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Aktuelles

Weltgebetstag 2013 aus Frankreich

Motto des Weltgebetstages: „Ich war fremd – ihr habt mich aufgenommen“

Bild: Frauen singen wärend eines Gottesdienstes

Der diesjährige Weltgebetstag am Freitag, 1. März, steht unter dem Bibelzitat „Ich war fremd – ihr habt mich aufgenommen“. In Sachsen werden sich in über zwei Drittel der Kirchgemeinden Frauen und Frauenkreise am Weltgebetstag mit Nachmittagsveranstaltungen, Gottesdiensten und Andachten beteiligen. Am darauffolgenden Sonntag wird das Thema oftmals in Familiengottesdiensten aufgegriffen.

Was heißt es, die Heimat verlassen zu müssen und plötzlich „fremd“ zu sein? Diese Frage stellten sich Frauen aus Frankreich, die den Gottesdienst zum Weltgebetstag vorbereitet haben. In Kirchengemeinden in über 170 Ländern der Erde gestalten Frauengruppen unterschiedlicher christlicher Konfessionen den Gottesdienst der Französinnen. Mit Gebeten, Liedern und kreativer Gestaltung soll er zu einer Kultur des Willkommens einladen.

Bild: Titelbild des WGT von Annelise Hammann Jeannot (Foto: ©wgt e.v.)

Mutig zeigen die Französinnen aber auch, wo die europäische Gesellschaft keine Willkommensgesellschaft ist. Alltäglicher Rassismus und rigide Asylgesetzte stehen im krassen Gegensatz zu den Worten Jesu Christi: „Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen“ (Matthäus 25,35).

Um das Themenland Frankreich kennen zu lernen und sich auf die gestellten Fragen in der hiesigen Wirklichkeit einzulassen, sind in Sachsen vielfältige Aktionen am Weltgebetstag vorbereitet worden, die häufig auch einen ökumenischen Charakter tragen. So treffen sich die evangelische und katholische Gemeinde in Chemnitz-Sonnenberg um 18:30 Uhr im Gemeindehaus der katholischen St. Joseph-Pfarrei, in Dresden-Trauchau die St. Joseph- und die Laurentiusgemeinde um 19:00 Uhr in der Apostelkirche. In Marienberg feiern um 19:30 Uhr die Christen in der methodistischen Kirche eine Andacht.

Bild: Frauen am Weltgebetstag in Sachsen (Foto: Rainer Oettel)

Zahlreiche Kirchgemeinden in Leipzig feiern ebenfalls Andachten und Gottesdienste und informieren anschließend über die Geschichte, Geographie, Politik und Kultur Frankreichs. Auch landestypische Speisen und Musik können Besucher kennenlernen. Bereits um 14:30 Uhr beginnt ein Gottesdienst im Gemeindehaus der Gethsemanekirche Lößnig, um 15:00 Uhr in der Gnadenkirche Wahren, und in der Kirchschule Hohenheida, um 16:00 Uhr im Diakonat Taucha, im Gemeindehaus der Friedenskirche Gohlis (Kirchplatz 9) und im Pfarrhaus Baalsdorf. Die meisten Gemeinden laden zu Veranstaltungen zwischen 18:00 und 19:30 Uhr ein. So die Thomaskirche um 19:30 Uhr zu einem Gottesdienst und anschließendem französischen Imbiss, Musik und Gespräch im Thomashaus (Thomaskirchhof 18).

In Dresden gibt es um 19:00 Uhr im Gemeindehaus der Lukaskirchgemeinde einen Gottesdienst zum Weltgebetstag und um 19:30 Uhr in der Kirche Dresden-Leubnitz-Neuostra.

Bild: Banner des Weltgebetstages 2013

Weitere Veranstaltungen zur gleichen Zeiten beginnen u.a. in Bannewitz bei Dresden, im Colmitzer Pfarrhaus, in Dorfhain, im erzgebirgischen Eibenstock, in Heidenau, im Gemeindehaus Niederfrohna, in der Lutherkirche Radebeul-Ost und in Ruppendorf.
Im Vorfeld des Weltgebetstages hat die Kirchliche Frauenarbeit zahlreiche Werkstätten für die Multiplikatorinnen des Weltgebetstages angeboten. Diese wurden von hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der Frauenarbeit vorbereitet. 20.000 Weltgebetstagsordnungen wurden dazu an die Gemeinden verschickt. Im letzten Jahr fanden 550 Veranstaltungen zum Weltgebetstag in der sächsischen Landeskirche statt, an denen sich über 20.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beteiligten.

Weltgebetstag und Länderinformation

Bild: Weltgebetstags-Komitee in Frankreich (Foto: ©Laurence Gangloff)
Weltgebetstagskomitee in Frankreich

Der Weltgebetstag ist eine große, weltweite Basisbewegung christlicher Frauen. Der Gottesdienst zum Weltgebetstag wird jedes Jahr von Frauen unterschiedlicher christlicher Konfessionen aus einem anderen Land vorbereitet – z.B. aus Malaysia, Frankreich, Ägypten oder von den Bahamas. In vielen Kirchengemeinden in ganz Deutschland organisieren und gestalten Frauen den Weltgebetstag.

In Frankreich, wo über 50 Prozent der Bevölkerung römisch-katholisch sind, ist die strikte Trennung von Staat und Religion in der Verfassung verankert. Es gibt weder Kirchensteuer noch Religionsunterricht an staatlichen Schulen, dennoch ist der Glaube vieler Französinnen und Franzosen lebendig. Die Weltgebetstagsbewegung verbreitete sich in den 1980er Jahren vom Elsass aus in ganz Frankreich und ist ein sichtbares Zeichen der Ökumene.

Bild: WGT Emblem

Die zwölf Mitglieder des französischen Weltgebetstagskomitees aus sechs christlichen Konfessionen hoffen, dass Menschen in der ganzen Welt bei ihrem Gottesdienst zum Weltgebetstag aufgerüttelt werden, solidarisch zu sein und „Fremde“ willkommen zu heißen. Ein spürbares Zeichen dafür wird auch mit der Gottesdienstkollekte gesetzt, die Frauen- und Mädchenprojekte auf der ganzen Welt unterstützt. In Frankreich und Deutschland werden so beispielsweise Projekte für Flüchtlinge und Asylbewerberinnen gefördert.(27.2.2013)

Weltgebetstag

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