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Aktuelles

Landessynode beendete Tagung am 26. April in Dresden

„Bildung aus gutem Grund – Orte evangelischer Bildungsverantwortung“

Bild: Plenum

DRESDEN – In der Dresdner Dreikönigskirche ist am 26. April die diesjährige Frühjahrstagung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens zu Ende gegangen. Die 80 Synodalen kamen vom 23. bis 26. April im Haus der Kirche zusammen und diskutierten u.a. das Thema Bildung in Arbeitsgruppen und Workshops. Als Ergebnisse aus dieser Arbeit erwuchs die Forderung nach einer Bildungskonzeption für die Landeskirche. Es geht neben einer Bestandsaufnahme darum, an welchen Orten und unter welchen Prioritäten Bildung im Bereich der Landeskirche befördert und entwickelt werden soll. Weiterhin wurden Erwartungen formuliert, auf Kirchgemeindeebene stärker die lokale Bildungslandschaft in den Blick zu nehmen und sich als Bildungsort außerhalb der Schule zu profilieren.

Bild: Blick auf die Synodaltagung von oben

Ebenfalls wurden die Arbeit und die Bedeutung evangelischer Schulen, des Religionsunterrichts sowie der Kirchenmusik für das Bildungshandeln in der Kirche hervorgehoben. So wurde seitens der Synode ausdrücklich den Gemeindepädagogen, den Lehrern und Erziehern für die engagierte Arbeit in kirchlichen und staatlichen Bildungseinrichtungen gedankt und Kirchgemeinden und Kirchenbezirke gebeten, die Pädagogen weiter zu begleiten und zu unterstützen.
Weiterhin soll seitens des Landeskirchenamts geprüft werden, inwieweit den evangelischen Schulen mehr Unterstützung gewährt werden kann.
Für neben- und ehrenamtlichen Kirchenmusikern soll eine Konzeption für die Aus-, Fort- und Weiterbildung erarbeitet werden. Ebenfalls wurden Maßnahmen angeregt, Bildungsmaßnahmen für Erzieher in evangelischen Kindertagesstätten zu verstärken.
Das Landeskirchenamt wurde in einem beschlossenen Antrag gebeten, sich beim Sächsischen Staatsministerium für Kultus und Sport dafür einzusetzen, dass mehr Referendare beim Freistaat Sachsen angestellt werden.

Bild: Kinder- und Jugendchor auf dem Thementag
Kirchenmusik als Bildungshandeln

Die Synode verabschiedete ein Gesetz zum Stiftungsrecht und gab zuletzt auf Anregung des Diakonieausschusses die Erklärung ab, in der von der Staatsregierung wirksame und mutige Maßnahmen erwartet werden, die negativen Auswirkungen des Sparkurses im Bildungs- und Sozialbereich zu mildern und mit den dortigen Akteuren in eine konstruktiven Dialog zu treten.
Ebenfalls als öffentliche Bekundung der Landessynode wurde die Erhöhung der deutschen Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit zumindest in der Höhe ihrer Verpflichtungen von 0,51 Prozent gefordert. Die Anregung soll über den Bevollmächtigten des Rates der EKD an die Bundesregierung herangetragen werden.

Das Landeskirchenamt wurde gebeten, auf der Grundlage des vorliegenden Arbeitsergebnisses des Theologischen Ausschusses vom 22. März ein Kirchengesetz zur Visitation zu erarbeiten, das der Synode zur Frühjahrstagung 2011 vorgelegt werden soll.

Bild: Eine Arbeitsgruppe der Synode

Des Weiteren stand am Sonntag der Bericht des Diakonischen Amtes auf dem Programm, wo der Direktor des Diakonischen Amtes, Christian Schönfeld, den Jahresbericht 2009 unter dem Titel „Menschlichkeit braucht Unterstützung“ erläuterte und verschiedene Diskrepanzen zwischen den gesellschaftspolitischen Gegebenheiten und den daraus resultierenden Herausforderungen für Diakonie und Kirche.

Als Initiative des Finanzausschusses der Synode wird den Planern und Anbietern von Rüstzeiten das Signal gegeben, dass die Zuschüsse für 2011 zum Tagessatz von 2,50 auf 3,30 Euro bei Rüstzeiten mit Kindern, Jugendlichen und Konfirmanden sowie bei Familienrüstzeiten von 3 auf 5 Euro erhöht werden. Die Erhöhung wird in der Haushaltplanung zu berücksichtigen sein.
Hintergrund für die Erhöhung sind neuerliche Erhebungen über Anzahl und Teilnahme bei den Rüstzeiten. Entgegen der demografischen Entwicklung erhöhte sich beispielsweise die Teilnehmerzahl bei Jugend-Rüstzeiten von 21.618 (2006) auf 25.043 im letzten Jahr. Die Teilnehmerzahl an Familienrüstzeiten erhöhte sich in der gleichen Zeit von 6.932 auf 8.609. Begründet wurde die Erhöhung durch die Erfahrungen, dass Freizeiten das Gemeinschaftserlebnis erhöhen und zunehmend auch Menschen ohne christlichen und kirchlichen Hintergrund angesprochen würden.

Kirchentag stellt sich auf der Synode vor (Video-Tagebuch)

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