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Aktuelles

Vorbereitungstag für Mitglieder der zukünftigen 27. Landessynode

Bild: Eine von fünf Kennenlerngruppen und -kreise

Im Dresdner ‚Haus der Kirche‘ kamen am 17. Mai die 60 im Januar dieses Jahres neu gewählten sowie die 20 zuletzt durch die Kirchenleitung berufenen Mitglieder der zukünftigen 27. Landessynode zu einem Vorbereitungstag zusammen. Diese Begegnung diente dem Kennenlernen untereinander sowie der Information über die Bildung und die Arbeitsweise der Landessynode. Unter den insgesamt 80 Mitgliedern der Landessynode befinden sich 36 Synodale, die bereits in früheren Legislaturen mit dabei waren und die wie die Mitglieder des bisherigen Präsidiums Anregungen geben konnten.

Bild: Andacht mit Landesbischof Bohl in der Dreikönigskirche

Der Vorbereitungstag begann mit einer gemeinsamen Andacht in der Dreikönigskirche, wo Landesbischof Jochen Bohl die synodale Verantwortung für alle Angelegenheiten in der Landeskirche ansprach. Die große Vielfalt kirchlichen Lebens sei ein „großer Reichtum“, aber über die „staunenswerte“ Arbeit in der Kirche hinaus auch „unüberschaubar und verwirrend“. Trotz Individualisierung und Globalisierung stelle sich weiterhin die Frage nach der Wahrheit. Für Christen und die Kirche gebe es nur die „Wirklichkeit der göttlichen Wahrheit“. „Hier wird diese Vielfalt auf einen Nenner gebracht“, sagte Bohl. Die Wahrheit in Christus zu verkünden sei die zentrale Aufgabe der Landeskirche und somit auch der Synode. Dafür sei es nach Überzeugung des Landesbischofs wichtig, aufeinander zu hören und sich mit geistlicher Haltung zu begegnen. Demut sei keine Unterwürfigkeit, sondern eine Verpflichtung und Voraussetzung für die geistliche Gemeinschaft, um die Wahrheit in Christus zu bezeugen und zu verkünden, sagte er zu den Synodalmitgliedern.

Bild: Superintendent Günter Rudolph und Synodale Christine Herold

Der bisherige Vizepräsident der Landessynode, Superintendent Günter Rudolph, und die Synodale Christine Herold begrüßten die gewählten und berufenen Mitglieder der Landessynode sowie die Vertreter des Landeskirchenamtes im Plenarsaal zu einer Vorstellungsrunde. Laien und Mitarbeiter sollten sich zu erkennen geben, ebenso die unterschiedlichen Berufsgruppen. Die „Ausdauer“ synodaler Mitarbeit kamen durch die Mitglieder zum Ausdruck, die bereits zwei oder mehrfach der Landessynode angehörten.
Oberlandeskirchenrat Klaus Schurig erläuterte die Aufgaben und die Gesamtverantwortung der Landessynode. Er stellte klar, dass sich trotz häufig genannter Parallelität und Tradition das synodale Prinzip vom parlamentarischen unterscheide. Hier gebe es keine Apparate der Unterstützung, keine Fraktionen oder die Delegation für eine Interessengruppe oder Einrichtung. Die synodale Arbeit geschehe dagegen ehrenamtlich und die Synodalen seien der ganzen Kirche verpflichtet. „Sie denken und entscheiden über die alltäglichen Bezüge hinaus“, sagte er.

Bild: Weitere Kennenlernrunde am Rande des großen Saals

Allgemeine Erklärungen und Einführungen wechselten zu kleineren Vorstellungsrunden. So kamen die synodalen Mitglieder an Stehtischen zusammen, die in fünf geografische Regionen gegliedert waren. Die zukünftigen Synodalen dabei die Gelegenheit, auch die Vertreter des Landeskirchenamtes und deren Funktionen kennen zu lernen. Danach probte man Ausschuss-Arbeit mit fiktiven Anträgen sehr ernsthaft und fand sich im Plenum auf den Plätzen wieder, wo der jeweilige Synodale Sitz und Stimme haben wird. Nach vertiefenden Gruppenarbeiten zur Arbeitsweise innerhalb des synodalen Geschehens und einer kleinen Auswertung am Schluss, war dieser Tag als Wegmarke zur neuen sechsjährige Legislatur zu verstehen.

Der Beginn der 27. Landessynode wird sich mit der konstituierenden Tagung verbinden, die am 14. und 15. Juni in der Dresdner Dreikönigskirche stattfindet. Am ersten Tag werden die Mitglieder der Synode nach der Eröffnung durch den Landesbischof den Synodalpräsidenten / -präsidentin wählen und dann selbst verpflichtet.

Bild: Moderatoren, Plenum und im HIntergrund die 'Bank' des Landeskirchenamtes

Es folgen Wahlen zum Nominierungsausschuss, weiterer Mitglieder des Präsidiums, des Ältestenrates sowie verschiedener Ausschüsse.
Die nächste ordentliche Tagung findet im Herbst vom 14.-17. November am gleichen Ort statt, wo u.a. das Haushaltgesetz für 2015 zur Beratung ansteht.

Auf ihrer letzten Sitzung berief die Kirchenleitung 19 von 20 Mitglieder der Landessynode für die nächste sechsjährige Legislatur der 27. Landessynode. Die Berufungen berücksichtigen sowohl Personen, die aufgrund ihres Amtes einen Platz in der Synode haben‚ beispielsweise Superintendenten und Leiter von Einrichtungen, sowie Personen mit Berufen und Professionen, die bei den Wahlen nicht genügend Berücksichtigung fanden.

Zum Ende der sechsjährigen Legislatur der 26. Evangelisch-Lutherischen Landessynode Sachsens hatten im Januar 2014 rund 8.000 Kirchvorsteher und Kirchvorsteherinnen sowie 700 Pfarrer und Pfarrerinnen der Landeskirche 60 der 80 Mitglieder der kommenden 27. Landessynode gewählt. Vorbehaltlich der Prüfung des Wahlverfahrens und des Wahlergebnisses durch die Synode zu Beginn konstituierenden Tagung im Juni lagen im Februar aus allen 20 Wahlkreisen die Ergebnisse der zurückliegenden Synodalwahl vor. Es waren zuvor 40 Laien und 20 Geistliche zu wählen. Nach dem Ergebnis der Wahl und den Berufungen liegt der Anteil der Frauen unter den 80 Synodalen bei fast 34 Prozent. (18.5.2014)

Bild: In großer Runde eine Art Selbstfindung vor den Übungen

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