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Aktuelles

Landesbischof besuchte mit Jugendlichen Taizé

Aktueller Bericht von der Sommerfahrt der Evangelischen Jugend aus Taizé

Bild: Gruppenbild der sächsischen Besuchergruppe im französischen Taizé

53 Jugendliche aus 12 Kirchenbezirken der Landeskirche waren letzten Sonnabend, 25. August, nach Taizé (Frankreich) aufgebrochen. Begleitet wurden die sächsischen Jugendlichen zwei Tage lang von Landesbischof Jochen Bohl. In der ökumenischen Gemeinschaft der Taizé-Brüder und zusammen mit hunderten von Jugendlichen aus der ganzen Welt werden die jungen Menschen noch bis zum 2. September dort beten und singen, über weltweite Fragen diskutieren, Besinnung suchen und Kraft schöpfen.

Bild: Landesbischof Bohl, Freré Timotheé und Landesjugendpfarrer Tobias Bilz im Garten der Bruderschaft
Jochen Bohl und Freré Timotheé

Der Aufenthalt in Taizé steht unter dem Thema: Einfachheit – Freude – Barmherzigkeit. Viel Freude bereitete allen Teilnehmenden das Speed-Dating  auf der langen Busreise. Bei beständigen Platzwechseln lernte man sich untereinander kennen, auch Landesbischof Jochen Bohl und Landesjugendpfarrer Tobias Bilz konnten die Jugendlichen auf diese Weise kurz, aber ganz persönlich befragen.

„Bless the Lord my soul“ erklang es durch den Bus, eines der vielen Taizé-Lieder, das sich bald als der Hit erweisen würde. „Es war für mich eine schöne Erinnerung an Zeiten, als ich selbst als Jugendpfarrer mit Jugendlichen unterwegs war“, sagte Landesbischof Bohl.
Der Samstagabend hielt noch eine ganz besonderes Ereignis für die gerade Angekommenen bereit: die Lichterandacht gemeinsam mit 3.000 Jugendlichen, jeder eine brennende Kerze in der Hand, Gesänge, aber auch Stille – was für eine Atmosphäre.

Bild: Landesbischof (r.) im Gespräch mit Freré Alois, Prior der Gemeinschaft in Taizé
(l.) Freré Alois, Prior der Gemeinschaft in Taizé

Am Sonntag traf sich Landesbischof Bohl mit Freré Alois, Prior der Gemeinschaft in Taizé und Nachfolger von Freré Roger. Sie sprachen über die Situation der Landeskirche nach der Wende. Bohl berichtete über die Entwicklung Evangelischer Schulen und anderer christlicher Einrichtungen in Sachsen und beide verständigten sich über Chancen und Möglichkeiten missionarischen Wirkens in einer säkularisierten Gesellschaft. Freré Alois erzählte, wie der Gedanke von Taizé sich mit den internationalen Jugendtreffen über die Grenzen Europas hinausbewegt. So wird es im Rahmen des Pilgerwegs des Vertrauens auf der Erde im November ein großes Jugendtreffen in Ruanda geben.

Am Nachmittag hatten dann die sächsischen Jugendlichen Gelegenheit, mit dem Landesbischof, Landesjugendpfarrer Tobias Bilz und Freré Timotheé im Garten der Bruderschaft zu reden. „Es ergaben sich intensive Gespräche zwischen den Beteiligten. Die Zeit verging wie im Fluge. Jugendliche interessiert eben, wie man Bischof oder Taizé-Bruder wird“, berichtet Tobias Bilz aus Taizé.

Bild: Landesbischof Bohl im Gespräch auf der Hinfahrt

Zum Abschluss erklang noch einmal "Bless the Lord my soul" - nun als Reisesegen für Bischof Bohl. Leider musste er aus terminlichen Gründen bereits am Montag seine Rückreise antreten. Mit einem großen Applaus zeigten ihm die Jugendlichen, wie sie seine Teilnahme geschätzt haben. „Besonders beeindruckt hat mich die Glaubensvielfalt der Jugendlichen unterschiedlicher Konfession, die im Gebet und Gesang beieinander waren und gemeinsam Christus bekannten und lobten“, so der Landesbischof kurz nach seiner Rückkehr.

Die Gäste aus Sachsen werden nun noch bis zum Sonntag wie alle Jugendlichen in Taizé nach dem Tagesprogramm leben. Dazu gehören Morgengebet, Frühstück, Impuls und Bibelgespräch in Kleingruppen, Mittagsgebet und Mittagessen, danach Workshops und Arbeitseinsätze. Nach dem Abendgebet und Abendessen treffen sich viele am einzigen kleinen Kiosk, um zu reden, zu singen und zu tanzen – bis es kurz vor Mitternacht still wird in den Zelten.(28.8.12)

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