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Aktuelles

Beginn des 33. Deutschen Evangelischen Kirchentages

Willkommensfest mit Kunst und als Abend der Begegnung in der Elbestadt

Bild: Kirchentagsfahnen

1. JUNI: Der Tag der Ankunft und des Beginns. Der 33. Deutsche Evangelische Kirchentag ist in Dresden und in Sachsen schon lange angekommen. Nun füllt er sich mit vielen erwartungsfrohen Teilnehmenden und die hiesigen Kirchgemeinden feiern erst einmal mit ihnen ein Willkommensfest. Die Besucher erwartet nicht nicht nur harte Programmarbeit oder die Leichtigkeit des Seins an der Elbe. Dazwischen gibt es auch reichlich Kultur zu entdecken.

Seit Tagen öffnet ein Ausstellungsort nach dem anderen, wo das Kreuz thematisiert wird. „kreuzförmig KREUZ – Anstoß oder Ausrichtung“ heißt das Ausstellungsprojekt des Kunstdienstes der Landeskirche an acht Orten. Dieses entstand im Rahmen des Kulturprogramms zum Kirchentag. Etwa 220 Werke von 90 Künstlerinnen und Künstler aus der gastgebenden Region werden in den Ausstellungen präsentiert.

Ein Kunstweg soll die Gäste an die verschiedenen Ausstellungsorte im Dresdner Stadtzentrum beiderseits der Elbe führen. Dabei wird der Besucher in säkulare und sakrale Räume geführt. Gespräche sollen auch darüber zustande kommen. So am 2. Juni (14:00 Uhr) im Japanischen Palais (Palaisplatz 11) ein Gespräch zwischen einem Dichter, einem Kunsthistoriker, einem Künstler und einem Theologen. Hier wurde bereits am 24. Mai der erste Teil von kreuzförmig eröffnet.

Darüber hinaus waren die Vorboten des Kirchentages in Dresden kaum zu übersehen. Auf dem Altmarkt, an den Elbwiesen oder in der Flutrinne nahmen Bühnen und Zelte langsam Gestalt an – nun stehen sie. Und an vielen Fahnenmasten in der Stadt wehen die Kirchentags-Fahnen. Anlässlich des Kirchentages ist Dresden seit gestern um eine Schatzkammer reicher geworden. Im Untergeschoss der Altmarkt-Galerie erwartet die Besucher eine „Andere Schatzkammer“ mit ganz besonderen Schätzen.

Bild: Ein Schatz wurde ausgepackt
Schatzkisten aus den Gemeinden eingetroffen

Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein. (Matthäus 6,21)

Die Losung des 33. Deutschen Evangelischen Kirchentages in Dresden haben sich evangelische Kirchgemeinden aus ganz Sachsen zum Anlass genommen, um auf Schatzsuche zu gehen. Dabei haben sie sich Fragen gestellt wie, Was sind unserer Schätze?, Was liegt uns am Herzen? oder Was ist uns wichtig und wertvoll? Die Ergebnisse dieser Schatzsuche sind in der „Anderen Schatzkammer“ in der Altmarkt-Galerie ausgestellt.

220 sächsische Kirchgemeinden haben ihre Schätze und Herzensanliegen in Schatzkisten gesammelt und nach Dresden geschickt. Sie stehen exemplarisch für die Vielfalt kirchlichen Lebens in der sächsischen Landeskirche. Alle Kirchentagesbesucher sind herzlich eingeladen, diese Schätze zu bestaunen. Die Besucher können die Schatzkiste aus einem Regal nehmen und in Ruhe durchstöbern. Die Schätze dürfen angeschaut, angefasst, gelesen und gehört werden!

Bild: Landesbischof Bohl zur Eröffnung der Schatzkammer
Landesbischof Jochen Bohl, Kirchentagspräsidentin Katrin Göring-Eckardt und Centermanager Thorsten Kemp zur Eröffnung der Schatzkammer

Die Schatzkammer wurde von Landesbischof Jochen Bohl, Kirchentagspräsidentin Katrin Göring-Eckardt und Centermanager Thorsten Kemp eröffnet. Der Landesbischof zeigte sich sehr erfreut über die Resonanz, die die Aktion der Landeskirche in den Gemeinden hervorgerufen hat. Neben der Schatzkammer können sich die Besucher auch in einer Kirchentags-Lounge ausruhen und zum Kirchentag informieren. Schatzkammer und Lounge stehen bis zum 4. Juni in der Zeit von 9:30 bis 21:00 Uhr für die Gäste offen.

Neben diesen fantasievollen Kunstwerken aus den Gemeinden Sachsens im Shopping-Bereich der Dresdner Innenstadt, erwartet den Kirchentagsbesucher „Gott im Gefängnis“ eher am Rande der Stadt. In die Justizvollzugsanstalt holte JVA-Seelsorgerin, Antje Siebert, eine Fotoausstellung über Gefangene. Der Spannungsbogen, mit biblischen Texten untersetzt, reicht über zwölf starke Bildmotive. Die Pfarrerin beeindruckte, wie „wertschätzend mit der jeweiligen Persönlichkeit umgangen wurde“. „Leiden gehöre zum Leben, man muss es schaffen, es zu integrieren“, sagt sie. Die Ausstellung in der JVA steht zu den im Programm ausgewiesenen Zeiten zur Besichtigung offen.

Aus Anlass des Kirchentags und als einen ersten Beitrag zur Lutherdekade präsentieren die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in Zusammenarbeit mit Kunsthistorikern und Theologen die Sonderausstellung „Erhalt uns, Herr, pei deinem Wort – Glaubensbekenntnisse auf kurfürstlichen Prunkwaffen und Kunstgegenständen der Reformationszeit“.
Die Ausstellung zeigt im Sponsel-Raum Andenken an die Reformatoren Martin Luther und Philipp Melanchthon. Hierzu zählen der Siegelring Martin Luthers, sein sogenannter Mundbecher und seine Hauswehr. In anderen Räumen begegnen die Besucher kurfürstlichen Prunkwaffen und Kunstgegenständen, auf denen sich eindrucksvolle christliche Darstellungen befinden, darunter die Schöpfungsgeschichte, der Sündenfall, die Arche Noah, der Tanz um das Goldene Kalb, der Verlorene Sohn, Abrahams Opfer, die Geburt und der Leidensweg Christi und die Verkündigung. Mit solchen Bildern äußerten sich die Fürsten in den Glaubenskämpfen ihrer Zeit und verbürgten sich für deren Botschaft.

Die Besucher des Kirchentags, aber auch vielen Dresdner erwarten somit in der vielfältigen Gesamtsicht einzigartige Einblicke in den Kunstwillen der Gastgeber an der Elbe. Kultur, eingeschlossen die hochkarätigen musikalischen Ereignisse, wird den Geist der Tage mit bestimmen.

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