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Aktuelles

Vereinbarung mit der Partnerkirche in Russland

Wintereise des Landesbischofs nach Moskau, Orenburg und St. Petersburg

Bild: Vertreter der Moskauer Gemeinde mit der Delegation aus Sachsen in der St. Peter-und-Paul-Kathedrale

Von Oberkirchenrat Friedemann Oehme (Referent für ökumenische Beziehungen)

Landesbischof Jochen Bohl ist am 11. Februar von seiner Russlandreise zurückgekehrt. Gemeinsam mit einer sechsköpfigen Delegation besuchte er die Evangelisch-Lutherische Kirche Europäisches Russland (ELKER). Höhepunkt war der Gottesdienst am 9. Februar in der lutherischen St. Peter-und-Paul-Kathedrale in Moskau, in dem Landesbischof Bohl predigte.

Bild: Bischof Dietrich Brauer und Landesbischof Jochen Bohl (Foto: ELKER)
Unterzeichnung der Vereinbarung am 9. Februar

In diesem Gottesdienst wurde eine Vereinbarung zur Partnerschaft zwischen der sächsischen Landeskirche und der ELKER unterschrieben. Bischof Dietrich Brauer bezeichnet diese Partnerschaft als „Gabe und Einladung“. Viele lebendige Beziehungen zwischen Gemeinden und Kirchenbezirken seien in den vergangenen Jahren gewachsen. Mit der neu vereinbarten Kirchenpartnerschaft sind die Partner eingeladen, diese Beziehungen zu vertiefen und zu erweitern. Landesbischof Bohl verwies auf die Bekenntnisschriften und sieht im gegenseitigen Gespräch, in der Ermutigung und Tröstung der Schwestern und Brüder im Glauben die Mitte der Partnerschaft.

Am Gottesdienst nahmen auch die Präsidentin der ELKER-Synode, Olga Temirbulatowa aus Samara, Vertreter der Deutschen Botschaft und Gäste aus anderen Gemeinden der ELKER teil.

Bild: Ein Haus in Orenburg im tiefen Schnee (Foto: Pfr. Dr. Arndt Haubold)
Landestypisches Haus im tiefen Schnee

Zuvor hatte die Delegation am 7. Februar die Propstei Orenburg am Ural besucht. Seit 1998 besteht hier eine Partnerschaft mit dem Kirchenbezirk Bautzen-Kamenz. Dort standen ein Besuch des Diakonischen Zentrums, des Priesterseminars der Russisch-Orthodoxen Kirche und ein Gespräch mit der Gebietsregierung des Oblast Orenburg auf dem Programm. Ein Abendgottesdienst mit der Orenburger Gemeinde beschloss diesen Tag. Das Gemeindehaus wurde auch aus Mittel der sächsischen Landeskirche errichtet. Pröpstin Inessa Thierbach dankte für die langjährige Unterstützung durch die sächsischen Partner.

In Moskau wurde die Delegation auch in der Deutschen Botschaft willkommen geheißen. In einem Gespräch im Kulturreferat wurden Fragen der kirchlichen Beziehungen zwischen Russland und Deutschland und Unterstützungsmöglichkeiten für die ELKER beraten.

Bild: Einfache Wandmalerei im Untergeschoss der St. Petrikirche in St. Petersburg erinnert an Geschichte der Russlanddeutschen (Foto:ELKER)
Bilder an den Wänden im Keller der St. Petrikirche

Am Morgen des 10. Februar erreichte die Besuchergruppe St. Petersburg. Die Petrikirche am Newski-Prospekt ist Sitz der Zentralen Kirchenkanzlei des Bundes der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Russland, der Ukraine, in Kasachstan und Mittelasien (ELKRAS). Dort wurden die Gäste aus Sachsen sehr herzlich von der Leiterin des Kirchenamtes, Marina Chudenko, begrüßt. Die Petrikirche wurde von 1962 bis 1991 als Schwimmbad genutzt. Ein Gedenkort zum Schicksal der Russlanddeutschen und die Reste des Schwimmbeckens erinnern heute noch an die Sowjetzeit, in der kirchliches Leben der lutherischen Kirche nicht möglich war.

Nach einem Gespräch mit Gemeindegliedern der St. Petrigemeinde stand ein Besuch des Theologischen Seminars der ELKRAS in Novo Saratovka, ein Vorort von St. Petersburg, auf dem Programm. Fragen der Ausbildung innerhalb der ELKRAS wurden dort diskutiert.

Bild: Gesprächsrunde in der St. Petrikirche mit Vertretern der St. Petersburger Gemeinde (Foto: ELKER)
Gesprächsrunde in der St. Petersburger Petrikirche

Zur Besuchergruppe gehörten neben Landesbischof Bohl Frau Beate Wagner, Leiterin der Orenburg-Partnerschaftsgruppe des Kirchenbezirks Bautzen-Kamenz, Superintendent Christian Behr für die Partnerschaft des Kirchenbezirks Dresden-Mitte mit der Zentralen Propstei Moskau, Pfarrer Dr. Arndt Haubold, Vorsitzender des Gustav-Adolf-Werkes in Sachsen, Oberlandeskirchenrat Dr. Peter Meis und der Referent für ökumenische Beziehungen, OKR Friedemann Oehme.

Partner aus der ELKER werden auch in diesem Jahr die sächsische Landeskirche besuchen. So wird die Pröpstin der Zentralen Propstei Moskau, Elena Bondarenko, am 27. April in der Dresdner Kreuzkirche predigen. Jugendliche aus Samara, Smolensk und Moskau haben sich für die Peace Academy zu Pfingsten an der Dresdner Frauenkirche angemeldet. Auch zu den Christlichen Begegnungstagen vom 4. bis 6. Juli in Breslau werden Gäste aus unserer Partnerkirche erwartet.

Bild: Sonntagsgottesdienst in der Kathedrale St.-Peter-und-Paul in Moskau (Foto: ELKER)
Landesbischof predigte in Moskau am Sonntag

Zur ELKER gehören 170 Gemeinden und 11 Propsteien. Nicht alle haben Beziehungen zu Partnern im Ausland. Besonders die Propstei Ufa in Baschkortostan ist auf der Suche nach Partnern. Diese Anfrage wurde der sächsischen Besuchergruppe mit ins Gepäck gegeben. Die Propstei Ufa baut aktuell eine diakonische Arbeit auf und will künftig darauf ihren Schwerpunkt legen. Es bestehen langjährige Beziehungen zwischen der Republik Baschkortostan und dem Freistaat Sachsen.(15.2.2014)

Vereinbarung über partnerschaftliche Beziehungen zwischen der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens und der Evangelisch-Lutherischen Kirche Europäisches Russland:

Bild: Gäste und Vertreter der St. Petersburger Gemeinde in der Petrikirche (Foto: ELKER)

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