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Lektorenausbildung in Sachsen erhält Handreichung

Mit dem Dienst das Evangelium verkündigen und den Gottesdienst gestalten

Bild: Vorstellung des Sammelordners nach dem Lektoren-Gottesdienst in Stollberg
Möge durch die Arbeit mit dem Handbuch eine segensreiche Wirkung ausgehen, so Oberlandeskirchenrat Dietrich Bauer in Stollberg

Für die Ausbildung von Lektoren, deren Aufgaben im evangelischen Gottesdienst vom Lesen biblischer Texte (Epistel, Evangelium) bis hin zur Gottesdienstvertretung nach entsprechenden Predigtvorlagen reicht, steht jetzt ein „Handbuch für die Ausbildung von Lektoren und Lektorinnen“ zur Verfügung. In einem Lektoren-Gottesdienst im erzgebirgischen Stollberg wurde am 17. Oktober zu Beginn eines Kurses in Hormersdorf für Lektoren aus dem Kirchenbezirk Annaberg die Konzeption des Handbuches der Öffentlichkeit vorgestellt.

In das bei der Evangelischen Ehrenamtsakademie in Meißen entstandene Handbuch flossen bereits längere Erfahrungen aus Seminaren in der Heimvolkshochschule Kohren-Sahlis bei Borna sowie Impulse aus anderen Landeskirchen mit ein. Es entstanden didaktische Kommentare und viele Arbeitsblätter. Die Ausbildung beinhaltet Liturgie, Predigtlehre und Bibelkunde, die zudem in das Evangelische Gottesdienstbuch und das Evangelische Gesangbuch einführen sowie Schwerpunkte bei der Sprecherziehung und beim liturgischen Singen setzen.

Bild: Dr. Heiko Franke wird für die Arbeit am Handbuch gedankt
Der Joachim Wizki (r.) von der Ehrenamtsakademie dankt Dr. Franke für die Arbeit am Handbuch

Oberlandeskirchenrat Dietrich Bauer aus Dresden bedankte sich bei allen, die an der Erarbeitung des Handbuches mitgewirkt haben und hob die Bedeutung des Gottesdienstes als „Mittelpunkt christlichen Lebens“ hervor. Dem wichtigen Dienst der Lektoren und Lektorinnen sei besonders zu danken, weil sie die Alltagserfahrung mit in den Gottesdienst einbringen würden. Bauer hoffe, dass von der Arbeit mit diesem Buch eine segensreiche Wirkung ausgehe.

Jetzt sollen verstärkt zentrale Kurse in den Regionen starten. Die Ehrenamtsakademie wird begleitend in Multiplikatoren-Seminaren Beauftragte auf das Handbuch aufmerksam machen und sie beraten. „Wir wollen viele Gemeindeglieder für den Dienst als Lektor oder Lektorin begeistern. Auch gerade dafür, dass sie dem gottesdienstlichen Leben in den städtischen und mehr noch in den ländlichen Gebieten dienen wollen“, erläutert Dr. Heiko Franke, der die Kurse über die Ehrenamtsakademie durchführt. Er wünsche sich zudem eine freudige Begleitung und Weiterbildung bei Pfarrerinnen und Pfarrern sowie bei Kirchenmusikern.

Bild: Dr. Heiko Franke mit Handbuch
Dr. Heiko Franke brachte seine Erfahrungen mit Lektorenkursen in die Handreichung mit ein

Dr. Franke: „Der Dienst des Lektors knüpft an biblische Vorbilder an und greift Impulse aus der Reformation, dem Pietismus und der Bekennenden Kirche auf. Der Dienst wird in der Zukunft immer wichtiger werden; dabei bringen die Gemeindeglieder ihre eigene Glaubenserfahrung und persönliche Note in die Verkündigung des Evangeliums und in die Gestaltung des Gottesdienstes mit ein.“ An der Arbeit und Gesamtkonzeption waren zudem beteiligt die Gemeindepädagogin Roswitha Haubold, Kirchenrat Dr. Thilo Daniel sowie Joachim Wilzki, Leiter der Ehrenamtsakademie in Meißen.

Weiterhin beteiligten sich Solveig August, Landeskirchenmusikdirektor Markus Leidenberger, Professorin Gertrud Günther und KMD Carl-Gustav Naumann sowie Dr. Matthias Albani, Martin Rösel, Professor Dr. Thomas Knittel und Studierende der Evangelischen Fachhochschule für Religionspädagogik und Gemeindediakonie Moritzburg. Die Urheber danken zudem für Hinweise und Ratschläge von Karl Jungnickel, Dr. Matthias Rost und Almut Wünsch. (20.10.2010)

www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

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