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Ausstellung zu gestalteten Holzdecken in Dresden

Diese Holzdecken, so wie in der Ausstellung sind ein besonderes Thema

Bild: Blick in die Ausstellung mit den Stelen im Zugang

Eine Ausstellung über „Gestaltete Holzdecken in Kirchen“ ist derzeit im Foyer des Sächsischen Staatsministeriums für Finanzen zu sehen. Die Auswahl von 16 reichbemalten und –verzierten Holzdecken aus mitteldeutschen Kirchen werden auf beleuchteten Stelen in der Gesamtansicht und in Details der Öffentlichkeit präsentiert. Zur Ausstellungseröffnung am Abend des 13. Januar richteten der Sächsischen Staatsminister für Finanzen, Prof. Dr. Georg Unland, und Landesbischof Jochen Bohl Grußworte an die Gäste.

Bild: Staatsminister Prof. Dr. Unland während der Eröffnung der Ausstellung im Hause
Finanzminister Dr. Georg Unland

Sachsen habe eine herausragende Bau- und Kulturgeschichte zu der auch der Schatz der Kirchen gehöre, sagte Finanzminister Dr. Unland zur Eröffnung. Die über 1.600 Kirchen und Kapellen in der Landeskirche seien aber auch eine „riesige Aufgabe“. Sehr viel konnte an Sanierung und Restaurierung von Kirchen in den letzten 24 Jahren umgesetzt werden. Sie prägten das Bild von Städten und Dörfern und würden Identität stiften. Dennoch habe er Sorge, wie das Spannungsverhältnis zwischen den Orten des Glaubens als Zeugnis einer Minderheit von Christen in der kulturellen Verantwortung der weitgehend säkularen Gesamtgesellschaft aufzulösen sei, um den Erhalt der Kirchen zu sichern. Der Staffelstab sollte weitergegeben werden, ermutigt Dr. Unland. Neben den notwendigen Anstrengungen von Kirchgemeinden, Kommunen, Fördervereinen sowie den Mitteln aus Programmen der Denkmalpflege werde sich der Freistaat auch in Zukunft für die Kirchen und Kapellen einsetzen, sagte der Finanzminister.

Bild: Landesbischof Jochen Bohl während seines Grußwortes
Landesbischof Jochen Bohl

Für Landesbischof Jochen Bohl sei das Wunderbare in seinem Amt, immer in einer anderen großartigen Kirche predigen zu können, wo er den jetzigen Zustand der Kirchen dankbar erlebe. Dies sei dem großen Opfer der Menschen, nicht nur der Christen, sondern vielfach als Projekt der gesamten Bürgerschaft geschuldet, damit die Kirche im Dorfe bleibe. Ihm sei bewusst, dass der Aufbau und der Erhalt nicht konzertiert ohne die Politik in Unterstützung durch Landkreise, Freistaat, Bund sowie Kirchensteuermittel und Spenden möglich sind. Holzdecken, so wie in der Ausstellung in kleiner und konzentrierter Auswahl, seien ein besonderes Thema. Des Lesens und Schreibens unkundig, „legten Menschen Wert darauf, dass die Bibel in Bildern spricht“, so Bohl. Er wünschte der Ausstellung viele interessierte Besucher, die sich ebenfalls durch die Bildsprache angerührt zeigen.

Bild: Erste Reihe mit Baureferentin Katrin Tauber links
Katrin Tauber, Präsident Dr. Johannes Kimme, Dr. Georg Unland, Landesbischof Jochen Bohl

Die Baureferentin im Landeskirchenamt, Katrin Tauber, Mitinitiatorin der Ausstellung der Kirchen in Mitteldeutschland, verwies auf das große Interesse von Besuchern einer früheren Denkmalmesse in Leipzig für das Thema. „Die Ausstellung lenkt stärker den Blick in das Innere der Kirche“. Hier gebe es eine große Vielfalt an Kunstwerken, wovon die Decken ein Teil davon seien. Nach der notwendigen Sanierung der ‚Außenhaut‘ von Kirchen, seien auch diese eine große Aufgabe gerade in ländlichen Regionen in kleinen Dorfkirchen. Die Zukunft werde zeigen, wie der Bestand gehalten werden könne, so die Baureferentin der Landeskirche.

Die Ausstellung zeige drei Themenbereiche von Deckenmalereien: So sehr alte, aber farbenfroh und frische Bemalungen aus dem 14. Jahrhundert, die „modern“ anmuten würden wie in der Dorfkirche in Altmörbitz (Leipziger Land).

Bild: Besucher der Ausstellung

Dann die Bilderdecke in der Stadtkirche Penig mit 70 Szenen aus dem Alten und Neuen Testament mit hoher Qualität gleich wie eine herrschaftliche Schlossmalerei aus dem 17. Jahrhundert. Schließlich gibt es die Entdeckungsgeschichten, wo früher Bilderdecken aus anderem Kunstgeschmack beseitigt und später wiederentdeckt wurden. Vieles wurde ‚überpinselt‘ oder umgebaut und nun neu entdeckt und restauriert wie das barocke Bildprogramm in der Kirche in Zschorlau.

Neben den Bezeichnungen an den Bildtafeln liegen über alle dargestellten Deckengemälde der Kirchen ausdrucksstarke Faltblätter in Bild und Text vor.Zur Eröffnungsveranstaltung gestaltete musikalisch der Chor der Studenten der Hochschule für Kirchenmusik Dresden die Feier im Foyer, was sich akustisch nicht von obersächsischen Hallenkirchen unterschied. Die dargestellten Engel und Sterne der Deckengemälde gaben die Inspiration, neben Werken u.a. von Mendelssohn-Bartholdy in die weitere Weihnachtszeit hinein zu singen und zum Abschluss mit den Gästen gemeinsam das ‚O du fröhliche, o du selige‘ anzustimmen.

Bild: Fragment Stiftskirche Altmügeln

Die Ausstellung ist zu sehen vom 14. Januar bis 27. Februar 2014 werktags von 9:00 bis 18:00 Uhr (SMF Carolaplatz 1)

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