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Alle Generationen besuchten die 6. „Nacht der Kirchen“

Alle Generationen besuchten die 6. „Nacht der Kirchen“ in Dresden

Bild: Gospelchor und Band "Groove B"

Bild: Veranstaltung für Kinder in der Dreikönigkirche

Nach einer Pause im vergangenen Jahr hat die 6. „Nacht der Kirchen“ am 5. Juni wieder tausende Menschen jeden Alters an und in die Dresdner Gotteshäuser gelockt. Am frühen Abend waren vor allem Kinder und ihre Eltern in den Kirchen. Mit Jonglage, Einradfahren und Clownerie unterhielten die „Haifischflossen“ um rund 300 kleine und große Gäste in der Ev.-Luth. Dreikönigskirche. Die zahlreichen Fahrräder vor der Kirche zeigten, dass viele Besucher geplant hatten mehrere Kirchen in dieser Nacht zu besuchen.

Viele katholische Kirchen begannen den Abend um 18:00 Uhr mit einem Gottesdienst, so zum Beispiel in St. Josef Kirche Dresden-Pieschen. Die Band „Groove B“ aus Crimmitschau gestaltete die Heilige Messe musikalisch. Später gab die Band mit dem Jugendchor ein Gospelkonzert. Ein kleines Imbissangebot mit „Fettbemmen“ und Getränken lud die Besucher zum Verweilen ein.

Bild: Martin-Luther-Kirche
Martin-Luther-Kirche

Unter der Überschrift „Mit ganzem Herzen“ fand um 18:00 Uhr in der Ev.-Luth. Martin-Luther-Kirche ein Gottesdienst statt, der auf den Kirchentag im nächsten Jahr einstimmte. Rund 150 Besucher waren hier zusammen gekommen. Dr. Reinhard Höppner, Ministerpräsident a.D. und Mitglied im Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentags war aus Magdeburg angereist, um über den Evangelischen Kirchentag zu informieren. Außerdem berichtete er von seinen Eindrücken vom diesjährigen Ökumenischen Kirchentag in München. Viele Menschen würden sich bereits jetzt auf den kommenden Kirchentag freuen. Reinhard Höppner sagte: „Ich wünsche mir, dass der Kirchentag in Dresden ein Fest des Glaubens wird, das noch lange nachwirkt.“ Vor der Martin-Luther-Kirche beantworteten Mitarbeiter des Kirchentags Fragen rund um Veranstaltungsorte und Übernachtungsmöglichkeiten, bevor sie sich mit ihrem rollenden Infostand zu drei weiteren Kirchen aufmachten.

Bild: Patmos-Band in der St. Pauli-Kirchruine

In der  St. Pauli-Kirchruine (Königsbrücker Platz) in der Dresdner Neustadt saßen die Besucher unter freiem Himmel, wo die Schwalben ihre Runden zogen. Hier war es an dem lauen Sommerabend besonders reizvoll, den Rhythmen des Paulus-Oratoriums von Siegfried Fietz zu folgen. Gleich zweimal kam das moderne Oratorium durch die Kantorei, dem Bläserkreis der St.-Pauli-Kirchgemeinde sowie der Patmos-Band unter Leitung von Kantor Reinhard Schillack zur Aufführung. Danach bestand das Angebot, innerhalb der Mauern bei Getränken in geselliger Runde zu verweilen.

Bild: Konfirmanden bereiten sich auch die "Nacht in der Kirche" vor

Am nördlichen Rand der Stadtkirchen bot die Ev.-Luth. Weinbergskirche Trachenberge bis Mitternacht zur vollen Stunde ein 15-minütiges Stundengebet an, die von Konfirmanden mitgestaltet wurden. Das Besondere dieser Nacht war, dass 20 Konfirmanden der 7. Klasse aus der Laurentiuskirchgemeinde in der Kirche übernachteten. „Wenn die ‚Nacht der Kirchen’ stattfindet, wird die ‚KonfiKirchenNacht’ auf diesen Termin gelegt“, sagte Pfarrer Michael Schlage.

Ein abwechselungsreiches Programm wurde in der Ev.-Luth. Kirche Bad Weißer Hirsch angeboten. Unter der Überschrift „Lebendige Bretagne“ führten Antony Heulin (Gesang und Gitarre) und Rainer Promnitz (Cello) bretonische und französische Lieder auf. Rund 200 Besucher füllten die Kirche. Auch die kreativen Kinderangebote im Pfarrgarten wurden gern angenommen. Die Ev.-Luth. Kirche St. Michael in Dresden-Bühlau nutzen etliche Besucher, die von außerhalb nach Dresden kamen, als Start- oder Endpunkt ihrer Route. Bei Suppe, Brot und Getränken entstanden nette Gespräche auf dem Kirchplatz.

Bild: Gruppe "Huderich" spielt Gundermann
Markuskirche in Pieschen

Aufgrund des Pieschener Hafenfestes hatte die Ev.-Luth. St. Markus-Kirche bereits nachmittags geöffnet und bot ein abwechslungsreiches musikalisches Programm. Nach dem Abendläuten spielte die Gruppe „Huderich“ Gundermann. Darauf folgten thematische Konzerte mit Gedanken zu den Altarfenstern der Kirche in Dresden-Pieschen, weiterhin Orgelmusik und Trompete, meditative Musik zwischen Folk und Jazz sowie am späten Abend „Jazz und Bluesimprovisationen“ und eine Taizé-Andacht vor Mitternacht. Die Markus-Kirche war die letzte der insgesamt vier Stationen des rollenden Infostandes des 33. Deutschen Evangelischen Kirchentages. Zuvor hatte das Team an der Ev.-Luth. Kirche Dresden-Prohlis und an der Ev.-Luth. Himmelfahrtskirche Dresden-Leuben Halt gemacht. In rund 75 Gesprächen beantworteten die Mitarbeiter auch die Fragen nach dem Quartierbereich.

Bild: Zuhörer während eines Konzerts

Auf altstädtischer Seite standen neben Kirchenführungen zahlreiche Konzerte auf dem Programm. So gab es in Dresden-Gruna nach einem Kindermusical ein Nachtkonzert (22:00 Uhr) ein hochkarätiges Chor-Konzert mit der „Neuen Himmlischen Cantorey“ und danach noch ein Film-Nacht-Angebot. In der Christuskirche in Strehlen lud nach einer Kirchenführung der Chor „Friedrich Wolf“ Dresden e.V. unter Leitung von Rolf Mickan zum Konzert.

Die katholische Kathedrale besuchten in dieser Nacht rund 4.000 Besucher. Orgelspiel, gute Gespräche und die angebotenen Kurzvorträge zur Kirche und den Grüften wurden gern angenommen. 37 Gruftführungen mit insgesamt 800 Besuchern vermerkten die Verantwortlichen. Der kostenlose Kuppelaufstieg an der Frauenkirche wurde in der Zeit von 18:00 bis 22:00 Uhr von ca. 1.400 Besuchern genutzt. Rund 6.000 Besucher ließen sich untermalt von Orgelmusik die floralen Muster der Kirche erklären.

Bild: Vorbereitung des Taizé-Singens vor dem Kreuz in der Kirche Leubnitz-Neuostra

In der Dresdner Kreuzkirche begann der Abend mit einer sehr gut besuchten Vesper des Dresdner Kreuzchores. Die Kirchen- und Glockenführungen waren ebenso beliebt, wie die gespielten und erläuterten Glockentöne von Kreuzorganist Holger Gehring und Pfarrer Joachim Zirkler. Ein Höhepunkt des Abends war die Videokunst des Münchner Künstlers Christoph Brech um 22.30 Uhr. Den Abschluss bildete Bläsermusik vom Turm um 24:00 Uhr.

Da die alte Kirche in Leubnitz-Neuostra von einem Friedhof umgeben ist, bot die Gemeinde im Dresdner Südwesten zwei Friedhofsführungen an. Die Kirche selbst wurde von allen Seiten inspiziert. So gab es ein Programm für Kinder mit Kirchen- und Orgelführung, danach eine Gute-Nacht-Geschichte auf dem Kirchenboden. Nach einem Vortrag zur Kirchen-Geschichte erklangen Orgel und Flöten und am späten Abend sangen 30 Besucher Taizé-Lieder in spiritueller Runde. Bei der Evangelischen Jugend, die den Imbiss-Stand übernahm, wurden an diesem Tag 120 Snacks verkauft.

Die kostenfreien Turmbesteigungen u.a. an der Lukaskirche, der Kirche Bannewitz oder der Katholischen Kirche St. Josef erwiesen sich wieder als Publikumsmagnet. Ebenso waren Führungen jedweder Art gut besucht. Viele Kantorinnen und Kantoren erklärten den Besucherinnen und Besuchern ihre Orgel.

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