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Aktuelles

Einladung zum Landeskirchentag nach Leipzig

Leipzig 2014: „Hier stehe ich…“ – Wo stehe ich, höre und rede mit

Bild: Vorstellung des Programms durch vier Vertretern des Programms (Foto: Armin Kühne)
Jugendpfarrer Torsten Heinrich, Vorsitzender Dr. Ingolf Huhn, Kirsten Hanson, Bezirkskatechet Uwe Hahn (h.r.)

Mit dem vom 27. bis 29. Juni in Leipzig stattfindenden Landeskirchentag feiert die Evangelisch-Lutherische Landeskirche 475 Jahre Reformation in Sachsen. Man will „den Schwung des Deutschen Evangelischen Kirchentages des Jahres 2011 in Dresden nutzen“, so Dr. Ingolf Huhn, Vorsitzender von Kongress und Kirchentag Sachsen, bei einem Pressegespräch zum Programm des dreitägigen Treffens. „Wir erwarten zwischen 5.000 und 10.000 Besucher zum Kirchentag und dem gleichzeitig stattfindenden Deutschen Evangelischen Chorfest.“

Bild: Einladungsplakat zum Landeskirchentag

Am Sonnabend, dem 28. Juni, beginnen kirchentagsgemäß die Veranstaltungen mit Bibelarbeiten. In Podien und Workshops wird anschließend der jeweilige Schwerpunkt der vier Themenbereiche diskutiert.
Im Themenbereich 1 „Bitte gib mir nur ein Wort“ geht es um den Glauben im Spannungsfeld zwischen spirituellem Erleben und öffentlichem Wirken. Beim zugehörigen Podiumsgespräch wird u. a. das Mitglied des Landtages Antje Hermenau auf den Leipziger Kabarettisten Jürgen Fliegel treffen. Die Workshops widmen sich beispielsweise der Frage, warum man über Rechtsextremismus und Neonazis reden muss. Das Mitglied des Bundestages Dr. Thomas Feist wird Antworten geben auf den scheinbaren Widerspruch zwischen Nächstenliebe und dem Handeln in der Politik.

Mit diskutieren kann man ebenso beim Thema Freiheit contra Gerechtigkeit im Themenbereich 2 „Meine Freiheit beraubt den Anderen“. Beim Podiumsgespräch planen der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Sächsischen Landtag Steffen Flath, der Vorsitzende der Martin-Niemöller-Stiftung Michael Karg und der Leipziger Pfarrer im Ruhestand Martin Lösche, ihre Gedanken zum Thema austauschen.

Bild: Größerer Besucherandrang zu besonderen Veranstaltungen erwartet

Der Themenbereich 3 „Dem Frieden nachjagen“ beschäftigt sich mit dem Handeln in der Spannung zwischen Friedensgebot und Gewalt in unserer Welt. „Dem Frieden nachjagen ist angesichts gegenwärtiger Konflikte wie dem um die Ukraine hoch aktuell“, so Dr. Ingolf Huhn.
Ganz konkreten Alltagsproblemen wie den Herausforderungen bei der Pflege von Angehörigen widmet sich der Themenbereich 4 „Wenn es nicht mehr anders geht“. Beim Podiumsgespräch werden u. a. Jutta Kunze, die Leiterin eines Dresdner Pflegeheims, Prof. Dr. Thomas Fischer von der evangelischen Hochschule Dresden, Pfarrer Matthias Möbius von der Paulus-Kirchgemeinde Leipzig und der emeritierte Professor für Praktische Theologie Prof. Dr. Jürgen Ziemer über Zumutbares und Gebotenes miteinander reden.

Das Tagesprogramm wird mit einem Schlusspodium zu Fragen des Glaubens und christlicher Politik auf dem Leipziger Markt beendet. Dem widmen sich Dr.h.c. Nikolaus Schneider, Vorsitzender des Rates der EKD, Dr. Dr.h.c. Reinhard Höppner, Ministerpräsident a.D. und Präsident des 31. Deutschen Evangelischen Kirchentages 2007 in Köln sowie die Professorin für Kirchengeschichte an der Universität Gießen Prof. Dr. Athina Lexutt.

Bild: Blick in eine Jugendnacht der Leipziger Jugend

Von den Veranstaltern war ebenso zu erfahren, dass es für Gehörlose ein eigenes Programm in der Philippuskirche geben wird, in dem Fragen, Erfahrungen, Enttäuschungen, Herausforderungen und Erfolge von gehörlosen Christen in unserer Zeit erörtert und ausgetauscht werden können.
Stadtjugendpfarrer Torsten Heinrich gab beim Pressegespräch Einblicke in das Jugendprogramm, das Freitagabend in und um die Lutherkirche im Johannapark stattfindet. „Dort wird es“, so Heinrich, „ein anderes musikalisches Format als beim Landeskirchentag und beim Chorfest geben.“ Der Abend soll die aktuelle Jugendkultur, Kirche und Spiritualität sowie unterschiedliche Musikstile abbilden.
An der Taizénacht im Leipziger Stadtbad wird Landesbischof Jochen Bohl teilnehmen, der im vergangen Sommer gemeinsam mit Jugendlichen im französischen Taizé weilte.

Bild: Programm für Kinder speziell im Museum für bildende Kunst Leipzig

Der Bezirkskatechet des Evangelisch-Lutherischen Kirchenbezirkes Leipzig, Uwe Hahn, wies auf den Familientag im Leipziger Museum der bildenden Künste hin, das am Sonnabend für alle offen ist: „Es ist eine gemeinsame Herausforderung für die Mitarbeiter des Museums und uns, das Thema ‚Hier stehe ich und … sehe, höre, rede, tanze und singe…’ mit Leben zu füllen an diesem Ort, der nicht Kirche ist, …“
Die Projektleiterin von Landeskirchentag und Deutschem Evangelischen Chorfest Kirsten Hanson verwies zudem auf weitere Höhepunkte: „Am Sonnabend werden fünf Open-air-Bühnen mit dem Format Schaufenster Chor und Kirche bespielt, bei dem sich kirchliche Einrichtungen, aber auch angemeldete Chöre präsentieren können.

Der Eröffnungsgottesdienst findet am Freitag um 18:00 Uhr auf dem Markt statt, bei dem Oberlandeskirchenrat Dietrich Bauer predigt, musikalisch begleitet von den Thomanern. Den Abschluss bildet ein gemeinsamer Festgottesdienst in der Red Bull-Arena mit der Reformationsbotschafterin Margot Käßmann und Landesbischof Jochen Bohl.“
Gesucht werden noch Helfer aller Altersgruppen.(23.3.2014)

PROGRAMM 

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