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Aktuelles

Kongress christlicher Führungskräfte in Leipzig

Kongress mit 3.000 Teilnehmern im Congress Center Leipzig

Bild: Gottesdienstbesucher in der Leipzig Leipziger Nikolaikirche

Reichtum ist kein Selbstzweck. Das sagte der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Jochen Bohl (Dresden), am 16. Januar in einem Festgottesdienst im Vorfeld der Eröffnung des Kongresses christlicher Führungskräfte in der Leipziger Nikolaikirche. Zu dem Kongress werden vom 17.-19. Januar mehr als 3.000 Teilnehmer im Congress Center Leipzig erwartet.

Bild: Superintendent Henker, Pastor Marquardt, Landesbischof Bohl und Diözesanadministrator Bautz

Wie Bohl vor den rund 550 Gottesdienstbesuchern sagte, sollten Führungskräfte stets das Ganze im Blick haben: „Wer ein Leitungsamt innehat, dem sollte es um Zusammenhalt und die Teilhabe aller gehen.“ Das Leitungsethos eines Christenmenschen bestehe darin, von sich selbst abzusehen und der Gemeinschaft zu dienen. „Wo das gelebt wird, wird es zum Segen“, so der Landesbischof.

Auch der Diözesanadministrator Michael Bautz vom katholischen Bistum Dresden-Meißen betonte, dass jeder Mensch, der eine Führungsrolle einnehmen wolle, sich zunächst selbst müsse führen lassen. Christliche Führungskräfte sollten immer wieder neu die Begegnung mit Jesus suchen und sich von ihm leiten lassen. Das führe auch zu mehr Gelassenheit und Barmherzigkeit im Alltag. Der Leipziger Superintendent Martin Henker begrüßte die Teilnehmer des Kongresses und dankte ihnen, dass sie nach 2007 bereits zum zweiten Mal in die Messestadt kommen.

Bild: Reisemission aus Leipzig mit großer Produktvielfalt

Der Vorsitzende des Kongresses christlicher Führungskräfte, Pastor Horst Marquardt (Wetzlar), hob besonders das ökumenische Profil des Treffens hervor. Evangelische, katholische und freikirchliche Christen engagierten sich gleichermaßen.

Der Kongress christlicher Führungskräfte steht unter dem Motto „Mit Werten in Führung gehen“ und ermutigt Christen in Führungspositionen dazu, Verantwortung zu übernehmen und Werte zu leben. Er findet bereits zum achten Mal statt. In zahlreichen Vorträgen und mehr als 60 Seminaren wird es u. a. um die Themen Wirtschaft und Ethik, Glaube am Arbeitsplatz, christliche Führungsprinzipien oder die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen gehen. Prominente Redner sind Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich („Ohne Werte ist kein Staat zu machen“), Neuköllns Bürgermeister Heinz Buschkowsky („Am Puls der Gesellschaft – Multikulti in der Praxis”), der tschechische Wirtschaftswissenschaftler Tomáš Sedláček, die Unternehmerin Nicola Leibinger-Kammüller (Trumpf GmbH) und der Extremsportler Joey Kelly.

Bild: Prof. Tomás Sedlácek aus Prag gibt Autogramme

Der Kongress wird getragen von einer breiten Allianz aus Unternehmerverbänden, landes- und freikirchlichen sowie anderen christlichen Organisationen. Veranstalter ist die Evangelische Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) in Zusammenarbeit mit der mit der Firma „tempus Akademie & Consulting“ (Giengen bei Ulm).(idea-nachrichten 17. Januar 2012 - 01)

Kongress christlicher Führungskräfte

Die europäischen Staaten sind Sklaven ihrer Schulden geworden. Die Politiker müssen tun, was die Märkte von ihnen verlangen. Diese Ansicht vertrat der Hochschullehrer und Chefvolkswirt der tschechischen Handelsbank AG, Tomáš Sedláček (Prag), beim Kongress christlicher Führungskräfte, der vom 17. bis 19. Januar 2013 in Leipzig stattfindet. Sedláček zufolge ist die Staatsverschuldung eine verführerische Macht. Sie vergrößere zunächst das Ausmaß an Freiheit. Indem der Staat Schulden aufnehme, könne er in Infrastruktur und Bildung investieren, und die Wirtschaft wachse schneller. Zunehmend würden die Staaten jedoch Sklaven ihrer Schulden und verlören ihre Freiheit. Sedláček äußerte sich auch zur Griechenland-Krise. Dies sei nicht allein eine ökonomische, sondern auch eine theologische Frage. Die Staaten müssten sich entscheiden, ob sie Griechenland „nach dem Gesetz oder nach der Gnade“ behandeln wollen. Wenn es nach dem Gesetz gehe, müsse Griechenland selbst zurückzahlen. Wenn man sie nach dem Prinzip der Gnade behandle, müsse man ihnen die Schulden erlassen. Sedláček erinnerte daran, dass das Alte Testament ein „Jubeljahr“ fordere, in dem die Schulden erlassen werden. Heute erkenne man, dass dieses biblische Prinzip auch tausende Jahre später von großer Aktualität sei.

 

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