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Aktuelles

Osterfest 2011 in sächsischen Kirchgemeinden

Taufen zu Ostern, dem Sonntag danach - mit Blick auf das „Jahr der Taufe“

Bild: Wetterbedingt fanden sich Gemeinden zu Ostern im Pfarrgarte zusammen

Wie im letzten Jahr feiern auch in diesem Jahr die westlichen Kirchen mit den orthodoxen Kirchen am gleichen Datum das Osterfest. Sonst kommt es aufgrund der verschiedenen Kalender meist zu Verschiebungen. Christen in Sachsen kamen wie jedes Jahr zum Fest Christi Auferstehung in Frühmetten, Fest- und Kantatengottesdiensten zusammen. Bereits am Abend vor dem Osterfest haben zahlreiche Osternachtfeiern in den Kirchgemeinden stattgefunden, beispielsweise in der Dresdner Frauenkirche, wo am 23. April in einer spätabendlichen Feier 13 Erwachsene getauft wurden.

Bild: Taufe in der Dresdner Frauenkirche (Foto: Andre_Dannenberg)

In der Martin-Luther-Kirche in Dresden-Neustadt konnten Gottesdienstbesucher eine liturgische Feier in der Osternacht erleben. Auch in Gemeinden des Kirchenbezirks Leipzig wurde die Osternacht gefeiert. So in der Peterskirche, wo sich ebenfalls mehrere Erwachsene taufen ließen. Der Ostermorgen wurde in zahlreichen Kirchgemeinden mit Frühmetten begonnen. Alleine in Dresden waren es mehr als 20. Bereits um 5:00 Uhr wurde an der Lukaskirche am Lukasplatz ein Osterfeuer entzündet. In der Dresdner Kreuzkirche führte um 6:00 Uhr der Kreuzchor das traditionelle Mettenspiel auf. Zu einer besonderen Ostermette mit einem Pop-Oratorium „3 Tage“ wurde in die Bergmannskirche St. Barbara (5:00 Uhr) in Annaberg-Buchholz eingeladen. Weitere Ostermetten fanden beispielsweise in Aue und Schneeberg, in Ehrenfriedersdorf, in Marienberg und in Scheibenberg statt.

Bild: Kirche Frauenhain
Evangelische Kirche Frauenhain

Am Vormittag des Ostersonntag laden die Kirchgemeinden zu Familien- und Kantatengottesdiensten ein. Landesbischof Jochen Bohl predigt um 9:30 Uhr aus Anlass eines Festgottesdienstes zur Wiedereinweihung der sanierten Kirche in Frauenhain. Die Kirche zählt zu den ältesten Gotteshäusern im Kirchenbezirk Großenhain und bildet das Zentrum des Lebens im Ort. Der Gottesdienst wird u.a. von den Chören der Landeskirchlichen Gemeinschaft Frauenhain gestaltet.
Taufen und das Taufgedenken spielen zum Osterfest eine zentrale Rolle. So finden in der Weinbergskirche in Dresden-Trachenberge ein Familiengottesdienst mit Taufgedenken und in der Dresdner Lukaskirche ein Gottesdienst mit Taufen und Posaunenchor statt. Vier Erwachsenentaufen und drei Wiederaufnahmen in die Landeskirche werden in einem festlichen Ostergottesdienst mit Bläsermusik im St. Petri Dom (11:00 Uhr) in Bautzen gefeiert.
In Dresden-Laubegast wurde im Ostergottesdienst eine Glocke geweiht. Das dortige Kirchgemeindezentrum erhielt nach einer langen Zeit des Wartens einen kleinen Glockenstuhl auf das Vordach, von wo jetzt eine Bronzeglocke die Laubegaster zu Gottesdienst und Gebet ruft.

Bild: Chor

Im Mittelpunkt der Gottesdienste steht oftmals die Musik, so in einem musikalischen Festgottesdienst und Festkindergottesdienst in der Schifferkirche Maria am Wasser in Dresden-Hosterwitz, der vom Elbhang-Posaunenchor gestaltet wird. Im Kantatengottesdienst im Altenzentrum der Diakonissenanstalt in Dresden-Neustadt erklingen Kantatensätze von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel und im Meißner Dom (12:00 Uhr) „Auf Ostern“ von Arnold Matthias Brunkhorst.
In der Zittauer Klosterkirche steht in einem Kantatengottesdienst ebenfalls „Die Ostergeschichte“ von Arnold Matthias Brunkhorst auf dem Programm.
In Leipzig wird das Osterfest auch musikalisch gefeiert, so in der Leipziger Thomaskirche (9:30 Uhr) mit einem Festgottesdienst und der Kantate „Der Himmel lacht! Die Erde jubiliere“ von Johann Sebastian Bach mit dem Thomanerchor und dem Gewandhausorchester. Dort findet auch am Abend (20:00 Uhr) das XX. Projektkonzert „Josquin – Das Projekt“ mit Werken von Georg Friedrich Händel und Josquin des Préz statt.

Bild: Wandgemälde mit Auferstehungsszene in der Kirche Lampertswalde
Das Wandgemälde in Lampertswalde ist in der offenen Kirche zu sehen

Am Ostersonntag öffnen im Kirchenbezirk Großenhain wieder über 30 Kirchen ihre Pforten für Besucher, die bei österlichen Ausflügen an den Kirchen vorbei kommen. Auch in Dresden laden die Kirchen mit Beginn der warmen Jahreszeit wieder regelmäßig in die geöffneten Kirchen ein. Zum einen lädt der Kirchraum selbst ein zur Besinnung, zum anderen gibt es teils auch kleine Musiken oder Texte zur inneren Einkehr. Mancherorts sind Ausstellungen zur Kirche, zum Kirchbau oder kleinere Kunstausstellungen zu besichtigen.
Ab 26. April öffnet die Himmelfahrtskirche Dresden-Leuben (Altleuben 13) jeweils montags bis donnerstags 17:00 bis 18:00 Uhr. Ab 27. April öffnet die Versöhnungskirche Dresden-Striesen an der Schandauer Straße immer mittwochs von 17:00 bis 19:00 Uhr. Ebenfalls nach Ostern wird die Kirche Leubnitz-Neuostra in Altleubnitz, Nähe Klosterteichplatz, jeden Sonnabend von 14:00 bis 18:00 Uhr geöffnet sein. Weitere Kirchen folgen wie die Bethlehemkirche Dresden-Tolkewitz (Marienberger Straße 65) ab 4. Mai und die Heilig-Geist-Kirche Dresden-Blasewitz (Berggartenstraße 22a). Beide Kirchen sind während der Sommermonate immer mittwochs von 17:00 bis 19:00 Uhr geöffnet.

Bild: Gemeinsames Osterfrühstück nach dem Gottesdienst (Foto: Rainer Oettel)

Ostermontag können die Besucher ebenfalls vielfältige Gottesdienste erleben, beispielsweise predigt der Landesbischof in einem musikalischen Festgottesdienst mit Trompetenmusik in der Kreuzkirche (9:30 Uhr) in Dresden. In der Dresdner Dreikönigskirche (10:00 Uhr) gibt es die Gelegenheit bei einem „Mit-Feier-Projekt“ für Besucher anderer Religionen das christliche Osterfest zu erleben. Die Frauenkirche (11:00 Uhr) lädt zu einem Abendmahlsgottesdienst mit vokaler Kirchenmusik ein.
Auch an die Radfahrer wird gedacht. Sie können an einem Radfahrergottesdienst unter freiem Himmel an der Fahrradkirche Zöbigker (11:00 Uhr) am Cospudener See teilnehmen, wo bei schönem Wetter die Radfahrersaison im Neuseenland bereits begonnen hat. Die Lutherkirche (9:30 Uhr) in Chemnitz-Schönau lädt zu einem musikalischen Gottesdienst mit der Bachkantate „Bleib bei uns, denn es will Abend werden“ ein. Auch in Limbach-Oberfrohna wird der Gottesdienst musikalisch gestaltet.

Bild: Taufe eines Kleinkindes (Foto: Andreas Darkow, Bielefeld)

Der augenscheinliche Wechsel der liturgischen Farben von violett oder schwarz bis zum Sonnabend, und dann ab Sonntagmorgen zu weiß, bedeutet einen Wandel: Der Tod ist durch das neue Leben überwunden, wie die bestickten Stoffe (Paramente) an Altar und Kanzel im Kirchraum symbolisieren. Der Osterfestkreis reicht über Christi Himmelfahrt (40 Tage nach Ostern) noch bis zum Pfingstfest (50 Tage nach Ostern).
Der nächste und erste Sonntag nach Ostern (Quasimodogeniti) gilt ähnlich wie das Osterfest als traditioneller Taufsonntag. Am so genannten Weißen Sonntag in diesem Jahr (1. Mai) laden die Kirchgemeinden zu einem besonderen Taufgedächtnisgottesdienst für alle Generationen ein. Dieser Gottesdienst ist als besondere Einladung der Kirche ein zentraler Bestandteil im „Jahr der Taufe 2011“. Er bildet nach dem thematischen Auftakt am Frühjahrsbußtag (9. März) eine weitere Station, der andere Veranstaltungen wie Ausstellungen, Gemeindeabende und Besuchsprogramme in den Gemeinden folgen. Als Höhepunkt ist für den 9. Oktober geplant, dass einzelne Gemeinden oder Regionen für ein Tauffest einladen. So sind die Kirchgemeinden aufgefordert, die evangelischen Eltern noch nicht getaufter Kinder, besonders auch Alleinerziehende, zu besuchen und auf dieses Tauffest hinzuweisen und einzuladen.(24.4.2011)

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