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Aktuelles

Rogate-Frauentreffen zum Thema „Frauen- arbeiten“

Die Bibel würdigt die Arbeit der Frau als weisheitliches Tun

Bild: Frauentreffen auf der grünen Wiese im Pfarrgarten (Foto: Rainer Oettel)

An 40 Orten in der sächsischen Landeskirche treffen sich am Wochenende 8./9. Mai wieder über 4.000 Frauen der Kirchgemeinden zum Gottesdienst und zur Begegnung. Das traditionelle Rogate-Treffen der Frauen steht in diesem Jahr unter dem Thema: „Frauen-arbeiten“. „Frauen haben viel zu tun, sie pflegen und erziehen, manche gehen arbeiten oder noch arbeiten oder nicht mehr arbeiten – aber alle arbeiten. Und es gibt Frauen, die keine bezahlte Arbeit haben und sehr darunter leiden“, stellt die Landesleiterin der Kirchlichen Frauenarbeit, Bettina Dörfel, fest.

Bild: Rogate-Plakat 2010

Da viele der Frauen, die zu den Rogate-Gottesdiensten kommen nicht mehr berufstätig sind, sollen sie, aber auch Mütter in der Erziehungszeit, besonders in den Blick genommen werden. Bei den Frauen die berufstätig sind, beobachtet die Landesleiterin weiterhin eine Doppelbelastung. „Der große Arbeitsanteil in Familie und Beruf stehe häufig nicht im Verhältnis zur materiellen Entlohnung“, sagt sie und begründet dies auch mit der Tatsache, dass in der Bundesrepublik Frauen 23 Prozent weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Bei jüngeren Menschen, besonders im studentischen Milieu, sei mittlerweile eine höhere Bereitschaft, sich in Haushalt und Erziehungsarbeit zu teilen.

Die Rogate-Frauentreffen sollen Stärkung sein und eine Vergewisserung der biblischen Botschaft in die jeweilige persönliche und historische Situation von Frauen. Zudem will der Gottesdienst die vielen Facetten eines Frauenlebens aufgreifen und die Vielfalt von Lebensentwürfen als Reichtum erkennen. „Wir Frauen zeigen, dass die Bibel die Arbeit der Frau als weisheitliches Tun würdigt“, so Dörfel.

Bild: Gespräch im Rogate-Gottesdienst (Foto: Rainer Oettel)

Im Mittelpunkt stehe in diesem Jahr ein Text aus dem Buch der Sprüche: „Das Lob der starken Frau.“ Die Kollekte wird wie im letzten Jahr für ein Alphabetisierungsprojekt für Frauen im Hochland von Papua Neuguinea gesammelt, so dass die begonnene Arbeit fortgesetzt werden kann.

Im Vorfeld des Rogate-Wochenendes engagierten sich haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen in der Erstellung von Materialien, bereiteten Gottesdienste sowie Gruppenarbeiten mit theologischen und frauenspezifischen Fragestellungen vor. Im Anschluss an die Treffen, die meist an diesem Sonntag um 14:00 Uhr stattfinden, gibt es auch ein gemeinsames Kaffeetrinken.
Die Rogate-Treffen wurden 1947 eingeführt, weil viele Frauen damals – durch den Krieg verwitwet – mit ihrer familiären Situation alleine fertig werden mussten. Nach einer Zeit, in der die Treffen stärker von Vorträgen geprägt waren, änderte sich die Gestaltung in den 80er Jahren, bei der eine Moderatorin mit Frauen vor Ort das Treffen plant und durchführt.(4.5.2010)

Kirchliche Frauenarbeit – MATERIAL und ORTE

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