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Aktuelles

Evangelische Jugend in Sachsen und ihre Zukunft

Zukunftskongress der Evangelischen Jugend im Deutschen Hygiene-Museum

Bild: Zukunftskongress mit neuen Ideen im Umzugskarton (Foto:  Ev.-Luth. Landesjugendpfarramt Sachsens)

Unter dem Motto „Gemeinsam am Kommenden bauen“ sind am Sonnabend, 20. April, mehr als 400 Teilnehmende, davon Zweidrittel ehrenamtliche Jugendliche aus allen Kirchenbezirken der Landeskirche zum Zukunftskongress der Evangelischen Jugend in Sachsen im Deutschen Hygiene-Museum Dresden zusammen gekommen. Konzentriert und begeistert diskutierten Jugendliche und hauptamtlich Mitarbeitende über die ihnen wichtigen Fragen. Es ergaben sich Schlussfolgerungen aus den Foren für die eigene Arbeit. Gesammelte Ideen kamen in die Umzugskartons.

Bild: Landesjugendpfarrer Tobias Bilz (Foto:  Ev.-Luth. Landesjugendpfarramt Sachsens)

Der Zukunftskongress hat eine wichtige Schlüsselfunktion innerhalb des seit Anfang 2011 intensiv laufenden Zukunftsprozesses der Evangelischen Jugend in Sachsen. Dieser Prozess solle klären, welche Funktion evangelischer Jugendarbeit in einer sich tiefgreifend wandelnden Lebenswelt Jugendlicher zukomme. „Die unterschiedlichen Gestalter der Jugendarbeit werden in einem dynamischen Kongressgeschehen für die Jugendarbeit neue Zukunftsperspektiven eröffnen. Ich gehe davon aus, dass der Zukunftskongress auf diese Weise der Entwicklung evangelischer Jugendarbeit in Sachsen einen kräftigen Schub geben wird“, äußerte Landesjugendpfarrer Tobias Bilz im Vorfeld seine Erwartungen an den Kongress.

Von Beginn an herrschte in den großzügigen, weiten Räumen des Hygienemuseums eine fröhliche und offene Atmosphäre.

Bild: Reformationsanspruch der Ev. Jugend (Foto:  Ev.-Luth. Landesjugendpfarramt Sachsens)

Neben den Jugendlichen waren zahlreiche Hauptamtliche der Jugendarbeit der Ev.-Luth. Landeskirche, Bettina Westfeld als Vertreterin der Landessynode, die Oberlandeskirchenräte Dr. Peter Meis, Burkhart Pilz und Dietrich Bauer als Vertreter aus dem Landeskirchenamt sowie Vertreter verschiedener kirchlicher, gesellschaftlicher und politischer Gremien anwesend. Jan Witza, Jugendbildungsreferent im Landesjugendpfarramt, und Stephanie Golde, ehrenamtlich im Verband tätige Jugendliche, moderierten den Kongress.

Christine Clauß, Sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz, ermutigte die Jugendlichen in ihrem Grußwort, weiter kritische Fragen zu stellen und Verantwortung zu übernehmen. Kern des Grußwortes von Bettina Westfeld, Vizepräsidentin der 26. Ev.-Luth. Landessynode Sachsens, war das Zitat „Macht es wie Gott: Werdet Mensch und zeigt euch mit dem, was ihr glaubt.“

Bild: Treffpunkt unter den Ballons (Foto: Ev.-Luth. Landesjugendpfarramt Sachsens)

Burkhart Pilz wendete sich an die zahlreichen ehrenamtlichen Jugendlichen: „Unsere Kirche braucht euch für eine lebendige Zukunft. Wir brauchen eure Fehlerfreundlichkeit, den Willen etwas auszuprobieren, vielleicht auch etwas Leichtsinn.“ Landesbischof Jochen Bohl brachte seinen Gruß per Videobotschaft an die Kongressteilnehmenden. Mit Blick auf die Jugendarbeit betonte er, dass „die Dimensionen von Begegnung und Gemeinschaft in der heutigen Zeit besonders wichtig geworden sind.“

Drei Impulsvorträge stimmten die Teilnehmenden auf das Thema ein. Sophia Müller, ehrenamtliche Leiterin einer Jungen Gemeinde in Waldenburg und Vorsitzende der Bezirksjugendkammer im Kirchenbezirk Glauchau-Rochlitz, stellte ihren Traum von Jugendarbeit im Jahr 2017 vor.

Bild: Zukunft Jugend 5 2013 (Foto: Ev.-Luth. Landesjugendpfarramt Sachsens)

Gloria Wolf, Studentin aus Dresden, sprach von einer Jugendarbeit, die nahe an den Jugendlichen dran ist und meinte dabei sowohl die räumliche als auch die lebensweltliche Perspektive. Martin Dreyer, freikirchlicher Theologe und langjähriger Berater in der Jugendarbeit aus Berlin, beschrieb, wie das Evangelium heute jugendgemäß kommuniziert werden kann. Die Teilnehmenden diskutierten in kleinen Gruppen jeden der drei Einstiegsimpulse unter der Frage „Welches Wort hat mich gerade am meisten angesprochen, welches ist mir am wichtigsten?“

Dabei kristallisierte sich in der Auswertung das Wort „Beziehung“ heraus. Eine Grafik machte es deutlich: Alle weiteren wichtigen Merkmale gelingender Jugendarbeit, wie Eigenständigkeit, Vernetzung, Selbstorganisation, Authentizität oder Ehrenamt gründen darauf, dass die Beteiligten, Ehrenamtliche und Hauptamtliche, miteinander in eine gute Beziehung treten und Zeit dafür haben, diese zu pflegen.

Bild: Abschluss mit dem Aufbruch (Foto:  Ev.-Luth. Landesjugendpfarramt Sachsens)

Wie das gelingen kann, darüber kamen die Teilnehmenden im Anschluss ins Gespräch. In fünf Foren arbeiteten sie an unterschiedlichen Themenschwerpunkten innerhalb der Jugendarbeit. Große bunte Ballons, an denen verschiedene Impulsfragen befestigt waren, schwebten in den fünf Räumen. Um diese so genannten Speakerpoints versammelten sich die Teilnehmenden in wechselnder Zusammensetzung, tauschten sich aus, hörten, was anderen wichtig ist und welche Erfahrungen, Wünsche und Ideen es gibt.

„Diese Phase war die stärkste während des Kongresses“, schätzt Tobias Bilz den Austausch ein. Konzentriert und begeistert diskutierten Jugendliche und hauptamtlich Mitarbeitende über die ihnen wichtigen Fragen. In einer zweiten Forenrunde kamen die Teilnehmenden dann je nach Region bzw. Arbeitsfeld zusammen und zogen aus dem bisherigen Diskussionsprozess Schlussfolgerungen für die eigene Arbeit in den verschiedenen Bereichen und Ebenen der Evangelischen Jugend in Sachsen.

Bild: Titel Ballons Ev. Jugend (Foto: Ev. Jugend Sachsen)

Symbolisch packte jede Gruppe einen Umzugskarton voll mit gesammelten Ideen und ihnen wichtigen Schlüsselsätzen. „Zukunftskongress heißt auch, etwas aus den Händen zu geben“, sagte Tobias Bilz während des Kongressabschlusses.

Er übergab die Kartons den Vertretern aus den verschiedenen Regionen zusammen mit einem Holzbaustein. „Das Weiterbauen sollte etwas Kreatives, Spielerisches haben, damit man Lust darauf hat“, so der Landesjugendpfarrer.
„Das Eigentliche kommt noch, heute bewegen wir uns ein Stück darauf zu“, so hatte es Tobias Bilz zu Beginn des Kongresses formuliert und so haben es am Ende viele der Teilnehmenden empfunden. „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir“ - mit einem Lied des Musikers Wolfgang Tost zu dieser passgenau auf den Kongress abgestimmten Jahreslosung ging der Kongress am Abend zu Ende. Eine After-Congress-Party mit Tanz und guten Gesprächen ließ den Kongress entspannt ausklingen.(evjusa21.4.2013)

Evangelische Jugend Sachsen

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