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Aktuelles

14. Tschechisch-Deutschen Kulturtage

Ein tschechisch-deutsches Gemeinschaftskonzert in der Stadtkirche Sebnitz

Bild: Konzert in der Stadtkirche Peter-Paul in Sebnitz (Foto: Ullrich Forkert)

Von Matthias Langer

Im Rahmen der Konzertreihe „Musik in Peter Paul“ und der 14. Tschechisch-Deutschen Kulturtage erklang am Sonntag, 4. November, ein Gemeinschaftskonzert dreier Ensembles in der Ev.-Luth. Stadtkirche Sebnitz.
Das Konzert eröffnete das Bläserkollegium Dresden unter Prof. Günter Schwarze mit Jaromír Weinbergers „Paukenkonzert“. Mit noblen Bläsertönen und präzisem Paukenschlag schufen sie eine spannungsgeladene Atmosphäre. Diese übernahm der Sinfoniechor Dresden – der Extrachor der Sächsischen Staatsoper Dresden – unter Peter Fanger mit drei Stücken a cappella, von denen der Chor insbesondere Anton Bruckners „Locus iste“, u.a. durch eindrücklich leise Töne, ergreifend darbot.

Dass sich das Benda Kammerorchester aus Ústí nad Labem auf die Klangsprache seines Landsmanns František Tuma ausgezeichnet versteht, bewies es unter Jirí Havlík mit der Aufführung von Tumas „Sinfonia in B-Dur“, die es in einer durchsichtigen und fein differenzierten Interpretation musizierte.
Die höchst interessante Dramaturgie des Konzerts leitete nun zu einem weiteren tschechischen Komponisten und dem großen Hauptwerk des Abends über: Gemeinsam gestalteten die drei Ensembles unter Peter Fanger Pavel Josef Vejvanovskýs „Missa Florida” für Soli, Chor und Orchester.

Die Solistenpartien übernahmen Julia Böhme (Sopran), Jelena Josic (Sopran), Josefine Rücker (Alt), Martin Rieck (Tenor) und Michael Schultz (Bass). Die fünf Studenten der Dresdner Musikhochschule überzeugten mit sauber geführten Stimmen, hoher Präzision und nicht zuletzt mit eindrucksvoller Gestaltung ihrer Partien.

Das Publikum dankte ihnen und den Ensembles mit wachsender Begeisterung, die sich nach der schwungvollen Aufführung von Ernst Thilo Kalkes fünf Gospels „Glory Hallelujah“ in einem stürmischen Applaus Bahn brach. Der Kanon „Dona nobis pacem“ – von Prof. Günter Schwarze in zahlreichen Steigerungen vom solistischen Glockenspiel über Solisten, einzelne Instrumentengruppen und den Chor bis hin zum Tutti gesetzt – wurde schließlich gemeinsam mit dem Publikum gesungen und beschloss den Konzertabend.

Das Projekt der drei Ensembles, das maßgeblich vom EU-Förderprogramm Ziel 3 finanziert wurde, macht Lust auf weitere derartige Gemeinschaftskonzerte von engagierten tschechischen und deutschen Sängern und Musikern.(5.11.12)

Tschechisch-Deutsche Kulturtage

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