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Weltweiter Gedenktag für verstorbene Kinder

Angebote zum weltweiten Gedenktag für verstorbene Kinder am 9. Dezember

Bild: "Wunden zu Perlen verewandeln". Titel der Andacht in der Dresdner Kreuzkirche

An verschiedenen Orten Sachsens sind am diesjährigen Gedenktag für verstorbene Kinder, 9. Dezember, (2. Sonntag im Dezember) verwaiste Eltern, Geschwister, Großeltern und Freunde zu Gottesdiensten und Andachten eingeladen. In Chemnitz, Dresden und Leipzig finden die Veranstaltungen um 14:00 oder 15:00 Uhr statt. Am Abend werden Kerzen zum Gedenken an die verstorbenen Kinder aufgestellt.

In Dresden lädt die Kreuzkirche am Altmarkt um 14:00 Uhr zu einer Andacht unter dem Motto „Wunden zu Perlen verwandeln“ ein. Die Gemeindepädagogin Claudia Karg erklärt, dass sich in einer Muschel mit einem Sandkorn zwischen Mantel und Schale Perlmutt bildet, um den Schmerz zu lindern. Die eigentliche Wunde werde dann langsam mit der Perle zu einer Kostbarkeit, mit der sie zu leben lernt, so Frau Karg.

Bild: Brennende Kerze auf dem Einladungsplakat in Leipzig

Eine Stunde später, um 15:00 Uhr, laden der Sternenkinder e.V., Kaleb e.V., der Neustädter Friedhofsverband und die Antea Bestattungen GmbH in die Feierhalle des Inneren Neustädter Friedhofs (Friedensstraße 2) ein. Die Gedenkfeier dort steht unter dem Motto „Ein Licht geht um die Welt". Der Titel erinnert an die Tradition, dass Betroffene an diesem Tag um 19:00 Uhr eine Kerze im Gedenken an ihr verstorbenes Kind anzünden und ins Fenster stellen.

In Leipzig wird ebenfalls um 14:00 Uhr zu einer Andacht in die Nikolaikirche eingeladen. In dieser Innenstadtkirche hatten sich in den vergangenen Jahren jeweils mehr als vierhundert Menschen zum Gedenktag versammelt, um gemeinsam Schmerz auszuhalten und im Miteinander Kraft zu finden. Einige von ihnen treffen sich regelmäßig in Eltern-Selbsthilfegruppen. Die Gedenkfeier wurde in bewährter Weise langfristig und sorgsam vom Leipziger Initiativkreis „Gedenktag für alle verstorbenen Kinder“ vorbereitet.

Die Andacht zum Weltgedenktag für verstorbene Kinder findet in Chemnitz unter dem Stichwort „Leben(s) Halt“ in der Jugendkirche St. Johannis (Theresenstraße 2) um 15:00 Uhr statt.

Bild: "Leben(s) Halt" Andacht mit Pfarrerin Dorothee Lücke in Chemnitz

Diese Veranstaltung ist vorbereitet von Chemnitzer Hospizdiensten und Selbsthilfegruppen sowie von Pfarrerin Dorothee Lücke vom Evangelischen Forum. Nicht nur in den drei sächsischen Großstädten werden entsprechende Gelegenheiten der Trauerbewältigung angeboten, um das Unabänderliche anzunehmen.

So wird beispielsweise in der katholischen St. Katharinakirche in Großenhain ebenfalls am 9. Dezember um 15:00 Uhr eine Andacht angeboten. In Freiberg findet in der Annenkapelle am Dom ein Gedenkgottesdienst mit Pfarrerin Kerstin Stetzka auf Einladung der Hospizgruppe des dortigen Diakonisches Werkes und der Selbsthilfegruppe trauernde Eltern mit einem anschließenden Beisammensein statt.
Im Leipziger Land wird in die Stadtkirche Trebsen um 17:30 Uhr zu einer Andacht für verstorbene Kinder eingeladen.

Allein in Deutschland sterben jährlich 20.000 Kinder und junge Erwachsene, weltweit um ein Vielfaches mehr. Betroffene in der ganzen Welt stellen am Abend des zweiten Dezember-Sonntags brennende Kerzen ins Fenster. Erlöschen die Kerzen in einer Zeitzone, werden sie in der nächsten entzündet, sodass die Lichterwelle den Globus umrundet. Vor 15 Jahren wurde in England erstmals zu einem weltweiten Kerzenanzünden ("Worldwide Candle Lighting") aufgerufen und 1999 erstmals in Deutschland zu einem Gedenktag für verstorbene Kinder.(4.12.12)

Bundesverband Verwaiste Eltern in Deutschland e.V.

zum Beispiel Start in den Advent 2012

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