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Aktuelles

Weihnachtsfest in sächsischen Kirchgemeinden

Frühmetten und Festgottesdienste traditionell am 1. Christtag des 25. Dezember

Bild: Mit Frühmetten am 1. Christtag begann die sächsische Weihnacht in vielen Gemeinden (Foto: KG Crottendorf /Erzg.)
Wie hier im erzgebirgischen Crottendorf begann das Christfest am frühen Morgen des 1. Weihnachtstages

In diesem Jahr fand auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche am Montag, 23. Dezember, um 17:00 Uhr zum 21. Mal die traditionelle Weihnachtliche Vesper statt. Landesbischof Jochen Bohl, Superintendent Christian Behr, die Frauenkirchenpfarrer Sebastian Feydt und Holger Treutmann, sowie der Dresdner Motettenchor, das Blechbläserensemble unter der Leitung von Ludwig Güttler und Posaunenchöre der Sächsischen Posaunenmission e.V. wirkten an der Vesper mit. [Predigt des Landesbischofs]

Bild: Weihnachtliche Vesper vor der Frauenkirche am 23. Dezember (Foto: Stiftung Frauenkirche)

Auch der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich und die Oberbürgermeisterin der Stadt Dresden, Helma Orosz, nahmen wieder daran teil. Im vergangenen Jahr hat der MDR die Weihnachtliche Vesper aus Anlass des 20-jährigen Jubiläums erstmals live übertragen. Wegen der großen Resonanz wurde dieser deutschlandweit größte Freiluftgottesdienst auch in diesem Jahr live gesendet. MDR FERNSEHEN
Im Laufe der Jahre kamen auf Einladung der Fördergesellschaft der Dresdner Frauenkirche in Zusammenarbeit mit der Stiftung Frauenkirche trotz Schnee und Eis mehr als 395.000 Besucher zusammen.

Die Christvesper des Dresdner Kreuzchores läutet den Heiligen Abend (24. Dezember) in der Dresdner Kreuzkirche ein. Um 14:15 Uhr und um 16:30 Uhr findet sie in der erzgebirgischen Weihnachtstradition des früheren Kreuzkantors Rudolf Mauersberger statt.

Bild: Christmette in der Dresdner Kreuzkirche am 1. Christtag
Weihnachten am nächsten Tag in der Frühmette am 25. Dezember in der Dresdner Kreuzkirche

Die Frauenkirche lädt Heiligabend zu zwei Christvespern und zur Feier der Christnacht ein. Die erste Vesper, die 14:00 Uhr beginnt, gestalten Frauenkirchenpfarrer Sebastian Feydt und der Chor der Frauenkirche. In der zweiten Vesper um 16:00 Uhr predigt Landesbischof Jochen Bohl. Sängerinnen und Sänger des Chores der Frauenkirche und das ensemble Frauenkirche musizieren die erste Kantate von J.S. Bachs Weihnachtsoratorium.

In der vom Juni-Hochwasser geschädigten Schifferkirche "Maria am Wasser" in Dresden-Hosterwitz finden erstmalig Heiligabend wieder Veranstaltungen statt. Auftakt bilden die beiden Christvespern mit dem "Hosterwitzer Krippenspiel" um 15:00 Uhr und um 16:30 Uhr mit der Kurrende, der Kantorei und dem Ensemble "Maria am Wasser" unter Leitung von Matthias Herbig. Um 18:00 Uhr folgt eine musikalische Christvesper mit den Chorälen aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach.

Bild: Eine Feier für Menschen, die an Heiligabend einsam und ohne Wohnung sind

Menschen, die zu Weihnachten allein sind und sich einsam fühlen sind in diesem Jahr ab 16:00 Uhr in das Haus der Kathedrale (Schloßstraße 24) in Dresden eingeladen. In diesem ökumenischen Angebot wird gemeinsam der Weihnachtsbaum geschmückt und es gibt ein festliches Abendessen. Jeder Gast sollte als Eintritt ein kleines Wichtelgeschenk im Wert von zwei Euro mitbringen.
In Zwickau richtet die Diakonie Stadtmission im Pfarrzentrum „Manufaktur“ (Schloßstraße 11) eine Weihnachtsfeier für Wohnungslose Menschen aus und im erzgebirgischen Aue findet um 17:00 im St.-Nicolai-Gemeindesaal ebenfalls eine Weihnachtsfeier für Einsame statt.

„Weihnachten fürs Volk“ heißt es am Heiligen Abend ab 19:30 Uhr wieder im Pavillon der Hoffnung (Messehalle 14) auf der Alten Messe Leipzig (Puschkinstraße 9). Die evangelische Andreasgemeinde und der Pavillon der Hoffnung e.V. laden dazu Arme, Einsame, Obdachlose, Nachbarn, Kinder und alle, die gern mitfeiern wollen, ein.

Bild: Thomaner singen in der Leipziger Thomaskirche (Foto: Gert Mothes, Lpz)

In Leipzig führt am 24. Dezember der Thomanerchor um 13:30 Uhr in der Thomaskirche unter der Leitung von Georg Christoph Biller die Weihnachtsmotette auf. Die Christvesper der Leipziger Universitätsgemeinde um 14:30 Uhr in der Nikolaikirche wird von Mitgliedern und ehemaligen Mitgliedern des Leipziger Universitätschores unter der Leitung von David Timm musikalisch gestaltet.

In den 1.300 evangelisch-lutherischen Kirchen Sachsens werden wieder in rund 2.000 Christvespern über 500.000 Besucher erwartet. Häufig werden zwei oder gar drei Vespern angeboten, die zwischen 14:00 und 18:00 Uhr stattfinden.
Am späten Abend laden die Gemeinden noch zu Christnachtfeiern (Christmette) und zu musikalischen Veranstaltungen ein.

Bild: Gospelnight in Dresden-Strehlen

In der Dresdner Frauenkirche erklingt um 22.00 Uhr Musik für Harfe und Sopran und in der Christuskirche in Dresden-Strehlen beginnt um 23.00 Uhr mit der 16. GOSPELNIGHT DRESDEN eine Gospelchristvesper mit 100 Sängerinnen und Sängern. Im Dom zu Meißen findet um 23:00 Uhr eine Musik zur Christnacht mit der Sopranistin Claudia Forberger und Domkantor Jörg Bräunig an der Orgel statt.
Im Zwickauer Dom lädt Superintendent Eberhard Dittrich um 22:00 Uhr zur Orgelvesper im Kerzenschein ein.

In Chemnitz werden um 22:30 Uhr in der St. Petrikirche das Chemnitzer Vocalensemble sowie Sängerinnen und Sänger anderer Chorvereinigungen mit Mitgliedern des Collegium Instrumentale musizieren. Neben Bach`s Weihnachtsoratorium (Kantate 1) und Motetten von B. Britten und M. Praetorius werden auch Choräle zum mitsingen angeboten.

Bild: Konzert in der Kirche im erzgebirgischen Seiffen

Schließlich wird um 23:00 Uhr in der St.-Jodokuskirche in Chemnitz-Glösa das Krippenspiel aufgeführt.
In der Leipziger Thomaskirche führt um 22:00 Uhr die Junge Gemeinde das Weihnachtsspiel in der Christvesper auf und um 23:00 Uhr erklingen in der Paul-Gerhard-Kirche in Connewitz Auszüge aus dem ‚Messias‘ von G.F. Händel.

Bild: Besinnliche Musik zu Weihnachten (Foto: Rainer Oettel)

In der Philippuskirche Leipzig-Lindenau heißt es um 23:30 Uhr ‚Licht an!‘ für einen Abendausklang. Mit einem Komplet mit Männerstimmen des Thomanerchores endet um 24:00 Uhr in der Thomaskirche die Christnacht in Leipzig.

Am Heiligen Abend zwischen 17:00 und 18:00 Uhr strahlt MDR 1- Radio Sachsen eine kirchliche Sendung mit dem Hörfunkbeauftragten der Landeskirche, Pfarrer Andreas Beuchel, aus. Er erzählt in seiner Sendung vom Geheimnis des Glaubens und im Anschluss können Hörerinnen und Hörer über ihre Erlebnisse und Erinnerungen, Wünsche und Hoffnungen mit Pfarrer Beuchel am Telefon ins Gespräch kommen.
Schließlich wird um 23:00 Uhr in der St.-Jodokuskirche in Chemnitz-Glösa das Krippenspiel aufgeführt.
In der Leipziger Thomaskirche führt um 22:00 Uhr die Junge Gemeinde das Weihnachtsspiel in der Christvesper auf und um 23:00 Uhr erklingen in der Paul-Gerhard-Kirche in Connewitz Auszüge aus dem ‚Messias‘ von G.F. Händel.

Bild: Krippenspiel in einer Frühmette im erzgebirgischen Crottendorf (Foto: KG)

In der Philippuskirche Leipzig-Lindenau heißt es um 23:30 Uhr ‚Licht an!‘ für einen Abendausklang. Mit einem Komplet mit Männerstimmen des Thomanerchores endet um 24:00 Uhr in der Thomaskirche die Christnacht in Leipzig.
Am Heiligen Abend zwischen 17:00 und 18:00 Uhr strahlt MDR 1- Radio Sachsen eine kirchliche Sendung mit dem Hörfunkbeauftragten der Landeskirche, Pfarrer Andreas Beuchel, aus. Er erzählt in seiner Sendung vom Geheimnis des Glaubens und im Anschluss können Hörerinnen und Hörer über ihre Erlebnisse und Erinnerungen, Wünsche und Hoffnungen mit Pfarrer Beuchel am Telefon ins Gespräch kommen.

Im Erzgebirge beginnt das Weihnachtsfest traditionell mit den Frühmetten am 1. Weihnachtsfeiertag des 25. Dezember. Die frühesten beginnen um 5:00 Uhr, beispielsweise in der Martin-Luther-Kirche in Annaberg-Buchholz, in der St.-Johanniskirche in Scheibenberg und in der St.-Nicolaikirche in Aue. Eine Stunde später wird u.a. eine Christmette im erzgebirgischen Eibenstock gefeiert. Auch in anderen Kirchenbezirken sind die Frühmetten sehr beliebt. Ebenfalls um 6:00 Uhr laden die Kruzianer und Mitglieder der Dresdner Philharmonie zur Christmette in der Tradition erzgebirgischer Mettenspiele in die Kreuzkirche ein. Die Frühmetten ziehen jedes Jahr sehr viele Besucher an.

Bild: Kirche Reinhardtsgrimma zu Weihnachten (Foto: privat)
Kirche Reinhardtsgrimma

Auch in diesem Jahr predigt Landesbischof Jochen Bohl am 1. Feiertag um 10:00 Uhr in der Dresdner Diakonissenhauskirche. In vielen Gemeinden werden am 1. Christtag Familiengottesdienste mit musikalischer Begleitung durch Kurrenden oder Bläserchöre gefeiert, so auch in der Leipziger Thomaskirche um 9:30 Uhr mit Bachs Kantate Nr. 1 „Jauchzet , frohlocket“ aus dem Weihnachtsoratorium.
In der Weinbergkirche in Dresden-Pillnitz erklingt im Gottesdienst um 15:00 Uhr weihnachtlicher Männerchorgesang.

Der 2. Weihnachtsfeiertag ist dem ersten Märtyrer der Kirche, Stephanus, gewidmet, an dessen Schicksal die Schriftlesungen erinnern. Die liturgische Farbe wechselt an diesem Tag zwischenzeitlich vom weihnachtlichen Weiß auf Rot. Während die Kollekten in den Christvespern meist für „Brot für die Welt“ gesammelt werden, ist die landeskirchliche Kollekte dieses 2. Weihnachtsfeiertages für die Diakonie Katastrophenhilfe und für Kirchen in Osteuropa bestimmt. Auch die Gottesdienste am 2. Christtag werden häufig besonders musikalisch ausgestaltet.

Nach den großen Erfolgen der letzten Jahre findet am zweiten Christtag um 16.00 Uhr in der Dorfkirche in Reinhardtsgrimma wieder eine Weihnachtliche Vesper statt. Auf dem Programm steht festliche Musik des sächsischen Barock. Im stimmungsvollen Ambiente der alten Dorfkirche des Osterzgebirges nahe Dresden erklingt bei Kerzenschein die bekannte Gottfried-Silbermann-Orgel gemeinsam mit Vokalsolisten und Barockinstrumentalisten unter der Leitung von Kreuzorganist Holger Gehring (Dresden).

Bild: Friedenslicht 2013 wird in Radeberg ausgeteilt (Foto: rdp Sachsen)
Pfadfinder verteilen das Friedenslicht

In den Tagen zwischen den Jahren laden zahlreiche Kirchen zu Andachten, Theaterstücken, Krippenspielen und Konzerten ein. So werden in der weihnachtlich geschmückten Kirche im ostsächsischen Großpostwitz bei Bautzen in diesem Jahr zum Weihnachtskonzert am 28. Dezember (19:00 Uhr) neben den Kirchchören Großpostwitz und Göda und der Kammermusikgruppe Großpostwitz wieder Mareike Riechen (Gesang), Marcus Kuhn (Trompete) und Prof. Michael Schütze (Orgel, Klavier), mit bekannter Weihnachtsmusik das Publikum erfreuen. Unter anderem wird eine Kantate des Plauener Komponisten Friedrich Mortiz Gast, die als Handschrift in der Großpostwitzer Kirchgemeinde vorliegt, von den Chören und Solisten aufgeführt. Weiterhin werden Vokal -und Instrumentalwerke aus der Barockzeit von J.S. Bach, G.F. Händel, G.F. Telemann und A. Vivaldi zu hören sein. sowie Musik der Romantik und Moderne.

In der Leipziger Thomaskirche findet am 29. Dezember um 10:00 Uhr eine Christmette nach Michael Praetorius statt. Die Gestalt dieser Christmette orientiert sich an der Messe zur Weihnachtszeit im 16. Jahrhundert, in der ausschließlich musiziert und gesungen wurde.

Das von sächsischen Pfadfinderinnen und Pfadfinder entgegengenommene Friedenslicht aus Jerusalem wurde am 3. Advent in Radeberg bei Dresden verteilt und leuchtet in Kirchgemeinden, Wohlfahrtseinrichtungen und Rettungsdiensten über die Weihnachtszeit als Zeichen des Friedens und der Völkerverständigung. Die Aussendung des Friedenslichtes erinnert an die Friedensbotschaft, die zu Christi Geburt verkündet wurde.
Über die Fest- und Feiertage sind bis Mitte Januar 2014 zwei Advents- und Weihnachtsausstellungen des Kunstdienstes der Landeskirche in der Dresdner Kreuzkirche und der Dreikönigkirche zu sehen. Gezeigt werden Werke verschiedener Künstler der Region.

Bild: Weihnachten im Zirkuszelt

Am 29. Dezember 2013 ab 10:00 Uhr überträgt das MDR FERNSEHEN einen Ökumenischen Gottesdienst aus dem „Dresdner Weihnachts-Circus“ (Volksfestplatz, Pieschener Allee) mit Artisten, Tieren und Clowns. Auch der Radiosender MDR FIGARO ist live dabei. Dass dieser Gottesdienste anders ist als liturgische Feiern in einer Kirche verwundert nicht. Zur bunten Glaubenswelt des Zirkus gehören Tiere ebenso selbstverständlich dazu wie Artisten mit ihrem Programm und die Zirkuskapelle. Zu erleben gibt es einen Gottesdienst aus der Manege, der offen und tolerant mit dem persönlichen Glauben verschiedener Nationalitäten und Konfessionen ein gemeinsames Gebet findet.(22.12.2013)

Adventsmusik in sächsischen Kirchen

www.weihnachtsgottesdienste.de

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