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Aktuelles

Siebenköpfige Delegation aus Sachsen derzeit in Tansania

Festgottesdienst zur Wiedereinweihung der „Gutmann-Kirche“ in Kidia

Bild: Landesbischof Bohl (r.) vor der sanierten Kirche in Kidia während der Wiedereinweihung mit afrikanischen Amtskollegen (Foto: LMW)

Von Antje Lanzendorf, Leipziger Missionswerk

Wenn im tansanischen Kidia der Name Bruno Gutmann (1876-1966) fällt, wissen die lutherischen Christen am Hang des Kilimandscharo Bescheid. Der Missionar der Leipziger Mission prägte über zwei Jahrzehnte die Geschichte des Ortes. Selbst die Kirche, die bereits neun Jahre vor seinem Eintreffen eingeweiht wurde, trägt im Volksmund noch heute seinen Namen.

Bild: Kirche in Kidia (Foto: Historische Aufnahme, LMW)

Sie wurde 1900 als erste Kirche Ostafrikas aus Stein erbaut und ist damit ein wichtiges Zeugnis der Missionsgeschichte. Sieben Jahrzehnte und einen Anbau später wurde sie für die immer weiter gewachsene Gemeinde zu klein. Heute steht ihr eine wesentlich größere Kirche gegenüber. Der Zustand der alten Kirche verschlechterte sich zusehends.

Deshalb bat das Leipziger Missionswerk (LMW) im Jahr seines 175-jährigen Jubiläums 2011 um Spenden für die Restaurierung des alten Gebäudes. Ein Teil der Adventsaktion kam dem Anbau von 1923 zu Gute, der heute den Gemeindekindergarten beherbergt.

Bild: Landesbischof Bohl predigt im Festgottesdienst

Landesbischof Jochen Bohl weihte den Bau nun auf seiner zehntägigen Reise in die tansanische Partnerkirche am vergangenen Sonntag, 16. Juni, ein. Gemeinsam mit dem Altbischof der Nord-Diözese Dr. Erasto N. Kweka enthüllte er auch eine Erinnerungstafel.

Bei der Predigt im anschließenden Festgottesdienst beschrieb Bohl die Rolle von Kirchengebäuden. Sie seien Orte, die den Glauben stärken, weil in ihnen die Menschen zusammen kommen und im Gebet Gemeinschaft erleben können. Kirchen seien Zeugen aus Stein der Meilensteine im Leben und damit wichtiger Bestandteil der persönlichen Erinnerung der Gemeindeglieder.

Altbischof Kweka sagte: „Eine Kirche zu restaurieren bedeutet die Geschichte zu bewahren, nicht nur für uns, sondern auch für zukünftige Generationen.“ Er verwies auch auf die Bedeutung des Mauerfalls für die Partnerschaft. Er könne sich gut daran erinnern, wie schwierig es gewesen sei, von Ost nach West und andersherum zu reisen.

Bild: Pfarrer der Region im Gespräch mit dem Landesbischof

Heute sei das selbstverständlich und ermögliche auch gemeinsame Projekte.

Mary Barthel, Teil der sächsischen Delegation und Vorsitzende des Ausschusses für Ökumene und Mission des Partnerschaftsausschusses des Kirchenbezirkes Marienberg, der bereits seit über 20 Jahren mit dem Kirchenbezirk Kilimandscharo Mitte verbunden ist, dankte dem Bischof für seinen Besuch in Kidia und sein Interesse an der Partnerschaftsarbeit und die damit verbundene Anerkennung.

Die siebenköpfige Reisegruppe wird weitere Regionen mit sächsischen Partnern besuchen, bevor sie am Wochenende an den Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania in der Theologischen Hochschule in Makumira teilnimmt.(18.6.2013)

Bild: Gottesdienst in der fertigen Kirchen mit Altbischof Kweka (Foto: LMW)

Missionar Bruno Gutmann

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