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14. Sächsisches Landeserntedankfest in Wurzen

Konzerte und Ökumenischer Gottesdienst im Dom St. Marien

Bild: Traktorenschmuck zum Landeserntedankfest

Bild: Vollbesetzter Dom (Foto: SLK)
Im Dom St. Marien singt die Kantorei

Das diesjährige Landeserntedankfest wurde vom 16. bis 18. September in Verbindung mit dem Stadtjubiläum „1050 Jahre Wurzen“ gefeiert. Wie in den vergangenen Jahren haben sich die Kirchgemeinden am dreitägigen Programm mit Konzerten, Musik zum Mittagsläuten und Besichtigungen beteiligt. Am Sonntag fand im Dom St. Marien ein Ökumenischer Festgottesdienst statt, in dem Oberlandeskirchenrat Dietrich Bauer (Dresden) predigte. Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Domkantorei St. Marien, der Wurzener Kurrende und dem Leipziger Symphonieorchester begleitet. Oberlandeskirchenrat Dietrich Bauer predigte über das Gleichnis vom reichen Kornbauern. Für ihn ging es um die Frage: Was heißt reich sein vor Gott? Reich sei nicht der, wer die größten Scheunen und das höchste Bankkonto habe. Vielmehr sei der reich, „dessen Seele Gott empfindet und wer abgeben kann von den Früchten seiner Arbeit an Bedürftige“, so Bauer.

Bild: Sächsische Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft und Schirmherr des Landeserntedankfestes, Frank Kupfer (Foto: SLK)
Grußwort des Landwirtschaftsministers im Dom

Weiterhin feierten den Gottesdienst mit Propst Lothar Vierhock, Dompropst Christoph Richter und weitere Mitglieder des Domkapitels, der Wurzener Pfarrer Martin Schiefer und der 1. Vorsitzende des Sächsischen Landeskuratoriums Ländlicher Raum e.V., Pfarrer Dr. Heiko Franke. Für die musikalische Umrahmung sorgten die Domkantorei St. Marien Wurzen, die Wurzner Kurrende, das Leipziger Symphonieorchester und Domkantor Johannes Dickert.

Unter den Gäste war auch der Sächsische Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft und Schirmherr des Landeserntedankfestes, Frank Kupfer. In seinen Grußworten ging er darauf ein, wie wichtig es ist, zu danken. Gott lässt wachsen und gedeihen. Mit viel Fleiß stellen Bauern, Gärtner und Mitarbeiter in den Betrieben der Ernährungswirtschaft hochwertige Nahrungsmittel her. „Es ist eine Gnade, es ist ein Glück, dass wir uns um unser tägliches Brot – Gott sei Dank – keine Sorgen machen müssen. Seien wir uns dessen immer bewusst! Wir haben allen Grund, für unser tägliches Brot zu danken“, so der Staatsminister.

Bild: Erntekronenausstellung

Bereits ab dem 8. September war in der Stadtkirche St. Wenceslai die Ausstellung zum traditionsreichen Wettbewerb „Schönste Erntekrone und Schönster Erntekranz Sachsens 2011“ zu sehen. Dieser wird vom Sächsischen Landesfrauenverband e.V. bereits zum 18. Mal ausgerichtet. Besucher konnten hier ihre schönsten Kronen und Kränze wählen, die dann am Sonnabend den 17. September in der Stadtkirche St. Wenceslai prämiert wurden.
Für Kinder und Jugendliche gab es einen Literaturwettbewerb zum Thema „Überall ist Wunderland. Überall ist Leben“ (Joachim Ringelnatz). Es konnten eigene Erzählungen, Geschichten oder Gedichte eingereicht werden. Spiel und Spaß war am ganzen Wochenende im Erntedank-Kinderland am Rathaus zu finden.

Bild: Kirchencafé mit reichhaltigem Angebot war immer gut besucht

Weitere Höhepunkte am Freitag und Sonnabend 12:00 Uhr jeweils in der Stadtkirche St. Wenceslai und im Dom St. Marien die Musik zum Mittagsläuten. In der Stadtkirche hatte das Kirchencafé ein reichhaltiges Angebot an Kuchen und Torten im Angebot. Der Erlös soll den Glocken zugute kommen. Vor der Kirche wurde Informationszelte errichtet, u.a. von der Diakonie. Im Dom St. Marien fand ein Konzert „Lob – Ehr – Dank“ statt und am Abend spielte Universitätsorganist Daniel Bleischmidt aus Leipzig ein Orgelkonzert zum Landeserntedankfest. Die Jugend traf sich am späten Abend in der Stadtkirche St. Wenceslai zur Nachtmusik.

Die große Abschlussveranstaltung zum Landeserntedankfest begann am Sonntag um 16:00 Uhr auf dem Marktplatz. Symbolisch wird dabei die Erntekrone an die Stadt Sebnitz übergeben, die das nächste Landeserntedankfest 2012 organisiert. Die Organisation des Landeserntedankfestes wird in jedem Jahr von der ausrichtenden Stadt, dem jeweiligen Landkreis und dem Sächsischen Landeskuratorium Ländlicher Raum e.V. (SLK) übernommen. Auch durch den Einsatz des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft hat sich das Landeserntedankfest zu einer traditionsreichen und beliebten Veranstaltung entwickelt.

Bild: Mit Blumen und Früchten geschmückte Reihe im Dom

Aufgrund der Verbindung des Landeserntedankfestes mit den Feierlichkeiten zum 1.050. Stadtjubiläum in Wurzen fiel das diesjährige Programm verständlicher Weise umfangreicher aus.
Darüber hinaus beginnen in diesen Wochen viele Kirchgemeinden in Sachsen mit den Vorbereitungen für die Erntedankgottesdienste. Traditionell gilt der 1. Sonntag im Oktober als Erntedanktag. Allerdings gibt es keine verbindliche Festlegung, sodass häufig bereits nach den Schuleinführungsgottesdiensten im September, je nach regionaler Festlegung, die Erntedankfeste in den Gottesdiensten gefeiert werden. Dann sind die Kirchen in Sachsen wieder in besonderer Weise mit Erntegaben, Blumen und Naturarrangements geschmückt. Mit dem alten bodenständigen Erntedankfest endet die längere festarme Zeit der Sommermonate und es beginnt die Zeit des Dankens, der Besinnung, Buße und Erwartung.

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