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Aktuelles

Auf dem Weg zur LWB-Vollversammlung nach Stuttgart

Teilnehmer verabschiedeten vierseitige Botschaft an die Vollversammlung

Bild: Abschiedsfoto vom Oberdeck des Gastfahrschiffes

Die Evangelische Jugend in Sachsen war in den Tagen der Jugendvorkonferenz des Lutherischen Weltbundes in Dresden (11.-16. Juli) für das Rahmenprogramm zuständig. Nach Stadtbesichtigungen, Besuchen in kirchlichen und diakonischen Einrichtungen wurde für die 120 jungen Gäste aus aller Welt am Freitagabend der Elbedampfer „August der Starke“ gechartert und dort zu einer Abschiedsrunde eingeladen.

Bild: Willkommen auf dem Schiff

Am Vortag ihrer Abreise sollte noch einmal genügend Zeit sein, im lockeren Rahmen untereinander und mit den Sachsen gemeinsam Bilanz zu ziehen.

Immerhin wurde noch am 16. Juli in Dresden eine vierseitige Botschaft an die Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB), die am 20. Juli in Stuttgart beginnen wird, verabschiedet. Dabei haben sich die jungen Erwachsenen von allen fünf Kontinenten auf die drei Schwerpunktthemen Nachhaltigkeit, Geschlechtergerechtigkeit und die Rolle der Jugend im LWB geeinigt. In der  Botschaft analysieren sie diese Themen aus der Sicht der lutherischen Jugend und stellen Forderungen an die Vollversammlung und die Mitgliedskirchen.

Neben vielen Gesprächen auf dem Schiff, die sich um die Erarbeitung und Verabschiedung der Botschaft drehten, kamen auch ganz persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen in der sächsischen Landeshauptstadt zur Sprache.

Bild: Dankesrunde an alle Beteiligten mit kleinen Präsenten
Ökumene-Referent Friedemann Oehme (weißes Hemd) und rechts neben ihm Jugenreferent und Leiter Roger Schmidt aus Genf

Persönliche Kontakte entstanden und vertieften sich zwischen Menschen unterschiedlicher Kontinente und Kulturen. Der christliche Glaube und die Gemeinschaft der lutherischen Kirchen ermöglichte das Zusammenwachsen zu einem großen Team mit gemeinsamen Zielen. Das Band der Freundschaft reicht nun enger um die Welt und es wird sicherlich die anstehende Vollversammlung in Stuttgart positiv beeinflussen.

Grußworte auf dem Schiff, das wegen Niedrigwasser nicht vom Terrassenufer ablegen konnte, überbrachte der Dresdner Kulturbürgermeister Dr. Ralf Runau seitens der Stadt und der Oberbürgermeisterin Helma Orosz.

Bild: Große Dankesreihe

Seit August des Starken wüsste Dresden zu feiern, sagte der Bürgermeister und wünschte an diesem Abend auch der Feier der Jugend aus so vielen Ländern und Kulturen einen schönen Verlauf. Der sächsische Bundestagsabgeordnete Dr. Thomas Feist zeigte sich besonders erfreut, dass sich die internationalen Gästen nicht nur dem Shopping hingeben, sondern sehr politisch seien und versuchten, die Geschicke dieser Welt in christlicher Verantwortung zum Besseren zu wenden.

Bild: Zahlreiche bunte Briefe sind jeweils für eine Person bestimmt
Outlook Express als stille Post

Natürlich wurde an diesem heißen Sommerabend an der Elbe so vielen Engagierten für das Gelingen des Jugendkongresses gedankt. Dem international besetzen Vorbereitungskreis, dem auch die sächsische Delegierte Stephanie Opitz angehörte, galt der Dank genau so wie der Evangelischen Jugend in Sachsen und der gastgebenden Kirche. Sie organisierten und begleiteten das Rahmenprogramm. Briefumschläge mit den Teilnehmernamen wurden aufgehängt und damit die Gelegenheit gegeben, persönliche Mitteilungen einzustecken. Nach dem gemeinsamen Abendessen kam es an den Tischen auf dem Oberdeck zu vielfältigen Gesprächen und danach wurde zum Tanz eingeladen.

Bild: Aynalem Addo aus Äthiopien
Aynalem Addo aus Äthiopien

Schließlich wurde in den vergangenen Tagen ernsthaft und sehr verantwortlich gearbeitet, das sich auch in den persönlichen Eindrücken auf die bisherige gemeinsame Zeit auf dem Weg zur Stuttgarter Vollversammlung niederschlug.
Aynalem Addo aus Äthiopien beeindruckte die Leitung der Veranstaltung und im Ergebnis die Parteinahme für so viele in Armut lebende  Menschen. Insbesondere die Geschlechtergerechtigkeit nannte sie als besondere Herausforderung für ihr Heimatland. Sie mag Dresden, weil es hier so angenehm warm ist.

Bild: Joanna Koziel aus Polen

An einem anderen Tisch fanden sich Vertreter aus Polen, der Slowakei und Tschechien zusammen, zu denen sich eine andere Äthiopierin setzte.
Joanna Koziel aus Polen (Bild links) gefiel die Präsentationsgruppe am Mittwoch, wo sie vieles gelernt habe. Dresden gefiele ihr so schön, dass Sie aus der Nähe von Breslau, zu einem Besuch bald wiederkommen wolle.

Bild: Lubomir Bódis aus der Slowakei

Auch Lubomir Bódis (Bild rechts) aus dem slowakischen Bratislava beeindruckte die schöne Stadt mit den alten Gebäuden. Er hob den offenen Blick von der Augustbrücke aus besonders hervor. Der slowakische Delegierte hätte viele neue Leute auf dem Vortreffen kennen gelernt. Für  Bódis sei es überraschend und gut zu erleben, wie integrativ die Kirche sei.

Bild: Zelda Cristina Cossa (Bild)
Zelda Cristina Cossa Mozambique

Zelda Cristina Cossa (Bild links) aus dem südostafrikanischen Mozambique findet die Teilnehmer und alle Menschen, denen sie begegnete, sehr freundlich. Dresden sei sympathisch und hätte eine schöne Ausstrahlung. Sie beeindruckte das viele Grün durch die zahlreichen Bäume in der Stadt.

Die Südamerikafraktion aus Argentinien, Brasilien und Chile kam kurz an einem Tisch zusammen, bevor sie sich wieder temperamentvoll in Bewegung setzten. Für den Argentinier Pedro Munaretto war es wichtig, so viele Meinungen vor dem Hintergrund so vieler Unterschiede zu hören.

Bild: Drei Gäste aus Südamerika
(v.l.n.r.) Raquel Helene Kleber; Pedro Munaretto; Cristina Patricia Anasco Hinostroza

Das Treffen sei perfekt organisiert worden, sagte er anerkennend.
Cristina Patricia Anasco Hinostroza aus Chile ist ebenfalls wie viele andere Fernreisende zum ersten Mal in Europa. Auch sie ist beeindruckt von der Vielfalt der Völker. Sie hoffe, dass mit den Beiträgen des Lutherischen Weltbundes der Weg frei werde für ein besseres Leben in dieser Welt.
Aufgrund der Vielfalt im eigenen Land Brasilien fühlte sich Raquel Helene Kleber in Sachsen wie zu Hause. Sie freute sich über das herzliche Willkommen hier.

Bild: Zwei junge Teilnehmerinnen aus Ungarn und der Slowakei
Eszter Kalit und Jana Benuchova

Einträchtig saßen die beiden Stewards aus der Slowakei und Ungarn zusammen. Für Eszter Kalit aus Ungarn sei die vergangene Kulturnacht beeindruckend, wo sich die Teilnehmer in der Vielfalt ihrer Landestrachten vorstellten und ein sehr buntes Bild abgaben. Zudem hob sie die täglichen Bibelarbeiten mit den unterschiedlichen Sichtweisen der heterogen zusammengesetzten Gruppe hervor, die für sie zunehmend zur Bereicherung geworden waren.
Jana Benuchova aus der Slowakei nahm mit besonderem Interesse die Kulturnacht wahr, wo der spezielle Background der Leute sichtbar wurde. So erschienen einige Teilnehmer im landestypischen Textil. Sie empfinde, dass die große Familie trotz unterschiedlicher Herkunft ein gleiches Ziel verfolge.(16./17.7.2010)

Beginn der Jugendvorkonferenz in Dresden am 11. Juli in der Dresdner Dreikönigskirche

LWF Youth Blog

The blog of the Lutheran World Federation (LWF) Youth Desk. Young adults from around the world write about youth ministry and events, about their life, faith and justice.

LWB - Mitteilungen (Genf)

Bild: Möglichkeiten zum Tanzen gab es auch

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