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Aktuelles

Projektkatalog 2012 des Gustav Adolf Werks ist erfüllt

Zudem weltweite Unterstützung für die Renovierung von Luthers Predigtkirche

Bild: Schülerinnen und Schüler kommen aus der Kirche (Foto: dem GAW zugesandt)

LEIPZIG - Am 6. Dezember 2012 hat das Gustav Adolf Werk e.V. (GAW), Diasporawerk der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), sein Spendenziel für das Jahr 2012 von insgesamt 1,5 Millionen Euro erreicht. Damit ist der Projektkatalog 2012 erfüllt. 142 Projekte in evangelischen Minderheitskirchen können fest auf eine Kofinanzierung durch das Gustav Adolf Werk zählen.

Bild: Projektkatalog für das zu Ende gehende Jahr 2012

Im Projektkatalog werden Projekte aus über 40 evangelischen Partnerkirchen in Europa, Lateinamerika und dem nördlichen Asien gebündelt. In Sachsen werden mit dem Projektkatalog 2012 der Michaeliskindergarten in Adorf, die Evangelische Mittelschule in Hochkirch, die Evangelische Werkschule in Milkau, die Grundschule forum thomanum in Leipzig und die Trinitatisschule in Riesa unterstützt.

Eine Besonderheit des Projektkatalogs 2012 sowie auch der kommenden Kataloge bis 2017 ist eine Kollekte mit hohem symbolischem Wert. Die Partnerkirchen des Gustav Adolf Werks sind aufgerufen, gemeinsam die Renovierung der Stadtkirche in Lutherstadt Wittenberg zu unterstützen. Der Aufruf ist sowohl in Europa und Russland als auch in Lateinamerika auf ein sehr positives Echo gestoßen. So haben in diesem Jahr insgesamt neun evangelische Minderheitskirchen aus dem Ausland ihrerseits zur Erfüllung des Katalogs beitragen.(GAW)

Bild: Spendenkirche des GAW mit Logo

Gustav Adolf Werk e. V. ist das älteste evangelische Hilfswerk in Deutschland. Es wurde 1832 in Leipzig gegründet. Heute wird die Arbeit von bundesweit 24 Hauptgruppen und 20 Frauengruppen getragen. Das GAW hilft seinen Partnerkirchen in Europa, Lateinamerika und Nordasien beim Gemeindeaufbau, bei der Renovierung, beim Kauf und beim Neubau von Kirchen und Gemeinderäumen, bei sozialdiakonischen und missionarischen Aufgaben, bei der Aus  und Weiterbildung von kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern u.a. Jährlich werden verschiedene Projekte mit mehr als zwei Millionen Euro unterstützt.

Weltweite Projekte des GAW von Leipzig aus

Gustav-Adolf-Werk in Sachsen (GAWiS) hilft u.a. direkt mit Kleiderspenden

Bild: Blick in die sortierte Kleidersammlung vor Ort in Buldarien

Bereits seit 1999 führt das Gustav-Adolf-Werk in Sachsen (GAWiS) Kleidersammelaktionen durch, die für bedürftige Menschen bestimmt sind. Auch in diesem Jahr wurden in den sächsischen Kirchgemeinden seit Wochen gespendete Kleidungsstücke gesammelt, sortiert und verpackt. Der am 11. Oktober in Deutschland gestartete Lastwagen mit den Kleiderspenden ist am 15. Oktober in Bulgarien angekommen.

An der Aktion beteiligten sich Kirchgemeinden aus dem Dresdner und Leipziger Raum sowie aus dem Vogtland. Beispielsweise halfen die Kirchgemeinden Dresden-Prohlis, Markkleeberg bei Leipzig und der Obervogtländische Verein für Innere Mission in Schöneck, Ortsteil Schilbach. Die Deutsche Kleiderstiftung Helmstedt steuerte die Hälfte der Gesamtladung bei, so dass insgesamt mehr als 1.500 Bananenkisten mit Kleiderspenden gepackt werden konnten. Gesammelt wurden u.a. Bettwäsche, Hand- und Badetücher sowie Sommer- und Winterkleidung. Auch Kinderkleidung für Kinder ab drei Jahren und gut erhaltene modische Schuhe wurden gesammelt. (Weitere Informationen darüber)

Evangelische Partnerhilfe hilft Mitarbeitern der Minderheitenkirchen

Die bundesweite „Evangelische Partnerhilfe“ und die Solidarkasse des sächsischen Pfarrvereins helfen seit Jahren Pfarrerinnen und Pfarrern und anderen kirchlichen Mitarbeitern in den protestantischen Minderheitskirchen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Seit 1993 konnten 62,3 Millionen Euro durch die Partnerhilfe zur Deckung der Lebenshaltungskosten weitergegeben werden. Ein junger Pastor in Rumänien verdient beispielsweise umgerechnet 130 Euro, benötigt aber für sich und seine Familie mindestens 235 Euro.

Die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise tragen auch weiterhin in vielen osteuropäischen Ländern zu einer Verschärfung der persönlichen Lebenssituation bei. Viele sächsische Mitarbeiter aus Kirche und Diakonie sowie Ruheständler erinnern sich noch an die Hilfe, die sie zu DDR-Zeiten aus dem Westen erhielten. Aus diesem Grund ist es nicht verwunderlich, dass die Spendenbereitschaft gerade hier groß ist. So kam im letzten Jahr mit 355.174,60 Euro in der sächsischen Landeskirche das beste Ergebnis unter den Gliedkirchen in Deutschland zustande. 2010 waren es 340.731,67 Euro. Bundesweit gingen 2011 fast zwei Millionen Euro bei der Evangelischen Partnerhilfe ein.(Weitere Informationen darüber)

Bild: Bild-Streifen zu 20 Jahre Evangelische Partnerhilfe

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