November ist ein entscheidender Impuls zum Dank, aber auch des Gedenkens. So weisen Blicke auch in Länder und Regionen, wo Mauern und Grenzen derzeit noch bestehen. Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V. (ASF) verweist wiederum in ihrer Akzentuierung auf die geschichtlichen Zusammenhänge, die zur deutschen Teilung führten. „Die Teilung Deutschlands“, so die Vorsitzende Ruth Misselwitz, „kam nicht aus heiterem Himmel und war nicht unverschuldet.“ Die Arbeitshilfe erinnert deshalb an die beiden Jahrestage des 1. September 1939 und des 9. November 1989 dieses Kalenderjahres.

Die Friedensdekade ist eine Initiative der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) und der Trägergruppe "Ökumenische Dekade für Frieden in Gerechtigkeit". Alljährlich soll sie die Aufmerksamkeit auf die Themen Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung lenken. Sie wird in vielen Kirchgemeinden mit täglichen Abendandachten von engagierten Christen vorbereitet. Die Idee der Ökumenischen FriedensDekade entstand in den Niederlanden. 1980 wurde sie gleichzeitig in Ost- und Westdeutschland aufgegriffen. Seitdem findet in jedem Jahr in den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag die Ökumenische FriedensDekade statt. Mit ihrem Symbol „Schwerter zu Pflugscharen“ spielte sie eine wichtige Rolle in der Bürger- und Friedensbewegung der DDR.(6.11.09)

Friedensdekade

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