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Aktuelles

Kirchgemeinden feiern das Osterfest 2013

Die Osterbotschaft stiftet das Fest des Glaubens gegen die Verzagtheit

Bild: Schmücken des Osterkreuzres im Sonntagsgottesd (Foto: Rainer Oettel)

Der Ostermorgen begann in zahlreichen Kirchgemeinden um 5:00 Uhr oder 6:00 Uhr mit Ostermetten bzw. Osterfeiern. Alleine in Leipzig gab es mehr als 20 Frühmetten. Im Bergmannsdom „St. Wolfgang“ im erzgebirgischen Schneeberg wurden in der Ostermette sechs Erwachsene und zwei Kinder getauft. Fest- und Kantatengottesdienste fanden dann zur gewohnten Zeit am Ostersonntag statt. Landesbischof Jochen Bohl predigte im Gottesdienst in der Dresdner Kreuzkirche.

Bild: Osternacht in der Dresdner Frauenkirche (Foto: Frauenkirche)
Osternacht in der Frauenkirche Dresden

In der Dresdner Frauenkirche wurden in der Osternacht 16 Erwachsene getauft und vier konfirmiert, die zuvor den Glaubenskurs „Religion für Neugierige“ besucht hatten. Ihre Tauf- und Konfirmationskerzen wurden an der großen Osterkerze entzündet, die am Beginn des Gottesdienstes durch die Pfarrer in die dunkle Kirche getragen und deren Licht auch unter den Gottesdienstbesuchern verteilt wurde.

Vielerorts wurde auch ein Osterfeuer entzündet, u.a. im Keesscher Park nach der Ostermette um 6:00 Uhr in der Martin-Luther-Kirche in Leipzig Markkleeberg-West. In Dresden haben am Sonntagmorgen nach der Osternacht wieder in aller Frühe die Besucher am Eingang der Kreuzkirche auf Einlass gewartet, bevor um 6:00 Uhr die Ostermette, in der Tradition des erzgebirgischen Mettenspieles, des Dresdner Kreuzchores begann. Der Chor war um 9.30 Uhr dann noch einmal im Gottesdienst zu hören, indem Landesbischof Jochen Bohl predigte.

Bild: Landesbischof Jochen Bohl predigt in der Kreuzkirche
Landesbischof Bohl in der Kreuzkirche

Der Glaube an die Osterbotschaft stärke die Hoffnung in einer Zeit, wo viele Menschen angesichts von Krisen und Konflikten nicht viel von der Zukunft erwarten und sich gegen das unbekannte Neue entscheiden würden, sagte Landesbischof Jochen Bohl in seiner Predigt am Ostersonntag in der Dresdner Kreuzkirche. Aber mit dem damaligen unerwarteten Ostergeschehen sei die ganze Christenheit in einen Aufbruch hineingenommen, „dessen Kraft bis heute Menschen in Bewegung setzt. Nichts sonst würde unserem Land so sehr helfen, wie die Ausbreitung der Osterfreude“. Bohl machte Mut, im Unverhofften und Unvermuteten keine Gefahr, sondern eine Chance für das Leben zu sehen.

So plädierte er für einen Aufbruch, eine Wiederbelebung des europäischen Gedankens im Mit- und Füreinander den Frieden zu bewahren und Gerechtigkeit zu gestalten. „Es wird nicht gut, wenn die Europäische Union zu einer Versammlung der Enttäuschten verkommt, in der man sich misstrauisch vorrechnet, was wer wem schuldet“, warnte er. Gerade durch Ostern kam Hoffnung in die Welt, die dem Leben diene und ängstliche Sorgen überwinde. „Wir vertrauen den neuen Wegen. Mit Christus wandern wir in die Zeit; wir brechen auf aus Hoffnung. Die Tore stehen offen, das Land ist hell und weit“, schloss der Landesbischof seine Predigt.

Bild: Dreharbeiten bei Sachsen Fernsehen in einer Kirche

Taufen und Taufgedenken spielen zum Osterfest ebenfalls eine besondere Rolle, weil die Gottesdienste an den Osterfeiertagen beliebte Tauftermine für Familien sind. Im Dom zu Meißen begann der Gottesdienst mit Taufe zum Osterfest um 12:00 Uhr.

Fest- und Kantatengottesdienste fanden zur gewohnten Zeit am Ostersonntag statt. Im Mittelpunkt der Festgottesdienste stand häufig die Musik, so in einem Gottesdienst mit vokaler Kirchenmusik in der Frauenkirche in Dresden.
Der von MDR FIGARO übertragene Rundfunkgottesdienst wurde dieses Jahr zu Ostern aus der evangelisch-methodistischen Erlöserkirche in Plauen übertragen.
Am Ostersonntag startet eine neue Sendereihe im SACHSEN FERNSEHEN, die über die digitalen Kabelnetzbetreiber gesendet wird. Die neue Sendereihe ist ein gemeinsames Projekt der sächsischen Landeskirche und des Evangelischen Medienverbandes in Sachsen e.V. (EMV) und des Sachsen Fernsehens. Das Magazin „Evangelisch in Sachsen“ im Regionalfernsehen geht vielen Fragen nach und nimmt seine Zuschauer dabei mit zu außergewöhnlichen Plätzen. Das sind Kirchen, bekannte Sehenswürdigkeiten und auch Geheimtipps.

Bild: Kirche in Drehbach mit der Krokusblühle hoffentlich bald in Nähe
Kirche in Drehbach wartet auf Krokusblüte

Viele Sachsen haben ihr Lieblingsfleckchen oder kennen Orte, die ihnen viel im Leben bedeuten. Einige sind reich an Traditionen, andere stehen für Wandel und Aufbruch. Manche sind Symbole der Hoffnung. Die Sendung macht dort mit Menschen bekannt, deren Heimat zum einen Sachsen ist, und zum anderen ihr christlicher Glaube. Die daraus Zuversicht schöpfen und Kraft für ihr Leben. So entstehen Geschichten aus dem Alltag, die ganz und gar nicht alltäglich sind.

Am Ostermontag können die Besucher vielfältige Gottesdienste erleben, beispielsweise predigt Pfarrer Horst Oertel in einem Abendmahlsgottesdienst in der Schlosskapelle Lichtenwalde, Stiftskirchgemeinde in Chemnitz-Ebersberg um 10:30 Uhr. Um 9:30 Uhr findet in der Kreuzkirche in Dresden ein Fest- und Sakramentsgottesdienst mit Pfarrer Joachim Zirkler und Musik für Trompete und Orgel statt. Wie in der Kreuzkirche beinhalten die Gottesdienste am 2. Osterfeiertag (1. April) meist die Einladung zum Heiligen Abendmahl.

Bild: Chor singt im Festgottesdíenst

In der Lutherkirche in Radebeul-Ost wird um 10:00 Uhr zum Gottesdienst mit Solokantate zum Osterfest mit Vokalsolisten und einem Instrumentalensemble eingeladen. Ebenfalls mit Abendmahl findet um 9:30 Uhr ein Gottesdienst mit Kantate in der Maria-und-Martha-Kirche in Bautzen statt. Um 17:00 Uhr ist in der Frauenkirche Grimma Bach`s Kantate „Erfreut euch, ihr Herzen“ im Gottesdienst zu hören, unter anderen mit dem Motettenchor Leipzig.
Auch an die Radfahrer wird gedacht. Sie können an einem Radfahrer-Gottesdienst mit Posaunenchor und anschließendem „anradeln“ bei Markkleeberg unter freiem Himmel an der Fahrradkirche Zöbigker (11:00 Uhr) am Cospudener See teilnehmen.

Ostern als wichtigstes Fest der Christen wird in vielen Gemeinden zum Feiern genutzt. Da gibt es nach der Ostermette oder den Ostergottesdiensten ein gemeinsames Osterfrühstück und die Kinder können im Pfarrgarten Ostereier suchen.
An den bestickten Stoffen (Paramenten) an Altar und Kanzel im Kirchraum wurde der Wechsel der liturgischen Farben von violett oder schwarz bis zum Sonnabend zu weiß ab Sonntagmorgen augenscheinlich. Verdeutlicht wird damit der Wandel: Der Tod ist durch das neue Leben überwunden.
Der Osterfestkreis reicht über Christi Himmelfahrt (40 Tage nach Ostern) noch bis zum Pfingstfest (50 Tage nach Ostern).(31.03.2013)

Großes Interesse an den Angeboten der Frauenkirche zu den Feiertagen

Bild: Vollbesetzter Innenraum der Frauenkirche

In Dresden zog es über 30.000 Menschen zwischen Gründonnerstag und Ostermontag in die Frauenkirche, deren Leben sich mit dem Beginn der Osterzeit wieder intensiviert: u.a. Konzertsamstage, Morgenandachten und Sonntagabendöffnungen stehen nun wieder auf dem Programm.
"Die ermutigende Botschaft der Ostertage so vielen Menschen mit auf den Weg gegeben zu haben, ist ein Geschenk", konstatiert Frauenkirchenpfarrer Holger Treutmann angesichts der weit über 30.000 Besucher, die in den vergangenen Tagen den Weg in die Dresdner Frauenkirche fanden. Sie erlebten die Vielfalt des geistlichen Lebens, das von Festgottesdiensten über Musik bis hin zu offenen Besichtigungsformen reichte.

Mehr als 6.000 Besucher feierten Gottesdienste und Andachten. Sie erinnerten an das letzte Abendmahl und die Kreuzigung Jesu, erlebten in der Osternacht Konfirmationen und Taufen von Erwachsenen mit und füllten am Ostersonntag allein beim Hauptgottesdienst das Gotteshaus bis hinauf zur vierten Empore. 26.000 Menschen nutzten die Zeiten der Offenen Kirche, um das Gotteshaus kennen zu lernen.(1.April 2013_Frauenkirche Dresden)

In die beginnende Osterzeit fällt die Zeit der Konfirmationen

Bild: Konfirmanden stehen mit dem Pfarrer im Altarraum der Kirche

Obwohl mit Palmsonntag, eine Woche vor dem Osterfest, die Konfirmationszeit bereits begonnen hat, werden in den meisten Kirchgemeinden in den kommenden Sonntagen über Himmelfahrt bis Pfingsten die Konfirmationen junger Erwachsener stattfinden. Zu erwarten sind in diesem Jahr fast 5.000 Konfirmationen, wobei sich aus den Erfahrungen der letzten Jahre zwischen 10 und 12 Prozent der Gleichaltrigen in den Festgottesdiensten taufen lassen.

Nach dem Tiefstand von vor fünf bzw. sechs Jahren (4.000 und 4.200 Konfirmanden) stiegen die Zahlen der Konfirmationen deutlich und kontinuierlich. Die Talsohle der geburtenschwachen Jahrgänge war damit durchschritten. Die diesjährigen Jugendlichen spiegeln die Jahrgänge 1998/99 wider. In einigen der jetzt 18 Kirchenbezirke sind weitere Zuwächse zu verzeichnen, die zum Teil sehr unterschiedlich ausfallen. Unabhängig von der Bilanz in der Bevölkerungsentwicklung wird der prozentuale Anteil der Konfirmanden in ihrer Altersgruppe von aktuell fast 20 Prozent wieder dem Verhältnis der letzten Jahre entsprechen.

Konfirmationszeit

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