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Aktuelles

ROGATE Frauentreffen in sächsischen Kirchgemeinden

Kollekte für Großmütter in Afrika, die sich um Aids-Waisen kümmern

Bild: Plakat diesjähriges Rogate Frauentreffen

Zum Wochenende des Sonntags Rogate am 25. Mai treffen sich an 25 Orten in der sächsischen Landeskirche Frauen zum Gottesdienst und zur Begegnung. Das traditionelle Treffen der Frauen steht in diesem Jahr unter dem Thema: „Einmischen! ODER? – Frauen und Politik“ als Beitrag zum Themenjahr 2014 'Reformation und Politik’. Die Frauentreffen finden meist am Sonntag um 14:00 Uhr statt, oder sie sind auf den Sonnabend vorgezogen

Die Kirchliche Frauenarbeit stellt damit die Frage in den Raum, inwieweit es angemessen und notwendig sei, sich in die Politik einzubringen oder wo es sinnvoller erscheine, sich herauszuhalten. Im Themenjahr der Lutherdekade falle der Blick auf die Abläufe in der Reformationszeit und auf biblische Geschichten, in denen sich Menschen, die sich nicht mit allem abgefunden haben, „einmischten“. Daraus abgeleitet, möchten die Frauen zu Rogate Mut machen, die Dinge anzusprechen, wo sich der Einsatz lohne und er geboten sei.

Bild: Handreichung von Frauen nach dem Gottesdienst (Foto: Rainer Oettel)

Diese Fragen werden auch in den bereit gestellten Materialien für den Gottesdienst sowie in einem weiterführenden Entwurf für Frauendienst/Frauengruppen unter dem Thema: „Wie viel Politik ist gut und richtig?“ aufgegriffen.
Die Materialien zu den Rogate-Feiern enthalten zudem liturgische Anregungen für den Gottesdienst, thematische und historische Bezüge, Liedtexte, meditative Angebote sowie Hinweise zu gemeinsamen Treffen.

Die Kollekte sowie Spenden im Rahmen des Rogate-Treffens sind zu Teilen für das entwicklungspolitische Hilfswerk ‚HelpAge‘ vorgesehen. HelpAge setzt sich für die sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Rechte alter Menschen ein. Eines ihrer Projekte ist die Unterstützung von Großmüttern in Afrika, die ihre Enkel aufziehen müssen, weil deren Eltern an Aids verstorben sind. Im letzten Jahr erbrachte die Kollekte der Rogate-Gottesdienste für den gleichen Zweck 11.900 Euro.

Bild: Logo der Kirchlichen Frauenarbeit

Entstanden sind die Rogate-Treffen 1947 in einer Situation, in der viele Frauen – durch den Krieg verwitwet – mit ihrer familiären Situation alleine fertig werden mussten. Zur Unterstützung und Würdigung bot die Kirchliche Frauenarbeit für diese Frauen ein Fest unter dem Thema „Gottes Gebot für Frauen in Not“ an. In den 80er Jahren änderte sich der Stil der Frauentreffen. Während bis dahin ein längerer Vortrag einer Rednerin im Mittelpunkt der Treffen stand, wurden nun vermehrt Gestaltungsformen gefunden, in denen die Frauen vor Ort in die Planung und Durchführung einbezogen werden.

Heute erarbeitet ein Team aus haupt- und ehrenamtlichen Frauen das jeweilige Thema und den Gottesdienstvorschlag. Die „Rogate-Frauentreffen“ sind Vergewisserung der biblischen Botschaft in der jeweiligen persönlichen und historischen Situation von Frauen. Bei den Treffen, die sich wie ein dichtes Netz über die Landeskirche ziehen, wird zudem die Vielfalt und Fülle der Ideen und Gaben der Frauen in der Kirche sichtbar.

Der Sonntag „Rogate“ als Betesonntag folgt dem Singesonntag „Kantate“ und entstammt dem frühen liturgischen Brauch der Bittprozessionen. Er ist der sechste von sieben Sonntagen in der Osterzeit vor Christi Himmelfahrt.

Kirchliche Frauenarbeit in Sachsen

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