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Aktuelles

Mit Palmsonntag beginnt die Karwoche

Karfreitag mit Abendmahlsgottesdiensten sowie Andachten und Konzerten

Bild: Ausschnitt aus dem Schnitzbild in der Kirche Leipzig-Connewitz (Foto: KGweb)

Die Karwoche beginnt mit Palmsonntag (Palmarum) am 13. April. Damit bricht die letzte der sieben Wochen in der Passionszeit an. Sächsische Kirchgemeinden begehen diese Zeit bis in die Osternacht mit Ausstellungen, Konzerten, Jugendkreuzwegen, Andachten und Gottesdiensten. Traditionell ist Palmarum, wie in den Gemeinden des Erzgebirges und des Vogtlandes, auch der Beginn der Konfirmationssonntage, die bis zum Pfingstfest reichen.

Bild: Einzug nach Jerusalem von Julius Schnorr von Carolsfeld (Bilder der Bibel, Leipzig 1860)

Zum Ende der Passionszeit kommen verstärkt Passionsmusiken zur Aufführung. Häufig sind es die Matthäus-Passion und die Johannes-Passion, die in den Kirchen erklingen. Am Sonnabend, 12. April, wird die Johannes-Passion in der Leipziger Nikolaikirche um 19:30 Uhr und um 20:00 Uhr die Matthäus-Passion in der Dresdner Frauenkirche aufgeführt. Zuvor erklingt um 17:00 Uhr Gioachino Rossinis geistliches Hauptwerk „Stabat Mater“ im Freiberger Dom. Der Domchor wird das Konzert gemeinsam mit der Mittelsächsischen Philharmonie und einem renommierten Solistenensemble gestalten. Am Palmsonntag selbst kommen verschiedentliche Passionsmusiken in den Kirchgemeinden zur Aufführung.

Landesbischof Jochen Bohl predigt am Palmsonntag um 11:00 Uhr in der Dresdner Frauenkirche. [Predigt] In diesem Gottesdienst werden Auszüge aus Carl Philipp Emanuel Bachs Passions-Musik nach dem Evangelisten Lukas durch Solisten, den Chor der Frauenkirche und das ensemble frauenkirche unter musikalischer Leitung von Frauenkirchenkantor Matthias Grünert aufgeführt.

Bild: Kreuzchor in der Dresdner Kreuzkirche (Foto: Kreuzchor)

Am Gründonnerstag, 17. April, wird mit Abendmahlsgottesdiensten und Agapefeiern an Jesu letztes Mahl mit seinen Jüngern erinnert. Am Karfreitag steht dann das Gedenken an seinen Leidensweg im Mittelpunkt von Gottesdiensten am Vormittag und Passionsandachten und –konzerten zur Sterbestunde am Nachmittag. In der Nacht von Karsamstag (Stiller Samstag) auf den Ostermorgen endet die Passionszeit.

Am 18. April wird Landesbischof Jochen Bohl um 9:30 Uhr in der Dresdner Kreuzkirche im Karfreitagsgottesdienst predigen. Es singt unter Leitung von Kreuzkantor Roderich Kreile der Dresdner Kreuzchor.
Am Nachmittag lädt die Kirchgemeinde in Dresden-Bühlau um 14:00 Uhr zur Kreuzwegandacht ein und zur gleichen Zeit gibt es in der Kirche von Johanngeorgenstadt einen Bläsergottesdienst zum Kreuzweg. In der St. Katharinenkirche in Annaberg-Buchholz erklingt die Johannes-Passion von Heinrich Schütz, in Dresden-Weißig die Mätthäus-Passion von Melchior Vulpius und in Raschau die Markus-Passion von Marco Gioseppe Peranda.

Weitere Passionsmusik ist zur Sterbestunde Jesu zu hören u.a. in der Dresdner Lukaskirche um 15:00 Uhr in einem Musikalischen Gottesdienst (J. Haydn "Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze") mit dem Ensemble Mediterrain.
In der St. Johanniskirche Bad Schandau musizieren die Kantoreien Hohnstein und Bad Schandau sowie Gäste aus dem Neuen Chor Liederkranz die „Glashütter Passion“ eines unbekannten Komponisten des ausgehenden 17. Jahrhunderts sowie das „Stabet Mater“ des romantischen Komponisten Joseph Gabriel Rheinberger. Neben mehreren Konzerten und Vespern in Leipzig erklingen weitere Passionsmusiken in Heidenau, Grimma, Sebnitz, Thalheim und an vielen anderen Orten zu dieser Stunde.
In der Dresdner Martin-Luther-Kirche führt Landeskirchenmusikdirektor Markus Leidenberger um 16:00 Uhr mit dem Dresdner Bachchor die Markus-Passion von Gottfried August Homilius auf und in der Großenhainer Marienkirche erklingt um 17:00 Uhr die Lukas-Passion 1744 von Georg Friedrich Telemann.

Bild: Chor auf der Empore in der Schlosskirche in Chemnitz

Wie am Tag zuvor um 19:00 Uhr singt der Dresdner Kreuzchor am Karfreitag um 16:00 Uhr noch einmal die Mätthäus-Passion von J. S. Bach. In der Leipziger Thomaskirche erklingt das Bachsche Passionswerk um 19:00 Uhr mit dem Thomanerchor. In der Chemnitzer Schlosskirche führt die dortige Kantorei unter Leitung von Siegfried Petri die Johannes-Passion von Bach auf und in der Meißner Johanneskirche der Domchor die Markus-Passion von Gottfried August Homilius.

In der Karwoche versammeln sich junge Christen in den Kirchen und begeben sich anschließend auf einen Kreuzweg, der ihnen die Leidensgeschichte Jesu verdeutlicht und sie bis zum Kreuz führt, unter welches sie ihre Sorgen, Wünsche und Gebete legen können. Ein Jugendkreuzweg findet in der Nacht vom 17. auf den 18. April u.a. im Dresdner Norden statt. Gestartet wird mit einem Jugendgottesdienst um 21:00 Uhr in der Markuskirche in Dresden-Pieschen unter dem Motto "Jener Mensch Gott". Ziel ist die Kirche in Langebrück, wo die etwa 200 Jugendlichen mit einem Frühstück erwartet werden.

Bild: Jugendkreuzweg in Meißen

Im erzgebirgischen Eibenstock lädt die Trinitatiskirchgemeinde am Karsamstag, den 19. April, zum Jugendkreuzweg bei Nacht ein. Zuvor gibt es um 22:30 Uhr eine Stärkung im Pfarrhaus in Carlsfeld und eine Filmvorführung. Die Stationen des Leidensweges Jesu werden ab 2:30 Uhr in der Nacht abgelaufen, um dann auf dem Friedhof in Eibenstock in den Osterjubel einzustimmen.

Die Evangelische Akademie in Meißen lädt wieder zu den Ostertagen in den Klosterhof ein. Die Tage vom 17. bis 20. März stehen unter dem Leitmotiv „Brannte nicht unser Herz“ und sie bieten Raum, sich auf den Weg zu begeben, zu sich zu finden, den Passions- und Ostertexten nachzuspüren sowie Spiritualität und liturgische Feier zu erleben. Das Programm beinhaltet Musik und Texte der Markus-Passion von Gottfried August Homilius, die Feier des Gründonnerstagabends im Kreuzgang des Klosterhofes, die Ausstellung der „Gestickten Bilder“ von Gisela Polster und die Gottesdienste einschließlich der Osternacht im Dom zu Meißen.

Bild: Beginn der Osternacht in der Dresdner Frauenkirche (Foto: FK)

Am Karsamstag beginnen neben weiteren Passionskonzerten in den Kirchen ab 19:00 Uhr die Osternachtfeiern, in denen die Nähe zum bevorstehenden Auferstehungsfest besonders spürbar wird.
Um 21:00 Uhr erklingt in der Meißner St.-Afra-Kirche in der diesjährigen Osternachtsmesse das 2012 vom englischen Komponisten Karl Jenkins komponierte Werk „The Peacemakers“.

Die Osternacht mit Erwachsenentaufen beginnt in der Dresdner Frauenkirche wieder um 22:00 Uhr. Sie wird musikalisch begleitet durch den Frauenkirchenorganisten Samuel Kummer. Dieser traditionelle und stimmungsvolle Taufgottesdienst in der Frauenkirche ist Abschluss eines Glaubenskurses, der in den vergangenen Wochen zusammen mit der Kreuzkirche angeboten wurde.
Zur gleichen Zeit beginnt in der Chemnitzer Lutherkirche das Pop-Oratorium „Drei Tage“ von Johannes Nitsch, das neben dem biblischen Karfreitagsgeschehen auch die Auferstehung aufgreift. Die Nacht ist gestaltet mit Popsongs, ruhigen Balladen und Chorälen sowie am Ende mit einem Medley aus internationalen Osterliedern.
Die Liturgische Feier der Osternacht in der Martin-Luther-Kirche in Dresden-Neustadt beginnt wieder um 22:15 Uhr und endet nach Mitternacht.
Um 5:00 Uhr morgens (Ostersonntag) laden die ersten Ostermessen zum Auferstehungsfest in die Kirchen ein.(10.4.2014)

Musik der Passionszeit

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