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Aktuelles

Studientage zum neuen Transplantationsgesetz

Erster Studientag: „Juristische Grundlagen und praktische Umsetzungen“

Bild: Einladung und Programmausschnitt zur Tagung

Zu einem ersten Studientag zum neuen Transplantationsgesetz (TPG) lädt die Evangelische Akademie Meißen in Kooperation mit der Krankenhausseelsorge der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens am 5. September nach Meißen ein. Von 10:00 bis 17:00 Uhr beschäftigen sich die Teilnehmer mit den juristischen Grundlagen und praktischen Umsetzungen.

Den Einführungsvortrag zum neuen TPG hält Professor Dr. jur. Heinrich Lang, Diplom-Sozialpädagoge, Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Sozial- und Gesundheitsrecht an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Anschließend spricht Privatdozent Dr. med. habil. Sven Bercker, Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie am Uniklinikum Leipzig, über „Die Konsequenzen des Urteils für die Transplantationsmedizin“. Im nächsten Vortrag mit Rechtsanwalt Jan Willkomm, Fachanwalt für Medizinrecht aus Leipzig, steht „Das neue TPG aus der Sicht des Medizinrechts: Auswirkungen für die beteiligten Akteure“ im Mittelpunkt.

Nach der Mittagspause werden in Arbeitsgruppen die Themen der Fachvorträge vertieft. Die Teilnehmer können ihre eigenen Fragen und Sichtweisen mit den Experten diskutieren.

Bild: Organspendeausweis

Mit der Methode des Gallery Walk (Galleriespaziergang) werden die Ergebnisse der einzelnen Gruppen zusammengeführt. So können sich alle damit auseinandersetzen und ins Gespräch kommen.

Die Veranstaltungsreihe umfasst insgesamt drei Studientage, die zur sachlichen Aufklärung über das neue TPG beitragen sollen. Der zweite Studientag findet am 27. November statt. Auf dem Programm steht „Tod und Sterben unter dem neuen Transplantationsgesetz: theologische, philosophische und medizinische Betrachtungen“. Am 11. Dezember folgt der dritte Studientag mit dem Thema „Leben und Sterben unter dem neuen Transplantationsgesetz: „Was bedeutet das neue Transplantationsgesetz für die beteiligten Akteure?“.

Bild: Gebäude der Evangelischen Akademie in Meißen

„In drei Studientagen sollen Geist und Grenzen des neuen Gesetzes, die ethischen Konfliktfelder und die Perspektiven der beteiligten Personengruppen untersucht und bearbeitet werden“, so Dr. Jörg Michel, Studienleiter im Bereich Naturwissenschaft in gesellschaftlicher Verantwortung der Evangelischen Akademie Meißen.

Am 1. August trat die Änderung des Transplantationsgesetzes der Bundesrepublik Deutschland in Kraft. Zum 1. November wird die „Entscheidungslösung“ eingeführt. Somit werden alle krankenversicherten Personen ab dem vollendeten 16. Lebensjahr von ihren Krankenkassen oder Versicherungen angeschrieben, um sich mit der Frage der Spendenbereitschaft zu befassen. Es besteht keine Entscheidungs- bzw. Erklärungspflicht.

„Für uns als Kirche ist das Thema so wichtig, da sich den Menschen im Zusammenhang mit ihrer Spendenbereitschaft die Fragen nach der Begrenztheit und dem Ende des Lebens stellen. Aus christlicher Sicht gibt es kein Recht die Entscheidungen für oder gegen eine Organspende zu werten“, so Oberkirchenrat Frank del Chin, Referent für Seelsorge und Beratung im Landeskirchenamt.

Bild: Beteiligte am Ökumenischen Gottesdienst in der Kreuzkirche

In der Dresdner Kreuzkirche fand am 2. Juni anlässlich des 30. bundesweiten Tags der Organspende ein Ökumenischer Dankgottesdienst unter dem Motto „Damit sie das Leben haben“ (Joh. 10,10) statt.(2.9.2012)

Evangelische Akademie Meißen

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