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Aktuelles

Rogate-Frauentreffen in sächsischen Kirchgemeinden

Vielfalt und Fülle der Ideen und Gaben werden unter den Frauen sichtbar

Bild: Plakat für das diesjährige Treffen der Frauen zu Rogate

Zum Wochenende des Sonntags Rogate am 13. Mai treffen sich an 32 Orten in der sächsischen Landeskirche Frauen der Kirchgemeinden zum Gottesdienst und zur Begegnung. Das traditionelle Treffen der Frauen steht in diesem Jahr unter dem Thema: „Die Süßigkeit des Glaubens“ und widmet sich u.a. der Liederdichterin Elisabeth Cruciger (1505-1535) als Beitrag zum Themenjahr 'Reformation und Musik'.

Landespfarrerin Antje Hinze von der kirchlichen Frauenarbeit erläutert das Thema: „Für die erste evangelische Liederdichterin ist der Glaube die ‚Süßigkeit im Herzen’. Alle sind eingeladen, sich auf ihr Gesangbuchlied ‚Herr Christ, der einig Gotts Sohn’ einzulassen. Musik ist eine wunderbare Gabe Gottes. Sie gibt Worten eine Form, die ins Ohr geht. So wird weitergetragen, was uns am Herzen liegt“.

Bild: Landespfarrerin Antje Hinze
Landespfarrerin Hinze

Die Landespfarrerin möchte dies zum Anlass nehmen, Frauen zu ermuntern, über den eigenen Glauben nachzudenken.

Zur Vorbereitung der Rogate-Feiern wurde wieder ein Materialheft herausgegeben und verteilt, in dem liturgische Anregungen zu einem Gottesdienst, thematische und historische Bezüge, Liedtexte, meditative Angebote sowie Hinweise zu gemeinsamen Treffen enthalten sind. Die Teilnehmerinnen werden zudem aufgerufen, kleine Süßigkeiten als Gruß aus ihrer Kirchgemeinde mitzubringen. Die Kollekte ist zur Hälfte für das Gustav-Adolf-Werk bestimmt, das damit ein Partnerinnentreffen mit polnischen Theologinnen in Krakau im Juni dieses Jahres unterstützen will.

Bild: Thematische Bezüge im Gottesdienst (Foto: © Rainer Oettel)

Die Rogate-Treffen wurden 1947 eingeführt, weil viele Frauen damals – durch den Krieg verwitwet – mit ihrer familiären Situation alleine fertig werden mussten. Daraufhin bot die Kirchliche Frauenarbeit für diese Frauen ein Fest unter dem Thema „Gottes Gebot für Frauen in Not“ an. In den 80er Jahren änderte sich der Stil der Frauentreffen. Während bis dahin ein längerer Vortrag einer Rednerin im Mittelpunkt der Treffen stand, wurden nun vermehrt Gestaltungsformen gefunden, in denen die Frauen vor Ort in die Planung und Durchführung einbezogen werden.
Ein Team aus haupt- und ehrenamtlichen Frauen erarbeitet das Thema und den Gottesdienstvorschlag.

Bild: Kirchenlied Nr. 67 von Elisabeth Cruciger, 1524

Die „Rogate-Frauentreffen“ sind Vergewisserung der biblischen Botschaft in die jeweilige persönliche und historische Situation von Frauen. Alles in allem wird bei den Treffen, die sich wie ein dichtes Netz über die Landeskirche ziehen, die Vielfalt und Fülle der Ideen und Gaben unter den Frauen in der Kirche sichtbar.

Der Sonntag „Rogate“ als Betesonntag folgt dem Singesonntag „Kantate“ und entstammt dem frühen liturgischen Brauch der Bittprozessionen. Er ist der sechste von sieben Sonntagen in der Osterzeit vor Christi Himmelfahrt.

Kirchliche Frauenarbeit

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