Navigation überspringen

Aktuelles

Hilfe und Solidarität für kirchliche Mitarbeiter in Mittel- und Osteuropa

Andere Initiativen nehmen sich sozialer Projekte im weiteren Umfeld an

Bild: Auf der Brühlschen Terrasse nach dem Besuch der Frauenkirche mit der ökumenischen Kurgemeinschaft
Auf der Brühlschen Terrasse nach dem Besuch der Frauenkirche mit der ökumenischen Kurgemeinschaft

Die bundesweite Evangelische Partnerhilfe als auch die Solidarkasse des sächsischen Pfarrvereins helfen seit Jahren Pfarrerinnen und Pfarrern und anderen kirchlichen Mitarbeitern in den protestantischen Minderheitskirchen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Seit 1993 konnten über 57 Millionen Euro durch die Partnerhilfe zur Deckung der Lebenshaltungskosten weitergegeben werden. Ein junger Pastor in Rumänien verdient beispielsweise umgerechnet 130 Euro, benötigt aber für die Familie mindestens 235 Euro. „Ohne die substanzielle Unterstützung könnten wir nicht leben“, sagt ein Pastor aus Oradea.

Die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise trugen in vielen osteuropäischen Ländern noch einmal zu einer Verschärfung der persönlichen Lebenssituation bei. Viele sächsische Mitarbeiter aus Kirche und Diakonie sowie Ruheständler erinnern sich noch an die Hilfe, die sie zu DDR-Zeiten aus dem Westen erhielten. Aus diesem Grund ist es nicht verwunderlich, dass die Spendenbereitschaft gerade hier groß ist. So kam im letzten Jahr mit 340.000 Euro in der sächsischen Landeskirche das zweitbeste Ergebnis unter den Gliedkirchen in Deutschland zustande. Insgesamt gingen 2010 über 2 Millionen Euro bei der Evangelischen Partnerhilfe ein.

Bild: Pfarrwitwe Victor mit ihren sechs Kindern (Ungarn)
Pfarrwitwe Victor mit ihren sechs Kindern (Ungarn)

Die Solidarkasse des sächsischen Pfarrvereins legt seinen Schwerpunkt auf Kur- und Erholungsurlaube von Pfarrern, Hilfen in Notlagen und auf die Unterstützung von Theologiestudenten. So ermöglichten die sächsischen Kollegen mit ihrer Sammlung im letzten Jahr die 8. Ökumenische Kurgemeinschaft im Waldparkhotel Gohrisch in der Sächsischen Schweiz, wo 20 Personen aus Rumänien und aus Tschechien einen dreiwöchigen Kuraufenthalt antreten konnten. Ebenfalls wurde für 15 Pfarrfamilien mit 65 Personen ein zweiwöchiger Erholungsurlaub in Sachsen und an der Ostsee organisiert. Unterstützt wird die Solidarkasse von 239 aktiven Pfarrerinnen und Pfarrern, 128 Ruheständlern und Pfarrwitwen. Durch ihren gemeinsamen Jahresbeitrag kommen derzeit fast 100.000 Euro zusammen.

„Mit Dankbarkeit denken wir an das Erlebte zurück und sind uns gut bewusst, dass im Hintergrund der großzügigen ökumenischen Gastfreundschaft die Opferwilligkeit vieler uns unbekannter sächsischer Amtsbrüder und Schwestern steht“, schrieben ein Pfarrer und seine Frau aus dem tschechischen Brünn.
Die sächsische Solidarkasse als auch die Evangelische Partnerhilfe werden sich an einem gemeinsamen Stand auf dem Markt der Möglichkeiten auf dem 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden präsentieren. Das Thema Mittel- und Osteuropa wird auf dem Kirchentag in Dresden einen Schwerpunkt bilden, wozu auch Tausende Gäste aus diesen Ländern erwartet werden. Das Zentrum des Treffens und der Veranstaltungen wird vom 1. bis 5. Juni die Dresdner Dreikönigskirche sein.

Bild: Diakonissen und Ehepaar Nagy (Budapest)
Diakonissen und Ehepaar Nagy (Budapest)

Die kirchlichen Hilfen für Menschen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa gehen über den engeren Kreis von kirchlichen Mitarbeitern hinaus. So läuft derzeit in der Passionszeit die evangelische Aktion „Hoffnung für Osteuropa“, die aus Sachsen heraus ein Bildungsprojekt für Schulkinder der Roma-Kirche in Rumänien unterstützen will. Ebenfalls für gemeindliche sowie für soziale Projekte engagiert sich das Gustav-Adolf-Werk in Sachsen, deren Hilfen vom Königsberger (Kaliningrader) Gebiet, über Kleiderhilfen in Bulgarien bis in den Nordkaukasus gehen. Hier werden auch zwischengemeindliche Kontakte begleitet.
Die Jugendkammer der Evangelischen Jugend in Sachsen hatte gerade am 26. März beschlossen, einen Teil des diesjährigen Jugenddankopfers für ein Jugendprojekt in Svetly (Propstei Kaliningrad) zur Verfügung zu stellen. Die Kirchgemeinde in Niederfrohna soll die Mittel für ihre Partnergemeinde erhalten, die dort einen Jugendraum sowie Freiflächen ausbauen möchte.

Schriftgrösse
[A]
[A]
[A]
Link-Tipps