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Nach der Synode ist vor der Synode – Weg zur Wahl

Viele Blumen in Wort und Bild zum Ende der 26. Landessynode in Dresden

Bild: Synodale drehen häufig mal Runden um ein kniffliges Thema

Mit einem umfangreichen Programm von Berichten und Gesetzesvorlagen ging die letzte Herbsttagung der 26. Landessynode am Nachmittag des 18. November im Dresdner ‚Haus der Kirche‘ zu Ende.
Der Präsident der Landessynode, Otto Guse, dankte allen Mitgliedern der Landessynode für ihren Einsatz und die Kraft, mit der sie in den letzten Jahren viele Dinge zur Entwicklung der Landeskirche angestoßen und fortentwickelt haben. Er machte den Synodalen Mut, sich erneut der Wahl zu stellen und andere zu ermuntern, ebenfalls eine Kandidatur als Berufung für sich anzunehmen.

Bild: Sicht über die Synodalen zum Plenum, wo Präsident Otto Guse die Tagung eröffnet

In einer ihrer letzten Beschlüsse der Legislatur unterstützt die 26. Landessynode den Beschluss der EKD-Synode vom 13.11.2013 zum Thema Rüstungsexporte und äußert darin ihre große Sorge darüber, dass Deutschland einer der größten Rüstungsexporte weltweit ist. Die Landessynode erachtet eine Überarbeitung der bisherigen Rüstungsexportpolitik als erforderlich. Sie regt an, dass die EKD bei der jährlichen Erarbeitung des Rüstungsexportberichtes der „Gemeinsamen Konferenz der Kirche und Entwicklung“ (GKKG) auch die staatlich geförderte Forschung und Entwicklung von Rüstungsgütern in den Fokus der Berichterstattung rückt. Ebenso wird empfohlen, die Frage der Rüstungsexporte in künftigen Friedensdekaden zu thematisieren.

Bild: Synodale brüten über den Unterlagen - nicht nur über die Verwendung der Finanzen

Zuvor beschloss die Synode am Montag in 2. Lesung den Haushalt für das Jahr 2014. Danach liegt der Ansatz für das kommende Jahr mit 186.970.000 Euro mit 4,65 Mio Euro über den Haushaltansatz des Vorjahres. Die Zunahme geht auf eine geplante höhere Kirchensteuereinnahme zurück, womit insgesamt 50 Prozent der Einnahmen der Landeskirche aus Kirchensteuereinnahmen resultieren. Die Einnahmen aus dem EKD-Finanzausgleich sind leicht gesunken und machen ca. 25 Prozent der Gesamteinnahmen aus. Die Staatsleistungen betragen 10 Prozent der Einnahmen der Landeskirche.

Mit dem höheren Haushaltsansatz steigt auch das Verteilvolumen, welches an die Kirchgemeinden (insgesamt 55 Prozent des Verteilvolumens) und die Kirchenbezirke (6 Prozent des Verteilvolumens) geht. Trotz der Kirchensteuermehreinnahmen bleibt im landeskirchlichen Haushalt eine Deckungslücke von 2,885 Mio. Euro, die durch eine Entnahme aus der Ausgleichsrücklage ausgeglichen werden muss.

Bild: Professor Dr. Ulf Liedke informiert engagiert über das Thema Abendmahl mit Kindern

Ebenfalls wurde in 2. Lesung die Ordnung über das Abendmahl mit Kindern beschlossen, die das Ergebnis einer intensiven Beschäftigung mit dem Abendmahl mit Kindern über die gesamte Dauer der 26. Landessynode ist. Vorausgegangen war ein durch die Landessynode angestoßener Gesprächsprozess zum Abendmahl mit Kindern, welcher durch ein Diskussionspapier und eine Handreichung zum Thema unterstützt wurde. Das Kirchengesetz ist eine Fortentwicklung des bisher geltenden Kirchengesetzes über die Teilnahme von Kindern am Heiligen Abendmahl aus dem Jahr 1983.

Durch die Bezeichnung als ‚Ordnung‘ wird deutlich gemacht, dass das Kirchengesetz den anderen geltenden Ordnungen des kirchlichen Lebens (Tauf-, Konfirmations-, Trauordnung) gleichgeordnet ist. Danach sollen alle Kirchgemeinden nun prüfen, ob die Voraussetzungen für die Einführung des heiligen Abendmahls mit Kindern geschaffen werden können. In diesem Fall soll nach den Bestimmungen der Ordnung die Einladung zum heiligen Abendmahl allen getauften Kindern ab dem Schuleingangsalter gelten, welche vorher eine entsprechende Unterweisung besucht haben.

Bild: Das Jahresprogramm für 2014 lag bereits auf den Plätzen der Synodalen

Der Direktor des Leipziger Missionswerkes (LMW), Volker Dally, berichtete zu Beginn der Plenarsitzung am letzten Sitzungstag der Herbstsynode über die Arbeit des Missionswerks. Das LMW ist seit 1836 ein international arbeitendes Werk, das spirituellen, interkulturellen und interreligiösen Austausch ermöglicht. Zudem steht das LMW für globales Lernen in ökumenischer Perspektive. Die Spiritualität und Besonderheit der Partner in Indien, Tansania und Papua-Neuguinea werden so in die Landeskirche Sachsens getragen. In diesem Kontext bereitet und begleitet das LMW Partnerschaftsbeziehungen, in dem theologische Fachkräfte entsendet, Netzwerke aufgebaut und ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter weitergebildet werden.

Direktor Dally benannte aber, dass sich für die Auslandsarbeit kaum Bewerber aus Sachsen melden. Über 100 Freiwillige wurden bislang entsandt, eine enorme Anforderung an Qualitätsstandards ist selbstverständlich. Eine weitere Stelle für die Aus- und Weiterbildung für Ehrenamtliche wurde geschaffen, vollständig finanziert durch Spenden und Drittmittel. Er verwies zudem auf die diesjährige Adventsaktion „Ein Weg für die Quelle“. Zugunsten eines LMW Projekts sind Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen, insbesondere evangelische Kindertagesstätten, noch bis 6. Januar 2014 aufgerufen, sich mit kreativen Ideen an der Aktion zu beteiligen und mit ihren Spenden die Wasserversorgung in drei Dörfern in Papua-Neuguinea zu unterstützen.

Alle Sitzungstage auf einen Blick (15. bis 18. November 2013)

Bild: Zum Ende gab es Blumen für das Präsidium
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