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Aktuelles

Mit Vertrauen und Glauben das Neue Jahr beginnen

Besinnlich-musikalischer Jahresanfang mit Gottesdiensten und Konzerten

3.700 Glocken in über 1.200 Kirchen haben in der sächsischen Landeskirche das neue Jahr 2010 eingeläutet. Ihr Klang vermischte sich mit dem Hoffnungsgetöse auf einen glücklichen Übergang und die Einlösung guter Vorsätze. An manchen Orten begleiteten Mitternachtsandachten in den Kirchen den Jahreswechsel mit der Bitte um ein gesegnetes und friedliches Neues Jahr.
Über dem, was das neue Jahr bringen wird, stehen viele Fragezeichen. Das gilt im kommenden Jahr besonders für die Frage, wie sich Wirtschaft und Arbeitsmarkt in Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise entwickeln werden. Darüber hinaus gilt das jedoch auch für das persönliche Leben und nicht nur in Krisenzeiten.

Altar der Frauenkirche Dresden - Detail
Altar der Dresdner Frauenkirche (Detail)

Obgleich niemand in die Zukunft schauen kann, hatte der festliche Neujahrsgottesdienst in der Dresdner Frauenkirche dazu ermutigen wollen, das neue Jahr mit Vertrauen und Glauben zu beginnen. Margot Käßmann, die hannoversche Landesbischöfin und Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), ging dazu in ihrer Predigt auch in einer Betrachtung des Altars der Frauenkirche ein. In seinem Zentrum ist der betende Christus in der Nacht seiner Gefangennahme zu sehen - ein Bild des Vertrauens inmitten aller Ungewissheit. Für die festliche Musik sorgte der Kammerchor der Frauenkirche und das Reußische Kammerorchester aus Gera unter der Leitung von Frauenkirchenkantor Matthias Grünert sowie ein Blechbläserensemble unter der Leitung von Siegfried Schmutzler.

Landesbischof Jochen Bohl predigte zuvor in der Dresdner Kreuzkirche im dortigen Neujahrsgottesdienst, der vom Kammerchor der Hochschule für Kirchenmusik Dresden musikalisch gestaltet wurde.
Auch andernorts fanden am Neujahrstag vormittags oder abends Gottesdienste und Andachten statt. Auch mit Konzerten begrüßen einige Dresdner Kirchen das neue Jahr. Jazz, Blues und Latin erklingen um 17:00 Uhr in der St.-Markus-Kirche Dresden-Pieschen beim Neujahrskonzert von Marcus Rust (Trompete) und Christian Grosch (Orgel). Unter dem Konzerttitel "ÜBERsetzen - Gesänge auf schwankendem Boden" spielt die Dresdner Band „Das Blaue Einhorn" um 20:00 Uhr in der Heilig-Geist-Kirche Dresden-Blasewitz. Zeitgleich führen Solisten, die Hallenser Madrigalisten und die Virtuosi Saxoniae in der Frauenkirche Georg Friedrich Händels Oratorium „The Messiah" in englischer Sprache auf.

Plakat zur Aktion - Ausschnitt

Bis zum Epiphanias-Sonntag am 6. Januar finden noch zahlreiche Weihnachtskonzerte und Wiederholungen von Krippenspielen sowie Einsätze von Sternsingern an verschiedenen Orten Sachsens statt.
In diesen Tagen sind Kurrendegruppen zum Dreikönigssingen unterwegs. Entweder unterstützen sie die Aktion in ökumenischer Gemeinschaft zur katholischen Sternsingertradition oder sie sammeln im Rahmen der ‚21. Aktion Dreikönigstag 2010‘ am 6. Januar für ein Projekt des Leipziger Missionswerkes in Indien.
Am 6. Januar 2010 geht die Aktion des letzten Advent „Es ist noch Platz in Bethlehem“ offiziell zu Ende. Deshalb wird auch die Aktion Dreikönigstag 2010 das Kinderheim „Bethlehem“ in Indien unterstützen. Es sollen an diesem Tag möglichst viele Kurrenden in den Trägerkirchen des Leipziger Missionswerkes bei ihren Besuchen in der Nachbarschaft rund um das Epiphaniasfest Spenden für das Kinderheim sammeln. Auch Kindergärten, Kirchgemeinden, Junge Gemeinden, Familien, sonstige Gruppen und auch Einzelpersonen sind gebeten, sich für dieses Projekt weiterhin einzusetzen.
Beim Dreikönigstag 2009 konnten 6.222,66 Euro für die Schulbibliothek in Trichy eingenommen werden.

Materialsammlung des Kunstdienstes zur Jahreslosung 2010
Material zur Jahreslosung 2010

Unter dem Titel "Fürchtet euch nicht, ..." findet unter Initiative des Landesjugendpfarramtes am 9. Januar in der Chemnitzer Jugendkirche St. Johannis die Lange Nacht der Krippenspiele statt.
In Kirchen und Gemeindehäusern sind weiterhin Weihnachtsausstellungen zu sehen. Der Kunstdienst der Landeskirche zeigt noch bis zum 10. Januar in der Dresdner Kreuzkirche die Ausstellung unter dem Titel ‚KINDER – AUGEN –BLICKE’. Hier war die >Heilige Familie< in den Museen der Alten und Neuen Meister von sprachbehinderten Kindern im Alter von 7 bis 12 Jahren aus dem Wohnheim des Jugendsozialwerkes Nordhausen e.V. und dem Förderzentrum Sprache Dresden mit dem KunstRaum Dresden im Blick. Die Ausstellung zeigt Arbeiten auf Papier, aus Ton und anderen plastischen Materialien.
Zur diesjährigen Jahreslosung „Jesus Christus spricht: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich“ bietet der Kunstdienst wieder Begleitmaterial mit Bildern, Texten, Karten, Postern u.a. an.

Das Jahr 2010 wird für die sächsische Landeskirche wieder ein ereignisreiches Jahr mit vielen kirchgemeindlichen und überregionalen Aktivitäten werden. Zum Abschluss des Aktionsjahres „Nächstenliebe verlangt Klarheit. Kirche in Sachsen für Demokratie – gegen Rechtsextremismus“ der sächsischen Landeskirche steht am 1. Februar ein Fachtag und ein Gottesdienst in Chemnitz im Blick. Es wird sicherlich kein Endpunkt, sondern Ermutigung sein, nicht im Engagement für Toleranz und demokratischen Bürgersinn nachzulassen, sondern wach zu bleiben. Eine Bewährungsprobe dazu folgt kurz darauf im Gedenken des 13. Februar in Dresden, das sich im Kriegsgedenken zum 55. Male jährt. In Kooperation mit verschiedenen Partnern ist das Gedenkprojekt „Die Weiße Rose“ mit einer Ausstellung und Veranstaltungen zwischen dem 27. Januar und 26. Februar geplant.

Flyer zum Zukunftskongress - Titelseite

Zuvor findet am 15. und 16. Januar in Dresden ein Zukunftskongress zur Konfirmandenarbeit der sächsischen Landeskirche statt. Der Kongress soll ermutigen, neue Impulse für die Konfirmandenarbeit aufzunehmen und Ideen weiter zu entwickeln. Seit mehr als einem Jahr bereiten Multiplikatoren aus allen Kirchenbezirken diesen Kongress vor. Im Zentrum stehen die neuesten Ergebnisse der bundesdeutschen Studie zur Konfirmandenarbeit, an der sich auch 46 sächsischen Kirchgemeinden, über 400 sächsische Konfirmanden, mehr als 200 Konfirmandeneltern und 54 Mitarbeitende beteiligt haben. Es wird ermutigt, dass sich möglichst viele Engagierte aus den Kirchgemeinden daran beteiligen.

Ebenfalls mit Bildungsarbeit wird sich die Frühjahrstagung der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens beschäftigen, die zu Ihren Beratungen vom 23.-26. April zusammenkommen wird.
Überhaupt werden 2010 Fragen der ganzheitlichen Bildung im Vordergrund stehen, da sich im „Melanchtonjahr 2010“ (450. Todestag Philipp Melanchthons am 19. April) die Aufmerksamkeit auf den „Lehrer Deutschlands“ (praeceptor Germaniae) richtet. Das Schulwesen in Sachsen, vornehmlich in der Schulordnung von 1528, verdankt Melanchthon wesentliche Impulse. Auf dem humanistischen Bildungsideal fußend, lag ihm an einer hohen Qualität der Elementarschulbildung und höheren Schulbildung bis hin zur universitären Ausbildung, verbunden mit Vermittlung religiösen Basiswissens. In diesem Themenjahr soll schwerpunktmäßig die Problematik von Bildungsteilhabe und Bildungsgerechtigkeit thematisiert werden, ebenso die Zusammengehörigkeit von Glaube und Bildung.

Neben den jährlichen Aktionen wie „Hoffnung für Osteuropa“ in der Passionszeit und der diesjährigen Eröffnung im ostsächsischen Herrnhut am 21. Februar, der „Woche für das Leben“ Mitte April und dem „Begegnungstag für Aussiedler“ am 11. September in Zwickau, wird spätestens nach dem 2. Ökumenischen Kirchentag in München (12.-16. Mai) der im nächsten Jahr stattfindende 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden 2011 stärker und unmittelbar in den Blick kommen. Allerdings dürften in der zweiten Jahreshälfte alle Planungen und Vorüberlegungen zu Programm, Mitwirkung und der Bettenkampagne bereits umzusetzen und abzuschließen sein, so dass alle Kräfte zu bündeln sein werden. Bereits Bekanntgabe der Kirchentags-Losung im Frühjahr wird noch einmal einen besonderen Schub zur Mobilisierung auslösen.

EVA 2010 heißt es wieder an der Dresdner Frauenkirche. Das deutschlandweite Treffen wird vom 21. bis 24. Mai stattfinden, zwischenzeitlich etwas kleiner und konzentrierter, denn es soll Workshopcharakter haben.
Für Sachsen soll der 2. Gemeindepädagogische Werkstatttag ebenfalls neue Impulse geben. Er findet im Aus- und Weiterbildungszentrum der sächsischen Landeskirche am 5. Juni in Moritzburg statt.
Im Vorfeld der 11. Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes vom 20. bis 27. Juli in Stuttgart findet in Dresden eine Woche zuvor (11.-17. Juli) die Jugendversammlung zum Gesamttreffen statt.
Kirche öffnet und äußert sich weltweit, aber auch in den heimischen Regionen traditionell zum Tag des offenen Denkmals oder den Nächten der offenen Kirchen. In diesem Jahr werden am 28. August im Kirchenbezirk Leipziger Land in der „Nacht der offenen Dorfkirchen“ wieder zahlreiche Aktivitäten angeboten.


Weitere Informationen:




 

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