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Aktuelles

„Laufen fürs Läuten“ erbrachte am Sonntag 600 Euro

Mitarbeiter der Geschäftsstelle Kirchentag Dresden gingen mit an den Start

Bild: Läufer am Rathaus vor dem Start am Dr.-Külz-Ring
Freudige Spannung vor dem Start

Seit März 2009 läuten die Glocken der Dresdner Kreuzkirche nicht mehr. Die Evangelisch-Lutherische Kreuzkirchgemeinde und der Förderverein der Dresdner Kreuzkirche sind bestrebt und zuversichtlich, dass 2011, pünktlich zum 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden, das Geläut wieder erklingt. Dank der Zusammenarbeit mit dem Citylauf-Verein Dresden e.V. fand beim diesjährigen „20. Internationalen City-Lauf Dresden“ am heutigen Sonntag, den 21. März ein „Laufen fürs Läuten“ statt.

122 Läufer machten sich pünktlich um 12.05 Uhr auf die 3,3 Kilometer lange Rundstrecke durch das historische Dresden. Für die Sanierung des Geläutes kamen rund 600 Euro an Spenden zusammen.

Bild: Pfarrer Zirkler vor dem Start
Pfarrer Zirkler mit Gästen aus Hannover mit dabei

Landesbischof Jochen Bohl, der die Schirmherrschaft für den „Jedermannslauf“ übernommen hatte, freut sich, dass sich so viele Sportler an dem Aufruf zur gemeinsamen Aktion für das Geläut der Kreuzkirche beteiligt haben. Er hoffe ebenfalls, dass die Glocken zu Beginn des Kirchentages in Dresden 2011 wieder erklingen. Eine Gruppe von Mitarbeitern der Dresdner Geschäftsstelle des Kirchentages ging mit einem T-Shirt an den Start, auf dem die zuvor in Kassel beschlossene Losung für den 33. DEKT zu lesen war.

Der Landesbischof sagte zur gerade verkündeten Losung „… da wird auch dein Herz sein“ aus dem Matthäusevangelium, dass dieser Text der Bergpredigt beim Kirchentag eine große Rolle spielen werde. So gehe es um die Schätze im Himmel und Reichtum auf der Erde. „Letztlich werden Gerechtigkeitsfragen angesprochen“, so Bohl. Für Superintendent Dr. Peter Meis (Kirchenbezirk Dresden Mitte) passt die Losung auf Dresden, genauso wie zum Mythos der Stadt. Die Losung beinhalte Fragen nach dem eigenen Handeln bis hin zum politischen Engagement. Beide sprachen erneut die herzliche Einladung aus, vom 1. bis 5. Juni 2011 in die sächsische Landeshauptstadt zu kommen. „Kommen Sie nach Dresden, nehmen Sie Dresden ins Herz“, so der Landesbischof.

Losung für Kirchentag Dresden 2011: „… da wird auch dein Herz sein“

Präsidium des Kirchentags verkündete am 21. März Losung für Dresden

Bild: Landesbischof Bohl begrüßt Läufer und Mitabeiter des Kirchentags am Rathaus
Nach dem Lauf: Landesbischof Jochen Bohl (hinten 2.v.l.), Volker Knöll, Geschäftsführer des DEKT (hinten 3.v.l.), Superintendent Dr. Peter Meis (hinter, 4.v.l.), Kreuzkirchenpfarrer Joachim Zirkler (hinten 2.v.r.) und Mitarbeiter der DEKT Geschäftsstelle

Der 33. Deutsche Evangelische Kirchentag vom 1. bis 5. Juni 2011 in Dresden steht unter der Losung „… da wird auch dein Herz sein“. Das hat am Wochenende das Kirchentagspräsidium in Kassel beschlossen. Die Losung stammt aus der Bergpredigt Jesu im Neuen Testament (Matthäusevangelium Kapitel 6, Vers 21). Das biblische Wort wird die Programmvorbereitungen für den zweiten Deutschen Evangelischen Kirchentag in Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung leiten. Zu ihm werden im nächsten Jahr an der Elbe 100.000 Menschen erwartet.

Der Kirchentag 2011 möchte mit dieser Losung „die Herzen der Menschen in Dresden … und weit darüber hinaus erreichen“, hebt Kirchentagspräsidentin Katrin Göring-Eckardt hervor. „Wir wollen uns einmischen. Wo unser Herz sein wird, da wird die Zukunft entschieden“, begründet die Bundestagsvizepräsidentin und Synodenpräses der Evangelischen Kirche in Deutschland die Wahl des Wortes aus der Bergpredigt und präzisiert: „Mit dem Kompass des Herzens wollen wir Demokratie gestalten, feste Schritte für ökologische und soziale Gerechtigkeit gehen, glaubwürdig sein im Handeln – als fröhliche Christenmenschen.“

Bild: Das Team von der Geschäftsstelle Kirchentag in Dresden mit Logo-T-shirts

Für Ellen Ueberschär, die Generalsekretärin des Kirchentages, ist die Losung „ein offener Satz, der zum bohrenden Stachel wird: Binden wir uns an das Geld oder an Gott?“ Gerade in Zeiten tiefgreifender Krisen tue die Rückbesinnung auf die Bergpredigt gut, „der großen Rede Jesu, die seit zwei Jahrtausenden provoziert, die die Welt verändert hat, weil sie Menschen verändert hat“.

Der Bezug auf die aktuelle Situation ist auch dem Landesbischof der gastgebenden Evangelisch-Lutherischen Kirche Sachsens, Jochen Bohl, wichtig: „In den vergangenen beiden Jahren der Finanzkrise haben wir gesehen, wie die Auswirkungen des Verhaltens Einzelner die Gesellschaft und den Staat bestimmen.“ Bohl erhofft sich unter der gewählten Losung einen Kirchentag in Dresden, „der sowohl die einzelne Person als auch die Politik vor die Frage stellt, was sich lohnt – und was zählt im Leben“.

Zusammen mit der Losung hat das Kirchentagspräsidium zum Kirchentag 2011 biblische Texte für Gottesdienste und Bibelarbeiten festgelegt, darunter neben drei Texten aus dem Alten Testament insgesamt vier Abschnitte aus der Bergpredigt. Ferner hat es Bedingungen zur Mitwirkung am Programm verabschiedet. Eingeladen zur aktiven Mitgestaltung des Kirchentages und zur Teilnahme an ihm wird diesmal jedoch erst mit dem Schlussgottesdienst des 2. Ökumenischen Kirchentages, der vom 12. bis 16. Mai in München stattfindet.(DEKT Fulda_21.3.2010)

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