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Aktuelles

Auf der Frankenstraße nach Südwest auf dem Jakobsweg

Sächsischer Jakobsweg und Jakobsweg Vogtland werden offiziell eröffnet

Bild: Plakat mit Programm zum Festwochenende zur Eröffnung des Jakobswegs

Sachsen ist um eine spirituell-touristische Attraktion reicher: Der Sächsische Jakobsweg und der Jakobsweg Vogtland werden nach einer vierjährigen Vorbereitungszeit am 1. und 2. Juni mit einem Fest in Freiberg eröffnet. Musiker lassen dabei die Zeit des Mittelalters wieder lebendig werden. Kabarettisten und Fachreferenten widmen sich dem Pilgern in Historie und Gegenwart. Repräsentanten von Freistaat und Kirche würdigen das Engagement des Vereins. Eine Pilgerwanderung, ein Festgottesdienst und ein Pilgermarkt runden das Programm ab.

Freiberg als Veranstaltungsort wählte der Verein aus zwei Gründen. Vorsitzender Ulrich Wolf: „Zum einen ist in Freiberg die Grablege unseres prominentesten Pilgers, Heinrich der Fromme, zu finden; zum anderen haben uns das Stadtmarketing und der Fremdenverkehrsverein stets unterstützt.“ Freibergs Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm verweist auf die lange Tradition des Pilgerns in Freiberg. Mit Heinrich dem Frommen, der um 1500 gen Santiago des Compostela gezogen sei, habe Freiberg nicht nur ein historisches Pilgervorbild zu bieten; in den Stadtannalen seien zudem Pilgerunterkünfte bereits für das 13. Jahrhundert belegt. „Ich freue mich, dass der Sächsische Jakobsweg nun hier bei uns eröffnet wird und damit eine Brücke aus der Vergangenheit in die Gegenwart geschlagen wird.“

Bild: Blick in die Jakobikirche in Freiberg, wo der Festgottesdienst stattfindet (Foto: KG)
Jakobikirche in Freiberg

Seitens der sächsischen Landeskirche wird Oberlandeskirchenrat Dietrich Bauer zum Festakt am 1. Juni um 14:00 Uhr im städtischen Festsaal des Ratskellers Grüße übermitteln sowie gemeinsam mit dem Dekan i.R. Heinrich Bohaboj (Bistum Dresden-Meißen) einen Festgottesdienst am Sonntag, 2. Juni, in der Freiberger Jakobikirche mitgestalten. Nach dem Gottesdienst ziehen Pilger und Gäste zum Pilgermarkt an der Petrikirche. Hier gibt es ein vielfältiges Markttreiben rund um das Thema Pilgern, dazu Musik, Überraschungen für Kinder und Gastronomie. Alle Kommunen, Kirchgemeinden, Tourismuseinrichtungen und Gastgeber am Weg haben hier die Möglichkeit, sich den Interessierten und vielleicht potenziellen Pilgern vorzustellen.

Bild: Pilger unterwegs auf dem Jakobsweg

Schon am Tag zuvor bietet um 17.30 Uhr die Musikreihe „Dom & Klang“ im Freiberger Dom „Ultreia, Ultreia – Jakobus der Ältere und der Apostelzyklus“ mit Gerhard Walter (Leipzig) sowie Ekkehard Werner an der Schlüsselfidel.

Der Sächsische Jakobsweg ist eingebunden ist das europäische Jakobswege-Netz und entspricht den 1988 durch den Europarat festgelegten Kriterien für Jakobswege. Dazu zählen: Authentizität (Route war im Mittelalter ein Handelsweg), Anbindung (bedeutende Abkürzung für Pilger aus Osteuropa sowie Anschluss Sachsen an das Europa-Netz), Begehbarkeit, Zielorientierung (Ausschilderung nur in Richtung Santiago auf möglichst direktem Weg), Einbeziehung regionaler Akteure,  Betreuung und Beratung von Pilgern.

Bild: Stilistische und markante Muschel als Zeichen des Weges

Die gesamte Strecke von Bautzen bis Hof beträgt 307 Kilometer, die der Variante Königsbrück-Grumbach 52 Kilometer.
Etwa 40 Prozent des Weges führen über Asphalt, 20 Prozent auf Waldwegen und 40 Prozent auf Feldwegen. Neun sächsische Landkreise und kreisfreie Städte, 40 Kommunen sowie 113 evangelische und katholische Kirchgemeinden werden durchquert. Mittelfristig wird mit 1.000 bis 1.500 Pilgern pro Jahr auf dem Sächsischen Jakobsweg gerechnet.(26.5.2013)

Sächsischer Jakobsweg an der Frankenstraße

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