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Einführung der Reformation in Leipzig vor 475 Jahren

Das grüne Wegeband zum Leipziger Teil des Lutherwegs durchschnitten

Bild: Eröffnung des Lutherweges in Leipzig vor der Nikolaikirche (Foto: Amt f. Gemeindedienst Lpz.)
OB Burkhard Jung, S.Min. Sabine von Schorlemer, Dr. Ekkehard Steinhäuser, Sup. Martin Henker, LB Jochen Bohl

Vor der Nikolaikirche eröffneten am 25. Mai der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung und Landesbischof Jochen Bohl die Leipziger Wegstrecke des sächsischen Lutherwegs. Bei einem gemeinsamen Gang von der Nikolaikirche aus über die weiteren Lutherwegstationen Altes Rathaus, Auerbachs Keller, Thüringer Hof hin zur Thomaskirche überreichte Dr. Ekkehard Steinhäuser, Präsident der Lutherweg-Gesellschaft, diesen Stationen ihren Pilgerstempel.

Bild: Übergabe des Pilgerstempels an Pfarrerin Britta Taddiken (Foto: Amt f. Gemeindedienst Lpz.)
Dr. Steinhäuser und Pfarrerin B. Taddiken

Mittags auf dem Thomaskirchhof angekommen wurde der Pilgerstempel an die Thomas-Pfarrerin Britta Taddiken von Dr. Steinhäuser übergeben. Anschließend wurde zu einem kleinen Imbiss und zu einem musikalischen Programm für Groß und Klein eingeladen.

Der Festtag begann mit einem Gottesdienst in der Nikolaikirche, den die Gemeinden der Thomaskirche, der Nikolaikirche und der Universität Leipzig gemeinsam feierten. Landesbischof Jochen Bohl erinnerte in seiner Predigt an Martin Luther, dessen damaliger Thesenanschlag in Wittenberg in seiner Wirkung für den Reformator kaum vorauszusehen war. Musikalisch gestalteten der Nikolaikantor Jürgen Wolf (Orgel), der Thomanerchor unter Leitung von Gotthold Schwarz und Titus Heidemann sowie die Kurrenden der Thomaskirche unter Leitung von Maria Leistner den Gottesdienst.

Bild: Landesbischof Bohl predigt in der Nikolaikirche (Foto: Amt f. Gemeindedienst Lpz.)
Landesbischof Bohl auf der Kanzel der NIkolaikirche

Der Landesbischof bezeichnete in seiner Predigt die Reformation als einen "politischen Akt aus geistlicher Hinsicht". Bohl verwies darauf, dass die Geschichte der sächsischen Landeskirche, die mit der Einführung der Reformation in Sachsen 1539 einsetzt, auch davon geprägt sei, dass die Kirche dabei "nicht immer allen Ansprüchen gerecht geworden" sei. Als Beispiel nannte der evangelische Bischof ausdrücklich die Verfolgung der Juden.

In seiner Predigt, der unter anderem Sachsens Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) und Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) beiwohnten, kündigte Bohl an, das Jubiläum der Reformation in Sachsen "ganz bestimmt nicht mit antikatholischen Gesten feiern" zu wollen. Zum Katholikentag, der in zwei Jahren in Leipzig ausgerichtet wird, "laden wir die Katholiken auch in unsere Kirchen und Gemeinden ein", fügte er hinzu.

Bild: Ankommen an der Thomaskirche (Foto: Amt f. Gemeindedienst Lpz.)
Ankunft auf dem Thomaskirchhof am Sonntagmittag

Am Nachmittag verlagerte sich das Geschehen nach dem Gang von der Nikolaikirche zum Thomaskirchhof zwischen dem Haus der Kirche an der Burgstraße und dem Gemeindehaus der Thomaskirchgemeinde. Das neu erschienene Journal „Orte der Reformation: Leipzig“ der Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig konnte auf dem Thomaskirchhof an einem Stand erworben werden. Das Journal stellt die umtriebige Messestadt mit ihren wesentlichen geschichtlichen Facetten von der Reformation bis in die heutige Zeit hinein dar. Es gab neben der eigentlichen Stadtführung auch einen Überblick zur weiteren Stadtentwicklung. Weitere Stände informierten zum sächsischen Lutherweg und zum Luther-Melanchthon-Denkmal e.V.(KG Thomas, epd, LKA, 25.5.2014)

Kirchenbezirk Leipzig

Lutherweg in Sachsen

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