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Aktuelles

Energiemanagement in Kirchen

Sächsische Kirchgemeinden wollen mehr Energieeffizienz für kirchliche Gebäude

Bereits seit einigen Jahren beschäftigen sich die sächsischen Kirchgemeinden mit dem Thema Energieeffizienz. Auch auf dem diesjährigen Kirchentag in Dresden nahmen die Themen Energie und Nachhaltigkeit einen zentralen Platz ein. Im Zentrum „Umwelt und Globalisierung“ bot die Sächsische Energieagentur SAENA GmbH vielfältige Informationen zum Thema. Dabei war ein reges Interesse an Anfragen, besonders von anderen Bundesländern, zu verzeichnen.

Faltblatt zum Thema Energiemanagement - Titelseite
Informationsfaltblatt

Die Landeskirche und das Bistum Dresden-Meißen starteten gemeinsam mit SAENA die Aktion „Energiemanagement in Kirchen“. Die Aktion sollte den Kirchgemeinden den Einstieg in das Thema erleichtern. An dem 2009 initiierten Pilotprojekt beteiligten sich 22 Gemeinden im Bundesland Sachsen, beispielsweise die Kirchgemeinden Chemnitz Glösa, Lengenfeld, Tharandt und Fördergersdorf sowie Borna. Dabei wurden von Vertretern der Kirchgemeinden alle objekt- und nutzerbezogenen Energieverbrauchsdaten ermittelt. Externe Energieberater führten dann eine Initialberatung durch. Dabei bewerteten sie die energetische Qualität der Einrichtungen und gaben Maßnahmenempfehlungen zur Energieeinsparung. Diese sind primär nicht- oder geringinvestiv.

Zu den nichtinvestiven Maßnahmen gehören beispielsweise eine bedarfsoptimierte Heizungsregelung, eine kontrollierte Raumlüftung sowie eine regelmäßige Kontrolle der Beleuchtungszeiten. Die geringinvestiven Maßnahmen umfassen u.a. das Ersetzen alter Glühbirnen durch LED- bzw. Energiesparlampen, eine Lichtschaltung wenig genutzter Räume durch Bewegungsmelder, Dämmung von Rohrleitungen, Heizung und Warmwasser sowie das Ersetzen alter Fenster- und Türdichtungen.

Auch für das Dach des evangelischen Kindergartens der Lukaskirchgemeinde Dresden ist eine Solaranlage geplant.
Auch für das Dach des evangelischen Kindergartens der Lukaskirchgemeinde Dresden ist eine Solaranlage geplant.

Der Beratungsbericht kann für die Kirchgemeinden als Grundlage für ein Konzept zur Umsetzung investiver Maßnahmen genutzt werden. Solche Maßnahmen sind langfristig, beispielsweise die Erneuerung bzw. Erweiterung der Dämmung an Gebäuden, die Modernisierung der Heizungsanlage oder die Nutzung von erneuerbaren Energiesystemen.
Bis zu 20 Prozent können die Gemeinden durch diese Empfehlungen beim Wärme- und Stromverbrauch sparen. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Verringerung des CO2- Ausstoßes und zum Schutz des Klimas geleistet. Zusätzlich lohnen sich diese Einsparungen auch finanziell für die Gemeinden. Bezogen auf die Energiekosten sind Einsparungen bis zu 1.200 Euro pro Jahr für die Kirchgemeinde möglich.

Praxistage 2009
Praxistag 2009

Im September finden drei regionale Workshops in Gemeinden statt, die an der Aktion Energiemanagement in den Kirchgemeinden beteiligt sind. Dort werden die Ergebnisse der Gebäudeanalysen, unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes und der Gebäudeauslastung präsentiert. Gastgeber sind am 2. September die Kirchgemeinde Leipzig-Connewitz-Lößnig, am 16. September die Auferstehungskirchgemeinde Dresden-Plauen und am 19. September die St.-Martins-Kirchgemeinde Meerane. In den einzelnen Arbeitsgruppen wird sich mit folgenden Aspekten beschäftigt: Information zur Initialberatung, von der Erfassung und Bewertung zur Umsetzung und Best-Practice-Beispiel aus einer Kirchgemeinde. Anhand einer Gebäudebesichtigung können die Ergebnisse konkret vor Ort erläutert werden.

Solartechnik auf dem Pfarrhaus in Mölbis
Solartechnik auf dem Pfarrhaus in Mölbis

Bereits seit 2009 finden Praxistage zum Thema Energieeffizienz an kirchlichen Gebäuden statt. Damit wurden die Gemeinden für dieses Thema sensibilisiert.
Das Projekt „Klimaschutz in eigenen Liegenschaften“ (Klimaschutzteilkonzept) wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert.
Das Landeskirchenamt wechselte Anfang 2010 zu einem Ökostromanbieter, um eine sparsamere und umweltfreundlichere Energieversorgung zu nutzen. Somit wird das Dienstgebäude in der Dresdner Lukasstraße im Jahr für voraussichtlich 124 Tonnen zurechenbare CO2 -Emissionen weniger verantwortlich sein. (05.08.2011)

 

 

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