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Über 100.000 Besucher genießen Dresdner Flair zum Kirchentag

Eröffnungsgottesdienste gingen auf irdische und himmlische Schätze ein

01. Juni 2011

Bild: Großer Andrang beim Konzert der Prinzen auf dem Altmarkt

1. JUNI: Nach drei eindrucksvollen Gottesdiensten waren alle Kirchentagsbesucher, Dresdner und Gäste am Abend der Begegnung auf dem Weg. Alle feierten gemeinsam auf den Straßen der Innenstadt. Dort präsentierten sich Sachsen mit seinen Regionen und die Landeskirche in ihrer Vielfalt. Kulturelle, soziale Projekte und kulinarische Spezialitäten aus Sachsen konnten die Gäste dabei kennenlernen.

Bild: Landesbischof Jochen Bohl zum Eröffnungsgottesdienst an der Elbe - Foto: Deutscher Evangelischer Kirchentag
Landesbischof Jochen Bohl zum Eröffnungsgottesdienst

Die Prediger in den Gottesdiensten gingen auf die Losung des Kirchentages ein und thematisierten die irdischen und himmlischen Schätze. Der ungarische Bischof Dr. Tamás Fabiny zeichnete im Gottesdienst auf dem Altmarkt Entwicklungen von Gewinn und Vernichtung irdischer Schätze nach. Ein neuerer, raffinierterer Materialismus hätte viele Menschen in die Verschuldung getrieben. Die Kirchen sollten sich fragen, wie es um ihre irdischen und himmlischen Schätze stünde. Bischof Dr. Fabiny plädierte dafür, kein Kapital, sondern Vertrauen anzuhäufen. Auch dadurch, indem Kirche Korruption, Fremdenfeindlichkeit und Roma-Feindlichkeit als Sünde benennen darf.

Bild: Kirchentagsschals im Angebot

Auch Landesbischof Jochen Bohl kritisierte die Entwicklungen der letzten Jahre mit dem „’Geiz ist geil-Geschrei’ und der rastlosen Jagd nach dem schnellen Euro“. Aber Jesus erinnere, dass am Ende alles, was auf Erden erworben werde, vergänglich sei. Die Schätze im Himmel hätten dagegen Bestand. Wer auf Jesus vertraue, werde frei von der zwanghaften Bindung an Geld, Besitz, Erfolg und an die gängigen Illusionen von Sicherheit, so Bohl auf den Elbwiesen. Dort sprachen u.a. der Bundespräsident Christian Wulff, der Sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich sowie der katholische Bischof Joachim Reinelt auch ihre Grußworte.
Die eingesammelte Kollekte der Eröffnungsgottesdienste wird der diakonischen Arbeit für Sinti und Roma zugutekommen. Dabei handelt es sich um Bildungsprogramme in Rumänien sowie um die Möglichkeit von evangelischen Roma in der Slowakei, bei der dortigen Ev. Kirche eine religiöse Verankerung zu finden.

Bild: Bergmannparade

Im dritten, ebenfalls voll gefüllten Eröffnungsgottesdienst in Leichter Sprache auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche, predigte die freikirchliche Rundfunkpastorin Andrea Schneider aus Oldenburg.

Das große Straßenfest fand zwischen Altmarkt und Albertplatz statt. Neun Regionen stellten ihre Spezialitäten und besonderen Projekte vor. Dazu gehörten die sächsischen „Rad-Geber“, Sächsisches Burgen- und Heideland, Bergbau – Uhren – Sandstein, an der schönen blauen Elbe, Hier ist dein Herz!, Über Berg und Tal und Wald und Wiesen, „Echt Erzgebirge“, zwischen Dresden und Polen und zwischen Braunkohle und Kultur.

Bild: "Privatbühne" für die neuen Sternchen

Die musikalische Ausgestaltung des Straßenfestes ist ebenso vielfältig wie die Regionen. Da sangen Chöre am Königsufer. Unter dem Motto „let us celebrate“ erklangen Gospelgesänge auf der Dr.-Quendt-Bühne am Neumarkt. „Frauenpower der Extraklasse traf Gesangs-Adel“ auf der MDR-Bühne am Altmarkt.
Im Stallhof konnte Salonmusik gehört werden. Musik bei Hofe erlebten die Besucher im Schlosshof. Begegnung unter dem Kronentor fand mit Bläsermusik aus fünf Jahrhunderten statt. Dixieland auf dem Neustädter Markt und Volksmusik am Palaisplatz gaben einen Eindruck von den unterschiedlichen kulturellen Angeboten. In der Neustadt fand Rock und Pop am Albertplatz großen Anklang.

Bis es soweit war, musste erst einmal Hand angelegt und aufgebaut werden. Die Gemeinden mit den vielen Ehrenamtlichen waren damit seit dem späten Vormittag beschäftigt. Von herzhaft bis süß konnten die Gäste sächsisch kulinarisch genießen.

Bild: Standaufbau

Da bot beispielsweise die Kirchgemeinde Riesa sächsische Reformationsbrötchen und selbst hergestellten alkoholfreien Holunderblütensekt an. Am Stand der Lutherkirchgemeinde Radebeul wurde ein indianischer Maiseintopf gekocht, den der Pfarrer im Oldshatterhand-Kostüm austeilt. Ca. 400 Essen sind geplant. Dort wird auch die Partnergemeinde aus Klausenburg (Rumänien) zu Gast sein.

Aus der Kirchgemeinde St. Martin in Weinböhla gibt es Martinshörnchen und Martinswein und dort können die kleinen Gäste ihre eigenen Lampions basteln.
Die Diakonissenanstalt Dresden hat extra einen Bäcker beauftragt, 40 Herzbrote zu backen. Dafür wurde eine spezielle Backform gebaut. Sechs verschiedene Cocktails mit sächsischen Namen, beispielsweise „Ludderläbm“ sind am Stand der AG Christliche Freizeitheime Sachsen zu probieren, natürlich alle ohne Alkohol.(1.6. - 22:00 h)

Bild: Lichtermeer - eine treibende Flut der Lichter

Ein Lichtermeer von tausenden Kerzen erhellte die Elbe. Dazu wurde ein Ton angestimmt, der im Abendsegen ausklang.

 

 

 

 

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