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Aktuelles

Sächsischer Religionslehrertag am 9. November in Leipzig

Religionslehrertag nach 20 Jahren Religionsunterricht in Sachsens Schulen

Bild: Nikolaikirche in Leipzig
Festgottesdienst in der Leipziger Nikolaikirche

Zum diesjährigen Treffen der sächsischen Religionslehrer am 9. November in Leipzig werden wieder hunderte Pädagogen zu Vorträgen und zehn Werkstätten auf dem Campus der Universität erwartet. In diesem Jahr sind auch Ruheständler eingeladen, die beim Aufbau des Ev. Religionsunterrichtes mitgewirkt haben.

Ein Festgottesdienst in der Nikolaikirche um 9:30 Uhr mit Landesbischof Jochen Bohl und dem Universitätsprediger Professor Dr. Peter Zimmerling sowie ein anschließender Festakt im Hörsaalgebäude (Universitätsstraße 1) erinnern an 20 Jahre evangelischen Religionsunterricht im Freistaat Sachsen. Die Sächsische Staatsministerin für Kultus, Brunhild Kurth, hat aus diesem Anlass ihr Kommen zugesagt.

Bild: Flyer mit Einladung und Programm

Die Professoren Roland Biewald (TU Dresden) und Helmut Hanisch (em., Universität Leipzig) werden unter der Überschrift „20 Jahre Evangelische Religion – ein Schulfach zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ die bisherige Entwicklung in einem Festvortrag würdigen und Impulse für die Weiterarbeit geben.

Der Leipziger Religionslehrertag als Fortbildungsveranstaltung steht unter dem Thema „Wurzeln und Flügel – Religionsunterricht und Lebensorientierung“ und setzt sich mit Werkstätten um 14:00 Uhr in Hörsälen und Seminarräumen im Neuen Augusteum fort. „’Wurzeln und Flügel’ – sie stehen für die Herkunft und den Grund menschlichen Lebens ebenso wie für die Notwendigkeit von Orientierung, Zuversicht und Hoffnung. In den Werkstätten für unterschiedliche Schularten sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufgefordert, nach didaktischen Impulsen zu fragen, wie die anregende und spannende Suche junger Menschen nach Lebens-Werten und -Wertem angestoßen und begleitet werden kann“, so die Bildungsreferentin im Landeskirchenamt, Gabriele Mendt (Dresden). Die Anmeldungen für den Tag und für die Fortbildungsveranstaltungen seien jetzt angelaufen.

Bild: Bildungsreferentin Gabriele Mendt in einer Schule beim 'Workshop Religion'

An öffentlichen Schulen wählen derzeit ein Viertel der Schülerinnen und Schüler (ca. 69.000) in Sachsen das Wahlpflichtfach Evangelische Religion, die anderen nehmen am Ethikunterricht teil. An freien Schulen nehmen weitere 14 000 Schüler am Ev. Religionsunterricht teil. Neben staatlichen Lehrkräften unterrichten 356 Gemeindepädagogen und 195 Pfarrer das ordentliche Schulfach, welches auch von Schülern gewählt wird, die nicht evangelische Kirchenmitglieder sind.

Erstmalig in diesem Schuljahr stagniert der Aufbau der Zweistündigkeit laut Stundentafel. Teilweise findet sogar eine Rückentwicklung statt aufgrund fehlender Lehrer besonders im Bereich Ethik. Die Gruppenbildung mit möglichst 28 Schülern und mehr - im Ev. RU teilweise aus bis zu 4 Klassen - verdrängt den Religionsunterricht in die Randstunden. Damit  verschlechtern sich die Ausgangsbedingungen im Vergleich zu Ethik. In den Grundschulen ist die Beteiligung von 27 auf 19 Prozent gesunken.(12.9.12)

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