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Aktuelles

Zukunftskongress zur Konfirmandenarbeit in Dresden

Qualität prüfen und entwickeln – Chancen wahrnehmen und nutzen – Modelle konzipieren und realisieren – Impulse setzen und aufnehmen

Bild: Aussprache im Plenum zu den Vorträgen

Landesjugendpfarrer Tobias Bilz bezeichnete den Zukunftskongress als wichtigen Höhepunkt einer „Kampagne für die Konfirmandenarbeit“, der seit über anderthalb Jahren vorbereitet wurde. Gekommen sind jetzt zu Jahresbeginn am 15. und 16. Januar in die Dresdner Dreikönigskirche / Haus der Kirche über 200 Interessierte und Engagierte Mitarbeiter aus der sächsischen Konfirmandenarbeit.
Es sei das erste Treffen dieser Art und zu diesem Thema, sagte Bilz, und unterstrich die Bedeutung, dass hier Pfarrerinnen und Pfarrer, Gemeindepädagogen sowie Kirchenmusiker gemeinsam zu Vorträgen, Arbeits- und Gesprächsgruppen zusammengekommen seien.

Bild: Teilnehmer im Festsaal im Haus der Kirche

Perspektivisch sei für die Konfirmandenarbeit diese für Sachsen typische „Trias“ weiterhin genauso wichtig wie die zunehmende Einbindung von qualifizierter ehrenamtlicher Mitarbeit. Zu Beginn der Kampagne sei die Zusammenarbeit in drei Arbeitsgruppen, die sich mit Modellen beispielhafter Konfirmandenarbeit, mit Grundsatzfragen sowie Zielen der Konfirmandenarbeit auseinandergesetzt hatten, gegeben gewesen. 30 Multiplikatoren aus allen Kirchenbezirken bereiteten den Kongress vor.

Bilz verwies auf die druckfrische Arbeitsmappe als Ergebnis der Kampagne für Konfirmandenarbeit, die u.a. 14 unterschiedliche Modelle lokaler und regionaler Konfirmandenarbeit anschaulicht darstellt. Bei den Grundsatzfragen stand die sächsische Konfirmationsordnung auf dem Prüfstand, die nach Einschätzung der Bildungsreferentin im Landeskirchenamt, Gabriele Mendt, in ihrer Ausführlichkeit so weiten Spielraum lässt, dass viele Erprobungsmodelle möglich seien. Trotz der erst vor zehn Jahren neugefassten Ordnung seien neue Impulse beim Einsatz von Mitarbeitern, der Konfirmandenzeit, der Abendmahlspraxis sowie in der Betrachtung der demografischen Veränderungen erarbeitet worden.

Bild: Jugend, um die es ging und die aktiv mitmachen will

Letztlich gehe es darum, Erfahrungen aus der Öffnung der Konfirmandenarbeit für Außenstehende zu praktizieren, so Mendt. Das heiße, neue Formen zur Beteiligung und Themensetzung zu entwickeln, was zuweilen ein „anstrengender Prozess“ sein könne. Auch der Landesjugendpfarrer betonte ein spezifisches Eingehen auf Dialoggruppen mit neuen Beteiligungsformen. Die Konfirmandenarbeit zu DDR-Zeiten bezeichnete er als binnenkirchliches Rückzugsgeschehen in Abgrenzung zur propagierten Jugendweihe. Jetzt müsse sich eine andere Handlungshaltung durchsetzen, die Öffnungen zulasse.

Der Gemeindepädagoge und Studienleiter Wolfgang Lange vom Theologisch-Pädagogischen Institut in Moritzburg stellte die im Vorfeld erarbeiteten Ziele der Konfirmandenarbeit vor. Bei den sieben Punkten, die sich nicht grundsätzlich von bisherigen Vorstellungen zu unterscheiden scheinen, bedarf es aber in der heutigen Situation fundierter pädagogischer Standards.

Bild: Neue Arbeitsmappe mit Modellen und Impulsen

Neben der Beteiligung der Teilnehmenden bedarf es gemeinschaftsfähiger Gruppen, das Ernstnehmen der Persönlichkeit bis hin zur Verantwortung der Konfirmandenarbeit durch ein haupt- und ehrenamtliches Team der Gemeinde.
Der Jugendpfarrer, die Bildungsreferentin und der Moritzburger Studienleiter hatten Anfangs die Impulse für die Kampagne gesetzt, als die Konfirmandengruppen aufgrund der demografischen Entwicklung, vor allem im ländlichen Raum, immer kleiner wurden und Notwendigkeit von angepassten und guten Modellen dringlicher wurde. Gleichzeitung wurde eine bundesweite Studie zur Konfirmandenarbeit gestartet, die in Sachsen auf ein hohes Interesse stieß. Aus 46 sächsischen Kirchgemeinden haben sich über 400 Konfirmanden, mehr als 200 Konfirmandeneltern und 54 Mitarbeitende an der Studie beteiligt, die jetzt vorliegt.

Einen allgemeinen Überblick gab dazu am Freitag der Tübinger Pfarrer und Psychologe Wolfgang Ilg, der am nächsten Tag noch eine Sonderauswertung der Konfirmandenstudie aus sächsischen Gemeinden vornahm. Das erste Referat hielt der Tübinger Professor Friedrich Schweitzer am Freitag zur theologischen Grundlegung der Konfirmandenarbeit. Er plädierte u.a. für eine stärkere Öffnung und Werbung für die Konfirmandenarbeit.
Hervorgehoben wurde in der Vorstellung der Studie durch Wolfgang Ilg die Bedeutung gemeinsamer Freizeiten (Konficamps) und die Beteiligung von ehrenamtlicher Mitarbeit in den Gemeinden.(15.01.2010)

Bild: Workshops zwischen den Vorträgen

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