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Aktuelles

Mit Ostern verbindet sich die Auferstehungshoffnung

Christus rufe zum Frieden, dem Gottesfrieden zu dienen, heute und an jedem Tag

Bild: Osterfrühstück in der Gemeinde (Foto: Rainer Oettel)

Das Osterfest begann in den sächsischen Kirchgemeinden mit Frühmetten, Fest- und Kantatengottesdiensten. Bereits am Abend vor Ostersonntag begannen neben den Passionskonzerten in den Kirchen die Osternachtfeiern. In den Festgottesdiensten an den beiden Osterfeiertagen wird die frohe Botschaft der Auferstehung Christi verkündet. Der Tod ist überwunden und die Hoffnung wird von Sonntag zu Sonntag durch die Zeit getragen. Es ist der Tag des Dankes und des Aufbruchs. In diesem Jahr feiern die orthodoxen Christen der Ostkirchen wegen der Terminübereinstimmung zwischen dem Julianischen und dem Gregorianischen Kalender am gleichen Osterwochenende wie die evangelischen und katholischen Christen.

Bild: Osternacht in der Kirche (Foto: Rainer Oettel)

Das bringt die Gemeinschaft im Glauben näher, aber auch die Sorge um die derzeitigen Auseinandersetzungen in der Ukraine. Wer von Ostern her lebe, der verweigere sich der Logik der Gewalt und des Vorrangs der eigenen Interessen, sagte Landesbischof Jochen Bohl in seiner Osterpredigt im westerzgebirgischen Hirschfeld mit Blick auf die Krisenregionen der Welt. Christus rufe zum Frieden. „So wollen wir dem Gottesfrieden dienen, heute und an jedem Tag, und wohin uns der Herr gestellt hat“, bekräftigte Bohl die Osterbotschaft für alle Christen.

In der Dresdner Frauenkirche wurde für 21 Erwachsene die Nacht vom Karsamstag zum Ostersonntag zu einem persönlich bedeutsamen Datum. 19 von ihnen wurden im Rahmen der Feier der Osternacht in der Dresdner Frauenkirche getauft und damit in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen; zwei weitere sind konfirmiert worden. Sie besuchten in den sieben vorangegangenen Wochen gemeinsam den Glaubenskurs „Religion für Neugierige“. Das sichtbare Zeichen steht am Beginn der Osterzeit, in der die Frauenkirche zahlreiche Angebote bereithält.

Bild: Einladung zu den Ostertagen in der Akademie mit Bild von Professorin Polster

Im erzgebirgischen Eibenstock startete am späten Karsamstagabend der Jugendkreuzweg der Trinitatiskirchgemeinde. Auf dem Programm standen eine Stärkung im Pfarrhaus in Carlsfeld und eine Filmvorführung. Die Stationen des Leidensweges Jesu wurden in der Nacht abgelaufen, um dann auf dem Friedhof in Eibenstock in den Osterjubel einzustimmen.

Die Evangelische Akademie in Meißen hatte wieder zu den Ostertagen in den Klosterhof eingeladen. Die Tage vom 17. bis 20. März standen unter dem Leitmotiv „Brannte nicht unser Herz“. Sie boten Raum, sich auf den Weg zu begeben, zu sich zu finden, den Passions- und Ostertexten nachzuspüren sowie Spiritualität und liturgische Feier zu erleben. Am Ende stand die Osternacht im Dom zu Meißen und das Fest am Ostersonntag.

Um 5:00 Uhr morgens (Ostersonntag) luden viele Ostermetten zum Auferstehungsfest in die Kirchen ein. So versammelte sich die Kirchgemeinde Frauenhain in der Kirche Koselitz, um das Licht des Ostermorgens zu begrüßen und die Auferstehung Jesu zu feiern. Im Gottesdienst wird die Osterkerze in die Kirche getragen. Es wurden Ostergesänge angestimmt und biblische Texte gelesen. Im Anschluss an die Osternachtfeier traf man sich zu einem gemeinsamen Frühstück auf dem Rastplatz am Teich in Koselitz.

Bild: Schmücken des Kreuzes am Ostersonntag (Foto: Rainer Oettel)

Insbesondere im Erzgebirge wie in St. Wolfgang in Schneeberg sind diese frühen Andachten Tradition. Hier wurde auch der Kirchturm mit dem neuen Glockenstuhl und der sanierten früheren Türmerstube nach zweijähriger Bauzeit zugänglich und steht ab Ostern Besuchern zu bestimmten Zeiten für einen weiten Ausblick offen.
In der St.-Nicolaikirche in Aue begann die Frühmette mit einem anschließenden gemeinsamen Osterfrühstück um 5:00 Uhr. Zur gleichen Zeit gab es eine Osternacht im Kirchturm St. Annen in Annaberg-Buchholz. Die Jungen Gemeinden der Region trafen sich in der Bergkirche in Annaberg zur Ostermette mit Jonathan "Jonnes" Schmidt. In Freiberg feierte die christliche Gemeinde der Stadt im Dom St. Marien.

Eine Ostermette nach der „Agenda für St. Jacob 1714“ mit Taufen und Abendmahl fand in Chemnitz in der Stadt- und Marktkirche statt. Anschließend gab es ein Osterfrühstück auf der Kirchen-Empore. In den Zwickauer Dom St. Marien wurde bereits um 4:30 Uhr zum Auferstehungsgottesdienst am frühen Ostersonntag eingeladen, in dem Superintendent Eberhard Dittrich die Predigt hielt.

Bild: Taufe zum Osterfest

Vielerorts wurden Osterfeuer entzündet, u.a. an der Dresdner Lukaskirche in der Südvorstadt und in Radebeul an der Lutherkirche. In Dresden hatten am Sonntagmorgen nach der Osternacht wieder die Besucher am Eingang der Kreuzkirche auf Einlass gewartet, bevor um 6:00 Uhr die Ostermette des Dresdner Kreuzchores in der Tradition des erzgebirgischen Mettenspieles begann. Der berühmte Chor war um 9.30 Uhr dann noch einmal im Gottesdienst zu hören. Von Gründonnerstag bis Ostersonntag werden wohl 12.000 Besucher die Konzerte, Vespern und Gottesdienste mit dem Kreuzchor besucht haben.

Taufen und Taufgedenken spielen zum Osterfest ebenfalls eine besondere Rolle, weil die Gottesdienste an den Osterfeiertagen beliebte Tauftermine für Familien sind. So fanden Taufen in Freital-Somsdorf, in der Georgenkirche oder in der Chemnitzer Jakobikirche statt.

Bild: Chor auf der Empore singt im Gottesdienst

In Wurzen wurde ein besonderer Ostergottesdienst mit Posaunenmusik im Dom St. Marien im Zusammenhang mit dem Jubiläumsjahr „900 Jahre Dom St. Marien“ gefeiert.

Im Mittelpunkt der Festgottesdienste steht häufig die Musik, so in der Schwarzenberger St. Georgenkirche mit dem Bachschen Osteroratorium, in einem Gottesdienst mit vokaler Kirchenmusik in der Frauenkirche in Dresden oder im Kantatengottesdienst im Dom zu Meißen um die Mittagszeit.
Um 12:30 Uhr wurde an der Klosterruine Nimbschen eine Osterandacht gehalten, bevor mit Renaissancetanz, Schauspiel und Führungen sehr bewegt die Flucht von Martin Luthers Gattin, Katharina von Bora, aus dem damaligen Kloster in Szene gesetzt wurde. Am Abend wird in der Leipziger Thomaskirche um 20:00 Uhr das XXVI. Projektkonzert mit dem Kammerchor Josquin des Préz aufgeführt.

Bild: Ein Ikonenbild aus Thessaloniki
Ikone aus Thessaloniki

Am Ostermontag können die Besucher vielfältige Gottesdienste erleben. Landesbischof Jochen Bohl predigt um 10:00 Uhr in der Sporthalle im erzgebirgischen Zschorlau. Hier wird Probenzeit des nächsten großen Passionsspiels Anfang April 2015 eröffnet. Rund 160 ehrenamtliche Mitwirkende, Darsteller, Musiker und Helfer werden dann im nächsten Jahr vor und hinter der Bühne rund um das Spiel im Einsatz sein. Beteiligt sind mehrere Gemeinden und Gemeinschaften der Region.
In Ebersbach (Oberlausitz) wird am morgigen Ostermontag um 9:00 Uhr das Ostermusical "Halleluja, heut ist ein Fest" aufgeführt. In der Schneeberger Hospitalkirche ist um 10:00 Uhr im Ostergottesdienst Joseph Haydns Missa brevis „St. Joannis de Deo" zu hören und im Freiberger Dom beginnt um diese Zeit ein Kantatengottesdienst.
Im Leipziger Osten zieht nach Beendigung der Innensanierung der Kirche von Mölkau um 15:00 Uhr die Gemeinde wieder in die Kirche ein, deren 400. Weihetag in diesem Jahr gefeiert wird.

In der Markuskirche in Dresden-Pieschen erklingt um 17:00 Uhr ein Konzert mit österlicher Besinnung mit dem Organisten Matthias Eisenberg und in der Dresdner Frauenkirche wird um 20:00 Uhr der Bachzyklus III mit dem Frauenkirchenorganist Samuel Kummer fortgesetzt.
Östlich von Dresden illustriert in Kleinröhrsdorf um 19:00 Uhr der Diavortrag „Osterbotschaft in der Kunstgeschichte an ausgewählten Beispielen“ mit dem Dresdner Kunstgeschichtler Dr. Hans-Ulrich Lehmann das Fest.

An den bestickten Stoffen (Paramenten) an Altar und Kanzel im Kirchraum wurde der Wechsel der liturgischen Farben von violett oder schwarz bis zum Sonnabend zu weiß ab Sonntagmorgen augenscheinlich. Verdeutlicht wird damit der Wandel: Der Tod ist durch das neue Leben überwunden.
Die Osterwoche, die in Sachsen zugleich Ferienwoche ist, nimmt aus dem Fest Schwung für andere und besondere Veranstaltungen auf. So wird in Großpostwitz bei Bautzen in der Ferienwoche für ein Musicalprojekt geübt. Am Sonnabend, 26. April, um 17:00 Uhr wird das Stück „Gerempel im Tempel“ aufgeführt.
Mit einem Eröffnungskonzert um 16:00 Uhr in der St. Laurentiuskirche in Markranstädt beginnt der diesjährige „Markkranstädter Musiksommer“ mit einem Konzert des Sinfonischen Musikvereins Leipzig.
Im erzgebirgischen Aue lädt die Nicolaikirchgemeinde am Abend (19:30 Uhr) in die Erzgebirgshalle nach Lößnitz zum Adonia Musical – Teens – Konzert „Johannes der Täufer“ ein.

In Leipzig wird am 25. April in der Gnadenkirche Wahren die Ausstellung „Metamorphose“ mit Werken bildender Künstler aus drei Ländern (Ägypten, Bulgarien und Äthiopien) eröffnet, die bis September zu sehen ist.
Am 1. Sonntag nach Ostern (Quasimodogeniti) wird ab 10:00 Uhr ein Hörfunkgottesdienst bei MDR FIGARO aus der St. Nicolaikirche im mittelsächsischen Döbeln übertragen. In der Dresdner Kreuzkirche beginnt um 11:00 Uhr mit einem Ökumenischen Gottesdienst der Studientag „25 Jahre Ökumenische Versammlung“. Die Predigt hält Pröpstin Elena Bondarenko, Ev.-Luth. Kirche in Moskau. Landesbischof Jochen Bohl predigt an diesem Tag um 11:15 Uhr in Leipzig in der Nikolaikirche in einem Universitätsgottesdienst. Am Nachmittag um 17:00 Uhr lädt die Autobahnkirche im ostsächsischen Uhyst an der A4 zu einem „Blaulichtgottesdienst“ ein. Erwartet werden Vertreter von Polizei, Feuerwehr, Notfall- und Hilfsdiensten.

Der Osterfestkreis reicht über Christi Himmelfahrt (40 Tage nach Ostern) noch bis zum Pfingstfest (50 Tage nach Ostern). In diese Zeit fallen auch die meisten Festgottesdienste der Gemeinden, an denen junge Heranwachsende der Gemeinden konfirmiert werden.(20.4.2014)

OSTERN bei mdr FIGARO – Das Kulturradio

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