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Aktuelles

Kernlieder und Kerntexte zum Gebrauch in der Landeskirche

Vom fiktiven Bericht zum „aktiven Wortschatz“ im Glaubensleben

Bild: Texte und Gebete [können]

Im Jahr 2007 entstand ein fiktiver „Bericht aus der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens“, der die Sicht des Reformationstages 2017 vorwegnimmt und Aufgaben beschreibt, die lohnenswert erscheinen. Damit hatte sich die sächsische Landeskirche die Anregung des Reformprozesses „Kirche der Freiheit“, eine Verständigung über den Kernbestand zentraler Texte und Lieder zu erzielen, zu Eigen gemacht.

So hieß es: „Wir brauchen im Leben und Sterben eine geistliche »eiserne Ration«. Um möglichst viele Menschen damit auszustatten, haben sich in den Gemeinden Mitarbeitende im Verkündigungsdienst und ehrenamtliche Gruppenleiterinnen und -leiter verständigt, gleichzeitig bestimmte Themen, Bibelabschnitte, Lieder, Lebensbilder und Gebete zu bedenken.“[Ziel Nr.8]

Bild: Kernlieder im Evangelischen Gesangbuch

Einen Impuls der Landessynode aufgreifend haben darauf hin eine Arbeitsgruppe der Bezirkskatecheten und der Berufsverband der Kirchenmusiker in Sachsen mittels einer Befragung (VEKM) gemeinsam mit dem Landeskirchenamt eine Auswahl getroffen.
Folgende Grundentscheidungen waren dabei leitend: Zwölf Texte zum „Kennen“ und zwölf Texte zum „Können“ werden angeboten. Die erste Rubrik bietet größere biblische Abschnitte und Zusammenhänge, die einen festen Platz in der Verkündigung haben. Daneben stehen 12 Texte, die zum Memorieren geeignet sind. Sie sind als Teil des „aktiven Wortschatzes“ im Glaubensleben gedacht.

Die Choräle entstammen der Liedtradition des Evangelischen Gesangbuches.
Lieder und biblische Abschnitte sind für den Gebrauch im gesamten Kirchenjahr ausgewählt worden. Die biblischen Texte sind allesamt Predigttexte.

Bild: Grundbestand biblischer Texte [kennen]

Außerbiblische Texte sind mit dem Apostolischen Glaubensbekenntnis, den Zehn Geboten in der Fassung des Kleinen Katechismus mit Martin Luthers Erklärungen und einem Beichtgebet in die Liste aufgenommen worden. Dabei ist in bewusster Entscheidung das Beichtgebet aus der reformatorischen Tradition unserer Landeskirche ausgewählt worden. Es steht beispielhaft für das Anliegen der Liste in den Kreisen der Gemeinde die Beschäftigung mit den Texten und Liedern anzuregen. Sie sollen im gottesdienstlichen Leben weiterhin Aufnahme finden, im Gebrauch und in der Auslegung bedacht werden.

Auch in die Arbeitsfelder der Gemeindepädagogik sind sie einzubeziehen. Bezüge zum schulischen Religionsunterricht fördern und unterstützen „Kennen“ und „Können“. Damit beheimaten sie im Glauben und in der Landeskirche über regionale Besonderheiten und Prägungen hinaus.

Bild: Das Kirchenjahr
Das Kirchenjahr

Im Amtsblatt (Jg. 2012, Nr. 2) vom 27. Januar  werden in den dort beigefügten Übersichten die ausgewählten Lieder aus dem Evangelischen Gesangbuch nach kirchenjahreszeitlichen Gesichtspunkten angeordnet. In einer zweiten Liste sind sie in der Reihenfolge ihres Entstehens aufgelistet.
Die Kerntexte werden zum einen in der Abfolge der biblischen Bücher präsentiert. Die andere Liste unterscheidet die Rubriken „Kennen“ und „Können“. Den biblischen Abschnitten ist dabei ein Verweis auf ihre Verwendung in den sechs Perikopenreihen beigegeben.

Texte und Lieder werden in nächster Zeit auf der Internet-Seite der Landeskirche auch digital publiziert. Die Texte können heruntergeladen werden. Texte und Lieder werden als Audio-Dateien zur Verfügung stehen.

PDF zur genaueren Betrachtung unter LEBEN UND GLAUBEN

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