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Aktuelles

Weihnachtsfest 2012 in sächsischen Kirchgemeinden

Frühmetten und Festgottesdienste traditionell am 1. Christtag

Bild: Christmette im erzgebirgischen Crottendorf (Foto: KG)

DRESDEN – In diesem Jahr findet auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche am Sonntag, 23. Dezember, um 17:00 Uhr zum 20. Mal die traditionelle Weihnachtliche Vesper statt. Erstmalig wird die Jubiläums-Vesper live im MDR-FERNSEHEN übertragen. Landesbischof Jochen Bohl, Ministerpräsident Stanislaw Tillich, Superintendent Christian Behr, Oberbürgermeisterin Helma Orosz und die Frauenkirchenpfarrer Sebastian Feydt und Holger Treutmann werden an der Vesper mitwirken.

Bild: Blick zur Dresdner Frauenkirche während der Weihnachtlichen Vesper
Treffen zur Vorweihnacht - Dresdner Neumarkt

Das musikalische Programm gestalten neben den Solisten, der Dresdner Motettenchor unter der Leitung von Matthias Jung und das Blechbläserensemble Ludwig Güttler. Die musikalische Gesamtleitung liegt bei Ludwig Güttler. Bereits ab 16:00 Uhr erklingt weihnachtliche Bläsermusik, gespielt von den Musikern der Vereinigten Posaunenchöre der Sächsischen Posaunenmission e.V. (Leitung: Andreas Altmann), die eigens dazu aus ganz Sachsen nach Dresden kommen.

Im Laufe der Jahre kamen auf Einladung der Fördergesellschaft der Dresdner Frauenkirche in Zusammenarbeit mit der Stiftung Frauenkirche trotz Schnee und Eis mehr als 378.000 Besucher zusammen.
Am Vormittag des 4. Advent überträgt MDR FIGARO um 10:00 Uhr einen evangelischen Hörfunkgottesdienst aus der Dresdner Diakonissenhauskirche. Es predigt Direktor Klaus Kaden.

Bild: Kreuzchor (Pressefoto PR Kreuzchor)
Stimmen zur Weihnacht - Dresdner Kreuzchor

Die Christvesper des Dresdner Kreuzchores läutet dann den Heiligen Abend (24. Dezember) in der Dresdner Kreuzkirche ein. Um 14:15 Uhr und um 16:30 Uhr findet sie in der erzgebirgischen Weihnachtstradition von Rudolf Mauersberger statt. In der zweiten der beiden Christvespern in der Dresdner Kreuzkirche wird um 16:30 Uhr Landesbischof Jochen Bohl predigen.

Die Frauenkirche lädt Heiligabend zu zwei Christvespern und der Feier der Christnacht ein. Die erste Vesper, die 14:00 Uhr beginnt, gestalten Frauenkirchenpfarrer Sebastian Feydt und der Chor der Frauenkirche. Die Weihnachtsgeschichte wird gelesen, dazu erklingt a-capella-Musik.
In der zweiten Vesper um 16:00 Uhr predigt Superintendent Christian Behr. Sängerinnen und Sänger des Chores der Frauenkirche und das ensemble Frauenkirche musizieren zudem die erste Kantate von Bachs Weihnachtsoratorium.

Am Vormittag des 24. Dezember predigt Landesbischof Jochen Bohl um 9:30 Uhr im Gottesdienste in der Justizvollzugsanstalt Dresden (Hammerweg 30) vor den Strafgefangenen.

Bild: Weihnachten fürs Volk in Leipzig (Foto: Weihnachten fürs Volk, Andreaskirchgemeinde)
Nicht allein zu Weihnachten - Pavillon der Hoffnung

Menschen, die zu Weihnachten allein sind und sich einsam fühlen sind zwischen 16:00 und 21:00 Uhr Menschen sind in die Dresdner Dreikönigskirche (Hauptstraße 23) eingeladen. Dort wird gemeinsam der Weihnachtsbaum geschmückt und es gibt ein festliches Abendessen. Jeder Gast sollte als Eintritt ein kleines Wichtelgeschenk im Wert von 2 Euro mitbringen.
Im erzgebirgischen Aue findet um 17:00 im St.-Nicolai-Gemeindesaal ebenfalls eine Weihnachtsfeier für Einsame statt.
„Weihnachten fürs Volk“ heißt es am Heiligen Abend ab 19:30 Uhr wieder im Pavillon der Hoffnung (Messehalle 14) auf der Alten Messe Leipzig (Puschkinstraße 9). Die evangelische Andreasgemeinde und der Pavillon der Hoffnung e.V. laden dazu Arme, Einsame, Obdachlose, Nachbarn, Kinder und alle, die gern mitfeiern wollen, ein.

In Leipzig führt am 24. Dezember der Thomanerchor um 13:30 Uhr in der Thomaskirche unter der Leitung von Georg Christoph Biller die Weihnachtsmotette auf.

Bild: Leipziger Thomanerchor in der Thomaskirche (Foto: Gert Mothes)
Stimmung zur Weihnacht - Thomaskirche Leipzig

Die Christvesper der Leipziger Universitätsgemeinde um 14:30 Uhr in der Nikolaikirche wird von Mitgliedern und ehemaligen Mitgliedern des Leipziger Universitätschores unter der Leitung von David Timm musikalisch gestaltet.
In den 1.300 evangelisch-lutherischen Kirchen Sachsens werden wieder in rund 2.000 Christvespern über 500.000 Besucher erwartet. Häufig werden zwei oder gar drei Vespern angeboten, die zwischen 14:00 und 18:00 Uhr stattfinden.

Am späten Abend laden die Gemeinden noch zu Christnachtfeiern (Christmette) und zu musikalischen Veranstaltungen ein. In der Dresdner Frauenkirche erklingt um 22.00 Uhr Musik für Orgel und Sopran Orgelmusik und in der Christuskirche in Dresden-Strehlen beginnt um 23.00 Uhr mit der 15. GOSPELNIGHT DRESDEN eine Gospelchristvesper mit 100 Sängerinnen und Sängern. Im Dom zu Meißen findet um 23:00 Uhr  eine Musik zur Christnacht mit der Sopranistin Claudia Forberger und Domkantor Jörg Bräunig an der Orgel statt.

Bild: Dresdner GospelNight in der Christnacht

In Chemnitz werden um 22:30 Uhr in der St. Petrikirche das Chemnitzer Vocalensemble sowie Sängerinnen und Sänger anderer Chorvereinigungen mit Mitgliedern des Collegium Instrumentale musizieren. Neben Werken von Bach und Motetten von Sweelinck, Prätorius, Becker u.a. werden auch Choräle aus dem Weihnachtsoratorium zum Mitsingen angeboten.
Schließlich wird um 23:00 Uhr in der Schloßkirche das Krippenspiel nach Rudolf Mauersberger und Christoph Kircheis aufgeführt.

Parallel zur Christmette in der Leipziger Nikolaikirche führt um 22:00 Uhr in der Thomaskirche die Junge Gemeinde ihr Weihnachtsspiel auf. Um 23:00 Uhr leuchtet das Friedenslicht von Bethlehem in einer Christfeier in der Gustav-Adolf-Kirche in Leipzig-Lindenthal und zur gleichen Zeit erklingen in der Paul-Gerhard-Kirche in Connewitz Auszüge aus dem ‚Messias‘ von G. F. Händel.
In der Philippuskirche Leipzig-Lindenau heißt es um 23:30 Uhr ‚Licht an!‘ für einen Abendausklang mit dem Gospelchor. Mit einem Komplet mit Männerstimmen des Thomanerchores endet um 24:00 Uhr in der Thomaskirche die Christnacht in Leipzig.
Im Zwickauer Dom lädt Kirchenmusikdirektor Henk Galenkamp wieder um 22:00 Uhr zur Orgelvesper im Kerzenschein ein.

Das Erste Deutsche Fernsehen wird in diesem Jahr am Heiligen Abend von 23:15 Uhr bis 0:30 Uhr eine katholische Christmette aus der Dresdner Herz-Jesu-Kirche (Borsbergstraße 13) übertragen. Die traditionelle Übertragung des ZDF-Neujahrsgottesdienstes aus der Dresdner Frauenkirche erfolgt dann am 1. Januar 2013 um 10:15 Uhr. Predigen wird Landesbischof Jochen Bohl.

Bild: Kindermette geplant für den frühen Weihnachtstag

Im Erzgebirge beginnt das Weihnachtsfest traditionell mit den Frühmetten am 1. Weihnachtsfeiertag des 25. Dezember. Die frühesten beginnen um 5:00 Uhr, beispielsweise in der Martin-Luther-Kirche in Annaberg-Buchholz, in der St.-Johanniskirche in Scheibenberg und in der St.-Nicolaikirche in Aue. Eine Stunde später werden Christmetten im erzgebirgischen Eibenstock, Carlsfeld und Gelenau gefeiert. Auch in anderen Kirchenbezirken sind die Frühmetten sehr beliebt. Um 6:00 Uhr laden die Kruzianer und Mitglieder der Dresdner Philharmonie zur Christmette in der Tradition erzgebirgischer Mettenspiele in die Kreuzkirche ein. Die Frühmetten ziehen jedes Jahr sehr viele Besucher an.
In Chemnitz-Reichenhain wird in der Christuskirche um 7:00 Uhr zu einer Christmette mit Verkündigungsspiel der Erwachsenen eingeladen.

Bild: Konzert in der Kirche

Auch in diesem Jahr predigt Landesbischof Jochen Bohl am 1. Feiertag um 10:00 Uhr in der Dresdner Diakonissenhauskirche. In vielen Gemeinden werden am 1. Christtag Familiengottesdienste mit musikalischer Begleitung durch Kurrenden oder Bläserchöre gefeiert. So in der Leipziger Thomaskirche um 9:30 Uhr mit der Fünften Festmusik und in der Chemnitzer Kreuzkirche mit Kammermusik. In der Dresdner Dreikönigskirche findet um 10:00 Uhr im Rahmen der Konzertreihe „366+1– Kirche klingt 2012“ ein musikalischer Gottesdienst zum Thema „Fröhlich soll mein Herze springen“ statt. In der Zittauer Weberkirche erklingt zur gleichen Zeit in einem Gottesdienst festliche Weihnachtsmusik mit Trompete und Orgel.
In der Schifferkirche Maria am Wasser in Dresden-Hosterwitz erklingt im Gottesdienst um 15:00 Uhr weihnachtlicher Männerchorgesang.
In Großenhain findet um 17:00 Uhr eine Christmette mit Kurrendekrippenspiel „Eine sonderbare Nacht“ in der Stadtkirche St. Marien statt.

Bild: Kirche Reinhardtsgrimma (Foto: PR art bohème Musikmanagement)
Kirche Reinhardtsgrimma

Der 2. Feiertag ist dem ersten Märtyrer der Kirche, Stephanus, gewidmet, an dessen Schicksal die Schriftlesungen erinnern. Die liturgische Farbe wechselt an diesem Tag zwischenzeitlich vom weihnachtlichen Weiß auf Rot. Während die Kollekten in den Christvespern meist für „Brot für die Welt“ gesammelt werden, ist die landeskirchliche Kollekte dieses 2. Weihnachtsfeiertages für die Diakonie Katastrophenhilfe und für Kirchen in Osteuropa bestimmt. Auch die Gottesdienste am 2. Christtag werden häufig besonders musikalisch ausgestaltet.

So findet nach großem Zuspruch in den letzten Jahren am zweiten Christtag um 16.00 Uhr in der Dorfkirche in Reinhardtsgrimma wieder eine Weihnachtliche Vesper statt. Auf dem Programm steht festliche Musik des sächsischen Barock. Im stimmungsvollen Ambiente der alten Dorfkirche des Osterzgebirges nahe Dresden erklingt bei Kerzenschein die bekannte Gottfried-Silbermann-Orgel gemeinsam mit Vokalsolisten und Barockinstrumentalisten unter der Leitung von Kreuzorganist Holger Gehring (Dresden). Musiziert werden bekannte Liedsätze von  Johann Sebastian Bach, Andreas Hammerschmidt, Michael Praetorius und Samuel Seidel. Die Gemeinde stimmt in die alten Weisen, Weihnachtschoräle und mehrstimmigen Sätze von Johann Sebastian Bach ein. Musikalischer Mittelpunkt der Vesper-Aufführung ist in diesem Jahr eine Aufführung des „Actus Musicus auf Weyh-Nachten“ (1683) von Johann Schelle.

Bild: Ausstellungsplakat vom Kunstdienst

Noch bis zum 13. Januar ist in der Dresdner Kreuzkirche die Weihnachtsausstellung des Kunstdienst unter dem Titel „Die heilige Familie – Die Familie (heute) unterm Weihnachtsbaum“ mit Malerei, Grafik, Skulptur, Textil und Fotografie unterschiedlicher Künstler der Region zu sehen. Die Ausstellung thematisiert den heutigen Sinn des Weihnachtsfestes für die Familie in Bezug auf den Konsum, das Schenken und das Beschenktwerden. Die Künstlerinnen und Künstler versuchen mit zum Teil eigens für diese Ausstellung geschaffenen Werken aller Genres der bildenden Kunst ihre ganz eigenen Antworten und Sichtweisen zu geben.

In den Tagen zwischen den Jahren laden zahlreiche Kirchen zu Andachten, Theaterstücken, Krippenspielen und Konzerten ein. So beispielsweise in der weihnachtlich geschmückten Kirche von Großpostwitz am 29. Dezember. Dort werden in diesem Jahr um 19:00 Uhr Mareike Riechen (Gesang), Prof. Michael Schütze (Orgel, Klavier) und der Trompeter Frank Hebenstreit und die Kammermusik-Gruppe Großpostwitz mit bekannter Weihnachtsmusik aber auch mit ganz anderen Klängen zu hören sein. Werke u.a. von Heinrich Schütz, Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel wechseln sich ab mit Musik moderner Komponisten wie Peter Cornelius, Bob Chilcott, John Rutter.

Bild: Plakat zum Gottesdienst im Zirkuszelt

In Dresden gestaltet das Stadtjugendpfarramt mit haupt- und nebenamtlichen Mitarbeitern sowie Artisten am 26. Dezember, um 10:30 Uhr, einen „Gottesdienst im Zirkuszelt“ für Jung und Alt, Groß und Klein im Rahmen des „Dresdner Weihnachtscircus“ auf dem Volksfestplatz (Pieschener Allee).

Die bundesweit vielbeachtete Konzertstaffel „366+1– Kirche klingt 2012“ erreichte am 1. Advent im Reichenbach im Vogtland. Seitdem gab es in sächsischen Kirchen jeden Tag ein Konzert, jeweils an einem anderen Ort. Die mitgeführte Chronik dokumentiert eindrucksvoll die Klangfülle in den Kirchen, die nun auch durch sächsische Akzente aus dem Erzgebirge und dem Leipziger Raum bereichert wurde. Am 23. Dezember erreicht die Konzertstaffel dann Dresden mit dem Adventssingen in der Frauenkirche um 19:00 Uhr u.a. mit Chören und Instrumentalisten der Frauenkirche. Nach Konzerten am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag in der Dresdner Dreikönigskirche und Dresden-Eschdorf führt sie über Meißen schließlich in die Oberlausitz, wo die Konzertstaffel im Themenjahr „Reformation und Musik“ am 31. Dezember in der Zittauer St. Johanniskirche mit dem 366. Konzert ihren Abschluss findet.

Bild: Wort-Bild-Marke zur Konzertstaffel 366-plus1 Kirche klingt2012

Am 31. Dezember beschließen am Abend Andachten und Gottesdienste das alte Jahr und nehmen in Bitten und Gebeten das neue Jahr in den Blick. Die engere Festtagszeit endet mit dem Epiphaniasfest (Dreikönigstag) am 6. Januar. Über die Sonntage nach Epiphanias reicht aber der Weihnachtsfestkreis bis zum 2. Februar, dem „Tag der Darstellung des Herrn“ (Lichtmess).

www.weihnachtsgottesdienste.de

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