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Aktuelles

EKD-Arbeitskreis beschäftigt sich mit „Gospel in der Kirche“

2. „Gospel!day“ bundesweit für den 22. September geplant

Logo: Gospel fuer eine gerechtere Welt

„Gospel in der Kirche“, ein Arbeitskreis der EKD, beschäftigt sich mit den Möglichkeiten über Gospelmusik Menschen zu erreichen. Seit 2009 treffen sich die Mitglieder, um ihre Erfahrungen von Gospel auf das kirchliche Leben auszutauschen. Beispielsweise wird zu besonderen Gospelgottesdiensten, zu Hochzeiten oder in Gemeindegruppen sowie in Chorgemeinschaften Gospel gesungen. Damit entstehen auch neue Formen kirchlichen Lebens. Für Sachsen wurde Eva von der Heyde aus Leipzig in den EKD-Arbeitskreis berufen. Dort bringt die aktive Gospelsängerin und Leiterin des Gospelchors „Open Up Wide“ der Thomaskirche in Leipzig ihre Erfahrungen ein und tauscht sich mit anderen Aktiven der Gospelszene aus.

In diesem Jahr trafen sich Interessierte zum Gospelkirchentag in Dortmund, um über ihre Erfahrungen zu sprechen. Von der Heyde hielt zwei Workshops, in denen der „Gospelgottesdienst“ und „Gospel macht Gemeinde“ auf dem Programm standen. Vorgestellt wurde auch der neue Glaubenskurs „GospelTalk“, bei dem Menschen durch Gospelsongs ins Gespräch über den Glauben kommen. Am 25. Juni erschien dazu bei der Verlagsgruppe Random House unter dem Titel „GospelTalk“ ein Buch, herausgegeben von Hermann Brünjes, in dem Chormitglieder über ihren Glauben sprechen.
6.000 Sängerinnen und Sänger sangen zum Gospelkirchentag den Gospel!daysong „We can move mountains“ („Wir können Berge versetzen“) des Dänen Hans-Christian Jochimsen. Damit erinnern sie an eine Milliarde Menschen, die Hunger leiden.

Für den 22. September ist ein bundesweiter Gospel!day geplant, an dem sich auch Gospelchöre aus Sachsen beteiligen. Mittags um 12:00 Uhr singen Chöre an verschieden Orten den Song des Gospelkirchentages, so beispielsweise der Gospelchor der Thomaskirche auf dem Leipziger Hauptbahnhof oder der Ökumenische Gospelchor aus Zwickau in den Arkaden, einer Einkaufspassage in der Zwickauer Innenstadt und ein Gospelchor in Annaberg-Buchholz.

Bild: Gospelplakat

Weitere Auftrittsorte sind u.a. Marktplätze und Tagungshäuser. „An jeder Ecke singt ein Chor. Gospel zwischen Kühltheke und Kanzel, vor dem Brandenburger Tor, auf der Zugspitze und in vielen Bahnhöfen“, so Matthias Kleiböhmer vom Aktionsbüro Gospel für eine gerechtere Welt. Auch Chöre aus Afrika und dem europäischen Ausland beteiligen sich an der Aktion. Einige geben zusätzlich an dem Wochenende Benefizkonzerte oder nutzen den Tag zur Vernetzung mit anderen Chören. Sie veranstalten Workshops und treten gemeinsam auf. Erwartet werden 300 Chöre mit 12.000 Stimmen.
Über 7.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sangen in 260 Chören bereits beim ersten Gospelday, der 2011 an über 200 verschiedenen Orten gleichzeitig stattfand.

Bild: Gospelchor Annaberg

Auch in Sachsen sind zahlreiche Gospelchöre aktiv und laden zu ihren Konzerten ein. So trat beispielsweise der Kantor der Kirchgemeinden Großpösna, Seifertshain, Fuchshain und Kleinpösna im Leipziger Land, Maik Gosdzinski, am 7. Juli ab 22:00 Uhr mit den Gospel Travellers in der Radfahrerkirche Erdmannshain auf. Auf dem Programm stand für das Publikum Mitmachen, Mitsingen, Mittanzen oder Mitklatschen. Am 8. Juli fand in der Leipziger Lutherkirche ein Mitsingkonzert mit dem Leipziger Gospelchor „Open up wide“ statt. Auch der Jugendchor des Albert-Schweizer-Gymnasiums in Limbach-Oberfrohna singt u.a. Gospel und tritt damit in Kirchen der Stadt auf. Konzertreisen führten den Chor bereits in den Stephansdom nach Wien, in das Parlament von Ottawa und in die New Yorker St.-Pauls-Kirche.

Bild: Gospelchor Glauchau

Im Erzgebirge trafen sich im Frühjahr 120 Sängerinnen und Sänger zu einem Gospelprojekt unter der Chorleitung von Liedermacher Jonathan Leistner aus Zschopau. Nach dem großen Erfolg startet im Spätsommer erneut ein Projekt. „Wir haben in den Proben sehr viel Freude erlebt, und wir möchten das Projekt fortsetzen.“, so Christian und Katharina Werner aus Seiffen, die für die Organisation verantwortlich sind. Carmen und Friedemann Wutzler, Dozenten im Fach Chorleitung für Popularmusik an der Hochschule für Kirchenmusik in Dresden, übernehmen die Chorleitung. Für das neue Projekt haben sie vier Proben angesetzt, am 23. und 30. August sowie am 6. und 13. September, jeweils von 18:15 bis 20:30 Uhr im Erbgericht Großhartmannsdorf. Im Frühjahr fanden drei Gospelgottesdienste statt, die von den Sängern des Projektes musikalisch ausgestaltet wurden. Dieses Mal sind vier Auftritte geplant, so zum Tag der Sachsen in Freiberg am 9. September, von 11:00 bis 12:30 Uhr auf der Bühne am Schlossplatz und von 15:00 bis 16:00 Uhr auf der Bühne am Untermarkt. Zwei weitere Auftritte finden am 16. September in Kirchgemeinden des Erzgebirges statt. „Mehr als 90 Sänger haben sich schon angemeldet. Wir wünschen uns 120 bis 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und freuen uns über jede weitere Anmeldung.“, so Christian Werner.

In der St. Marienkirche in Marienberg gestaltete am 15. Juli der große Projektchor des Kirchenbezirks, begleitet von einer Band, den Gottesdienst mit Gospels musikalisch. Eine Latin-Messe mit Kyrie-Mambo, Halleluja-Reggae und Heilig-Samba bildete das liturgische Grundgerüst. Die Heimvolkshochschule Kohren-Sahlis plant vom 12. bis 14. Oktober ein Gospelwochenende für alle, die gern Gospel singen oder diese Musikrichtung ausprobieren möchten. Ebenso am 14. Oktober ist um 10:00 Uhr in der Hoffnungskirche in Freital-Hainsberg der Abschluss des Gospelprojektes 2012 mit dem Gospelchor Freital und Band sowie Liedermacher Wolfgang Tost unter der Leitung von Kantor Gottfried Nestler geplant. (1.8.12)


 

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