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Aktuelles

Advent ist im Dezember – Erwartungen zum Fest

EKD-Musikprojekt „366+1, Kirche klingt 2012“ erreicht im Advent Sachsen

Bild: Blick in die Kirche während der Aufführung des Bachschen Weihnachtoratoriums (Foto: KG Riesa)

DRESDEN - Mit dem 1. Adventssonntag (2. Dezember) beginnt das neue Kirchenjahr und es öffnet sich eine Zeit der Erwartung bis zum Fest der Geburt Jesu. In den Kirchgemeinden der sächsischen Landeskirche finden in dieser Zeit zahlreiche kirchenmusikalische Veranstaltungen statt. Am beliebtesten ist das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach, das neben anderen Werken über 60 Mal zur Aufführung kommt.

Adventsfeiern für Kinder und Familien, Krippenausstellungen und die Sorge um hilfsbedürftige Menschen gehören auch in diese Zeit. In Sachsen ist die Adventszeit durch die besondere kirchenmusikalische Tradition bestimmt. Dazu gehören neben den vielen sächsischen Kantoreien auch die beiden berühmten Knabenchöre in Dresden und Leipzig. Der Dresdner Kreuzchor und die Leipziger Thomaner führen traditionell Bachs Weihnachtsoratorium auf und bieten Weihnachtsliederabende zum Mitsingen an.

Bild: Plakat 'Brot für die Welt' 2012

Landesbischof Jochen Bohl wird am 1. Advent um 9:30 Uhr aus Anlass der landesweiten Eröffnung der Spendenaktion „Brot für Welt“ in der Leipziger Thomaskirche predigen. Der Eröffnungsgottesdienst steht unter dem allgemeinen Motto "Land zum Leben – Grund zur Hoffnung". Die bundesweite Eröffnung für Brot für die Welt erfolgt zeitgleich in der Stuttgarter Stiftskirche.
Der Initiativkreis „anders wachsen“ hat angekündigt, nach dem Gottesdienst im Gemeindehaus der Thomaskirchgemeinde (Thomaskirchhof 18) Landesbischof Bohl als stellvertretenden Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) die Unterschriften von 3.000 Unterstützern zu übergeben. Die Unterzeichnenden bitten die EKD um eine breite Öffentlichkeitskampagne zum Thema „Wirtschaft braucht Alternativen zum Wachstum“.

Im Rahmen der sächsischen Sammlung Brot für die Welt wird bereits am 29. November um 11:00 Uhr in der Bäckerei Bäns in Bautzen die 19. Aktion „Stollenpfennig“ eröffnet. Die gespendeten "Wechselgelder" in den vielen Stollenpfennig-Dosen in Sachsen werden Brot für die Welt-Projekten in den Ländern des Südens zugute kommen. Die 18. Aktion „Stollenpfennig“ 2011 erbrachte immerhin 28.033,42  Euro.

Bild: 366plus1 - Kirche klingt!. Jetzt auch in Sachsen

Die diesjährige Adventszeit in Sachsen wird zusätzlich kirchenmusikalisch bereichert durch die bundesweite Konzertreihe "366+1, Kirche klingt 2012", die am 2. Dezember Reichenbach im Vogtland erreichen wird. In der mit Kerzen erleuchteten Trinitatiskirche wird mit einem Orgelkonzert unter dem Motto  "…dich empfangen“ am 1. Advent um 17:00 Uhr das erste Konzert in Sachsen stattfinden. Thematisch werden sich Kompositionen von Johann Sebastian Bach, Cèsar Franck, Max Reger und dem französischen Komponisten Olivier Messiaen mit diesem Zitat aus dem bekannten Adventslied von Paul Gerhardt "Wie soll ich dich empfangen" beschäftigen.
Die Musikreihe wird dann jeden Tag an einem anderen Ort mit weiteren Konzerten fortgesetzt, bis sie über die Weihnachtstage hinaus am 31. Dezember in Zittau das Themenjahr „Reformation und Musik“ beendet.

Bild: Blick zu den beleuchteten Schwibbögen in der Stollberger Jakobikirche

Als gemeinsame Veranstaltung der Stadtbibliothek Chemnitz und des Evangelischen Forums wird in Chemnitz wieder an vier Donnerstagen jeweils um 17:00 Uhr zum ‚Leseadvent’ in die Stadtbibliothek Chemnitz (Moritzstraße 20) eingeladen. Prominente lesen Vorweihnachtliches und tragen ihre Gedanken dazu vor. Am 29. November wird die Illustratorin, Grafikerin und Designerin, Linde Detlevsen, lesen. Am 6., 13. und 20. Dezember folgen Christiane Fiedler, Chemnitzer Tafel; Günther Schmidt, Kirchenmusikdirektor i.R. sowie Egmont Elschner, Verein Tage der jüdischen Kultur. Zwei Klarinettistinnen sorgen für die musikalische Begleitung.

Im Advent gibt es nicht nur etwas zu hören, sondern neben den großen erleuchteten Pyramiden in den Erzgebirgsstädten auch etwas zu sehen, z. B. in den zahlreichen Ausstellungen mit Volkskunst und bildlichen Darstellungen. So öffnet mit Beginn des Advents die traditionelle Krippenausstellung in der Chemnitzer Stadt- und Marktkirche St. Jakobi, die nach langjähriger Sanierung und Restaurierung hell und freundlich vom Haupteingang her zugänglich ist.
Im erzgebirgischen Stollberg wetteifern wieder zahlreiche Bastler um den schönsten Schwibbogen. Deutschlands größte Schwibbogenausstellung ist vom 2. bis 16. Dezember in der Jakobikirche zu sehen und zu begutachten.

Bild: Ausschnitt des Einladungplakats zur Weihnachtsausstellung des Kunstdienstes

In Dresden zeigt der Kunstdienst der Landeskirche vom 1. Dezember bis Mitte Januar nächsten Jahres in der Kreuzkirche die diesjährige Weihnachtsausstellung unter dem Titel „Die heilige Familie – Die Familie (heute) unterm Weihnachtsbaum“ mit Malerei, Grafik, Skulptur, Textil und Fotografie unterschiedlicher Künstler der Region. Die Ausstellung thematisiert den heutigen Sinn des Weihnachtsfestes für die Familie in Bezug auf den Konsum, das Schenken und das Beschenktwerden. Die Künstlerinnen und Künstler versuchen mit zum Teil eigens für diese Ausstellung geschaffenen Werken aller Genres der bildenden Kunst ihre ganz eigenen Antworten und Sichtweisen zu geben.

Eine weitere Ausstellung in der Himmelfahrtskirche Dresden-Leuben steht unter dem Motto "Sterne" und zeigt das bekannteste und beliebteste Weihnachtssymbol in der Vielfalt von Form und Material. Es ist bereits die sechste thematische Ausstellung in der Vorweihnachtszeit dort. Am Sonnabend, 1. Dezember, um 17:00 Uhr, wird sie mit der "Weihnachtshistorie" von Heinrich Schütz eröffnet. Es musiziert das Ensemble GemeindeHausMusik Laubegast. Die Ausstellung ist von da an bis zum 23. Dezember täglich in der Zeit von 17:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

Bild: 'Licht an!" - Ehrenamtliche der Leipziger Philippuskirchgemeinde wollen es heller (Foto: Plakat KG)

Im Museum Borna öffnete am 28. November die Sonderausstellung „Vom Himmel hoch – Wie die Musik die Kirche seit der Reformation veränderte“. Sie ist Teil der Ausstellungsreihe zur dortigen Reformationsgeschichte. Es wird gezeigt wie die Musik den Gottesdienst veränderte bzw. welche besondere Rolle sie im Gemeindeleben nach der Reformation einnahm. Am Beispiel des bekannten, von Martin Luther 1535 verfassten Weihnachtsliedes „Vom Himmel hoch“, wofür er später noch die Chormelodie komponierte, bekommen die Besucher die Thematik Reformation und Musik veranschaulicht. Weihnachtskrippen einer Leipziger Sammlung ergänzen die Ausstellung, da „Vom Himmel hoch“ einst als Krippenspiel entstand.

In Leipzig heißt es „Licht an!“, wenn an der Philippuskirche am 30. November um 18:00 Uhr der Herrnhuter Adventsstern aufgehängt wird. Einmal im Monat lädt eine Gruppe engagierter Christen unter dem Motto „Licht an!“ zu einer kurzen Andacht in die Philippuskirche ein. Dieser Abendausklang beinhaltete einen geistlichen Impuls und eine kleine Musik. Für alle Interessierten und Neugierigen wird die Kirche dann geöffnet. Die letzte Andacht in diesem Jahr findet am Heiligabend um 23.30 Uhr statt.
Der traditionelle Aufzug des Adventssterns an der Fahrradkirche Markkleeberg-Zöbigker erfolgt ebenfalls um 18:00 Uhr mit Andacht und Advents-Singen am Vorabend des 1. Advents.

Bild: Einladung zu Kirche auf dem Weihnachtsmarkt - in Leipzig

Der Adventssonntag beginnt in der Paul-Gerhardt-Kirche Leipzig_Connewitz und in der Stephanuskirche Mockau jeweils 7:00 Uhr mit einer Adventsmette.
Von 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr gibt es auf dem Kirchberg Wahren (Opferweg) den dritten Wahrener Adventsmarkt. Neben einem Adventsbasar, der kleine Geschenke zum Kauf anbietet, können Besucher Kesselgulasch essen und bei Glühwein und Kinderpunsch, Kaffee, Stollen und Plätzchen adventliche Stimmung genießen. In der Gnadenkirche wird ein Programm für Kinder angeboten. Um 16:00 Uhr beginnt in der Kirche das Adventsliedersingen.

‚Kirche auf dem Weihnachtsmarkt’ heißt es 14:30 Uhr auf der Bühne am Alten Rathaus. Der Gospelchor der Thomaskirche „open up wide“ gestaltet eine musikalische halbe Stunde. Kirche auf dem Weihnachtsmarkt ist ein Markenzeichen von ‚Kontaktstelle Kirche’ in Leipzig und begleitet im Advent das Programm auf dem Markt im Zentrum der Messestadt.
In Leipzig sind am ersten Adventswochenende an verschiedenen Orten Konzerte von Klassik über Gospel bis Pop.

Bild: Der Stern leuchtet bis zum 2. Februar

In Leipzig sind am ersten Adventswochenende an verschiedenen Orten Konzerte von Klassik über Gospel bis Pop.

In der dann eingeschneiten Marienkirche in Marienberg findet am Sonnabend ein Weihnachtskonzert um 17:00 Uhr als Fernsehaufzeichnung mit der Sächsischen Bläserphilharmonie (ehemals Rundfunkblasorchester Leipzig) und dem Rundfunk-Jugendchor Wernigerode unter der Leitung von Prof. Thomas Clamor statt.
Am Tag darauf überträgt MDR FIGARO ein Hörfunkgottesdienst zum feierlichen 1. Advent zwischen 10:00 und 11:00 Uhr aus der Kirche im mittelsächsischen Colditz. Pfarrerin Angela Lau wird predigen.

 

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