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Aktuelles

Die ARD-Themenwoche vom 17.-23. November 2012

Ein Programmschwerpunkt im Fernsehen, im Radio und im Internet

Bild: Wort-Bild-Marke zur ARD-Themenwoche

Die ARD-Themenwoche 2012 steht unter dem Motto „Leben mit dem Tod“. Vom 17. bis zum 23. November widmet sich die ARD im Fernsehen, im Radio und im Internet dem Umgang mit Tod und Sterben. Die Themenwoche soll helfen, Sprachlosigkeit im Angesicht von Tod und Trauer zu überwinden, dem Verdrängen entgegenzuwirken und einen gesellschaftlichen Diskurs anzuregen. Die Federführung für diese Themenwoche liegt beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) und beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR).

Ziel der ARD-Themenwoche ist es, eine gesellschaftliche Debatte anzustoßen, an der sich Viele beteiligen können, weil die ARD ihnen über verschiedene Fernseh-, Radio- und Onlineangebote den individuellen Einstieg ermöglicht. Ein umfassendes Informationsangebot zu ethischen, moralischen, religiösen, juristischen und pragmatischen Aspekten soll dabei konkrete Hilfestellung geben. Mit sorgfältig ausgewählten Spielfilmen, Reportagen, Dokumentationen, Features, Diskussionen und Interaktionen will die ARD starke emotionale Akzente setzen und die Zuschauerinnen und Hörer umfassend informieren. Als Paten für die ARD-Themenwoche engagieren sich die Theologin Margot Käßmann, der Kabarettist Dieter Nuhr und ARD-Moderator Reinhold Beckmann.

Die Kirchen sind gerade bei diesem Thema gefragte Gesprächspartner. Dies ist im Kirchenjahr zwischen Volkstrauertag und Ewigkeitssonntag ein Schwerpunkt, wo sich Kirchgemeinden öffnen und mit eigenen Veranstaltungen die Themenwoche aufnehmen können, um christliche Perspektiven deutlich werden zu lassen. Beispielsweise sind öffentliche, nichtkommerzielle Filmvorführungen in Kirche oder Gemeindesaal, vielleicht mit anschließender Diskussion, möglich.

Es gibt drei inhaltliche Schwerpunkte, die sich im Ersten, in den Dritten Programmen, im Radio und im Internet wiederfinden: „Wie wir umgehen mit dem Tod“, „Wie wir sterben wollen“ und „Was am Ende bleibt“.

Bild: Kurzfilm

Im ersten Schwerpunkt „Wie wir umgehen mit dem Tod“ steht das Verhältnis der Menschen zum Tod im Mittelpunkt: Welche Rolle spielt der Tod in unseren Köpfen, wann und wie kommt er dort vor, wie reden wir darüber? Obwohl wir von unserem Ende wissen, verdrängen wir es, sprechen nicht darüber. Der Schwerpunkt soll Tabus bewusst machen, gezielt hinterfragen und zur Überwindung der allgemeinen Sprachlosigkeit beitragen. Er soll einen Paradigmenwechsel in Deutschland befördern: Weg vom Jugendwahn einer ökonomisierten und fast ausschließlich leistungsorientierten Gesellschaft hin zur Neuentdeckung von Trauerarbeit, Bewahrung des Andenkens Verstorbener und Totenkult.

Bild: Dokumentation über Lebensabend im Seniorenheim

Im zweiten Schwerpunkt „Wie wir sterben wollen“ steht der Sterbeprozess im Mittelpunkt: Die Entscheidung darüber, wie, wo und wann gestorben wird, fällt auf Grundlage moralischer, juristischer und religiöser Urteile sowie gesellschaftlicher Normen und politischer Rahmenbedingungen. Die Frage der Selbstbestimmung ist dabei ein zentrales Thema. Aber: Mehr als die Hälfte aller Deutschen haben keine Erfahrung mit Sterben und Tod, sie wissen nicht, wie man tröstet und trauert, obwohl die Gesellschaft zunehmend altert. Der Schwerpunkt soll Menschen aufklären. Er regt zudem die Diskussion über würdevolles Sterben als gesellschaftliche Aufgabe an.

Bild: Eliasfriedhof in Dresden

Im dritten Schwerpunkt „Was am Ende bleibt“ wird diskutiert, was bleibt, wenn jemand gestorben ist – physisch und mental. Denn die Auseinandersetzung mit dem Ende ist immer verbunden mit dem Nachdenken über unser Leben, unsere Beziehungen und Bilanzen. Der Schwerpunkt soll entsprechend Jung und Alt zu einer eigenen Zwischenbilanz ihres Lebens anregen. Er soll Denkanstöße liefern, sich mit der Vorstellung vom eigenen Ende zu beschäftigen und darüber mit anderen ins Gespräch kommen. Was bleibt von mir? Was soll bleiben, in Erinnerungen, in Lebenszeugnissen, im Internet?(13.11.12)

ARD Themenwoche

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