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Aktuelles

5. Elbekirchentag am 30. Juni und 1. Juli in Meißen

Christinnen und Christen mit Einsatz für den natürlichen Erhalt der Elbe

Bild: Einladung nach Meißen zu umfangreichem Programm zum Elbekirchentag

Die Initiative „Brücken bauen“, ein ökumenisches Projekt christlicher Gemeinden, lädt am 30. Juni und 1. Juli 2012 zum Elbekirchentag nach Meißen ein. Der Evangelisch-Lutherische Kirchenbezirk Meißen, die Evangelische Akademie Meißen und das Hahnemannzentrum in Meißen veranstalten unter der Schirmherrschaft des sächsischen Landtagspräsidenten Dr. Matthias Rößler den 5. Elbekirchentag unter dem Motto „Elbe leben“.

Drei Themenschwerpunkte stehen auf dem Programm des Elbekirchentages: Die Elbe als Kultur- und Lebensraum, die Jahrhundertflut 2002 und die Diskussion über die weitere Elbgestaltung. Auf dem „Markt der Möglichkeiten“ präsentieren sich Gruppen und Einrichtungen, die sich mit der Elbe beschäftigen. Beispielsweise stellen das Kinder- und Jugendhaus KAFF, die Evangelische Akademie Meißen, das Projekt Brücken Bauen, die Pfadfinder und die DLRG Meißen ihre Arbeit vor.

PROGRAMM

Bild: Stop-Schild an der Elbe
STOP an der Elbe oder für die Elbe lässt mehrere Deutungen zu

Am Sonnabend, 30. Juni, wird um 11:00 Uhr der 5. Elbekirchentag im Empfangspavillon auf der Uferwiese links der Elbe eröffnet. Grußworte sprechen Andreas Stempel, Superintendent des Kirchenbezirks Meißen, Dr. Bernhard Dittrich, Dekan und Pfarrer der Katholischen Gemeinde St. Benno Meißen, Dr. Matthias Rößler, Arndt Steinbach, Landrat des Landkreises Meißen und Olaf Raschke, Oberbürgermeister der Stadt Meißen. Dazu werden drei Elbeschwimmer aus Dresden erwartet. Die musikalische Gestaltung übernehmen der Bläserkreis von St. Afra, Meißner Dom sowie DLRG, moderiert wird die Eröffnung von Pfarrer Bernd Oehler, Kirchgemeinde St. Afra in Meißen und Projektleiter des Elbekirchentages.

Bild: Torsten Kettritz und Claus-Rainer Wolter aus Dessau nach dem Trainingsschwimmen
Torsten Kettritz, Claus-Rainer Wolter

Zuvor schwimmen am frühen Sonnabendmorgen die Elbeschwimmer Claus-Rainer Wolter und Torsten Kettritz gemeinsam mit Cornelia Müller von Dresden nach Meißen zur Eröffnung des 5. Elbe-Kirchentages. Sie starten kurz nach 6:00 Uhr am Dresdner Fährgarten Johannstadt um nach 28 geschwommenen Flusskilometern gegen 11:15 Uhr Meißen zu erreichen. Dort werden sie von den Teilnehmern des Elbe-Kirchentages begrüßt. "Flüsse schützen – Generationen nützen" ist die Botschaft der Elbeschwimmer. Mit ihren spektakulären Aktionen machen sie auf die Elbe, ihre Einzigartigkeit und ihre bezaubernde Schönheit aufmerksam. Die beiden 64 und 50 Jahre alten Männer kommen aus Dessau. Cornelia Müller arbeitet in einer Kirchenkanzlei der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens und lebt Flussaufwärts am Rande des Stroms. Als sie 2011 von der Schwimm-Aktion 'Elbe verbindet – Staustufe trennt' erfahren hat, ist sie spontan 10 Kilometer mitgeschwommen.

Im Eröffnungspavillon stehen am Sonnabend verschiedene Angebote auf dem Programm, beispielsweise eine Bibelarbeit mit Dr. Bernhard Dittrich zum Thema „Schwester Wasser“ und „Mein Blick auf die Elbe“ – Gedanken zur Elbe mit Dr. Matthias Rößler und Andreas Stempel. Zu Wanderungen entlang der Elbe laden die Veranstalter des Elbekirchentags ein, so zur Flutvorsorge-Wanderung, zu zwei Flutgedächtniswanderungen und zu einer Elbauenwanderung. Zwischen 13:00 und 13:30 Uhr findet das Elbeschwimmen statt, der Einstieg ist linkselbisch unterhalb der Eisenbahnbrücke und die Strecke wird durch die DLRG gesichert.

Bild: Elbe weit über den Ufern während einer Flut
"Elbemare" vor dem Blauen Wunder in Dresden während einer Überflutung im Süden der Stadt

Zu zwanzigminütigen Fachvorträgen zur Elbe werden die Besucherinnen und Besucher zwischen 12:30 und 15:00 Uhr im Café im Theater der Stadt Meißen erwartet, u.a. „Kann ich in der Elbe baden? – Die Entwicklung der chemischen Wassergüte über die letzten Jahre und Jahrzehnte.“, „Hochwasserschutz – Müssen wir uns eine Arche bauen?“ oder „Der Lachs kommt wieder. – Die Wiedereinbürgerung des Atlantischen Lachses in der Elbe“.

Bild: Blick zum Domberg über Meißen
Neben Musik im Dom sind an vielen Orten der Stadt Veranstaltungen geplant

Im Theater finden zwischen 15:00 und 17:00 Uhr Podiumsdiskussionen zum Thema „Zukunftsperspektiven für Mensch und Natur entlang der Elbe“ statt, u.a. mit Referenten aus dem Sächsischen Staatsministerium für Umwelt, der Evangelischen Kirche Anhalts, der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Ost, der Sächsischen Dampfschifffahrt, dem Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde und von Bündnis 90/ Die Grünen. Die Diskussionen und Referate sollen für den Umgang mit der Natur sensibilisieren, beispielsweise Flüsse und angrenzende Gebiete. Dabei steht auch die Erinnerung an die Hochwasserkatastrophe 2002 und deren Folgen im Mittelpunkt des Elbekirchentages. Oberlandeskirchenrat Dietrich Bauer aus Dresden wird ein Grußwort seitens der sächsischen Landeskirche an die Teilnehmer des diesjährigen Elbekirchentags richten.

Bild: Elbeverlauf durch die Sächsische Schweiz nach Norden

„Der Fluss ist ein Schöpfungsgut“, so Pfarrer Bernd Oehler. 2010 wurde von der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland, der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, der Evangelischen Landeskirche Anhalts, der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs und der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers ein Positionspapier zur Zukunft der Elbe verabschiedet, in dem es hieß: „Die Elbe prägt Landschaft und Kultur in weiten Teilen Deutschlands. Die unterzeichnenden Landeskirchen sehen sich gemeinsam in der Verantwortung, Zukunftsperspektiven für Mensch und Natur entlang der Elbe zu wahren. Die Erde ist als Teil der Schöpfung dem Menschen anvertraut, sie zu bewahren und zu gestalten.

Bild: Blick in den Kreuzgang an der St.-Afra-Kirche auf dem Akademiegelände
Am Ende des Kreuzgangs ist die Tür in die St.-Afra-Kirche

Chormusik alter und neuer Musik erklingt von 17:00 bis 18:00 Uhr im Meißner Dom. Vorgetragen wird sie vom Kammerchor „Cortissimo Dresden“ unter der Leitung von Stephan Thamm mit einem geistlichen Wort von Dompropst Andreas Stempel.
„Ein Fisch im Vogelhaus. Ein Lesebuch mit Geschichten um das Hochwasser in Meißen“ heißt es dann um 19:00 Uhr in der Bibliothek der Klosterruine Heilig Kreuz zur Autorenlesung. Ab 20:00 Uhr geht es musikalisch mit Open Air auf der Klausurwiese an der Klosterruine weiter. So gibt die Neue Kantorei St. Afra ein Gospelkonzert, die Afraband spielt und um Mitternacht endet der Tag mit Singen am Feuer, begleitet von Cello, Gitarre und Mundharmonika.

Am Sonntag, 1. Juli, findet um 11:00 Uhr entlang des Kreuzganges auf dem Akademiegelände ein Posaunengottesdienst mit Agapemahl statt, musikalisch ausgestaltet von den Bläsern des Kirchenbezirkes und dem Chor und Gospelchor der Neuen Kantorei St. Afra.

Nach dem Gottesdienst werden Führungen durch die Klosterruine Heilig Kreuz an der Elbe angeboten. Ab 12:30 Uhr geben der Kinderchor St. Afra und anschließend Gerhard Schöne ein Konzert. Von 14:00 bis 15:00 Uhr wird Rückblick und Ausblick unter dem Thema „Christinnen und Christen für die Elbe 2002 – 2012“ gehalten. Nach dem Reisesegen werden ab 15:30 Uhr Papierschiffchen auf den Weg nach Hamburg geschickt, wo 2013 der nächste Elbekirchentag stattfindet.

 

Bild: Klosterruine Heilig Kreuz bei Meißen

Während des gesamten Wochenendes haben Ausstellungen, offene Kirchen (Dom, St. Afra und Frauenkirche), ein Umweltmobil und der Raum der Stille in der Bibliothek der Klosterruine geöffnet. In die Sakristei der Kirchruine laden die Veranstalter Kinder zum Verweilen ein. Ein Labyrinth, Freiluftxylophon, Wasserspiele in der „Tonmulde“, Kräutergarten und Lehmhüttendorf erwarten die kleinen Besucherinnen und Besucher. Meißner Bürgerinnen und Bürger zeigen besondere Elbefotografien in der Ausstellung „Elbe (er)leben: Mein schönstes Bild der Elbe“ im Theaterfoyer. Im Stadtmuseum ist die Fotoausstellung „Wasserzeichen 2002“ als Erinnerung an die Flut 2002 zu erleben. In der Klosterruine findet die Ausstellung „Faszination Wasser“ statt.

2013 sind Hamburg und 2014 Cuxhaven als Veranstaltungsorte für den Elbekirchentag geplant. 2008 fand der erste Elbekirchentag in Coswig (Sachsen-Anhalt) unter dem Wort „Ein Fluss verbindet“ statt.

Elbekirchentag

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